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VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

3
:
1

Halbzeitstand
2:0
VfB Stuttgart

VfB Stuttgart


VFL WOLFSBURG
VFB STUTTGART
15.
30.
45.








60.
75.
90.











VfB steigt ab - VfL landet auf Rang neun

Arnold und Schürrle schießen Stuttgart in die 2. Liga

Der VfB Stuttgart hat das Wunder nicht geschafft und steigt nach einer 1:3-Niederlage in Wolfsburg zum ersten Mal seit 1975 in die 2. Liga ab. Im Endspiel in der Autostadt fehlte den Schwaben einmal mehr die Stabilität in der Defensive sowie die Durchschlagskraft in der Offensive. Der VfL führte nach einer halben Stunde bereits mit 2:0 und brachte den Sieg dann im Schongang über die Zeit.

Arnold sorgt für "Puddingbeine"

Mitch Langerak, Timo Baumgartl & André Schürrle
Das 2:0: Wolfsburgs André Schürrle (r.) trifft gegen Stuttgarts Mitch Langerak (l.) und Timo Baumgartl.
© picture allianceZoomansicht

Wolfsburg Trainer Dieter Hecking tauschte im Vergleich zum 1:0 beim Hamburger SV zweimal Personal: Caligiuri und Guilavogui begannen für Luiz Gustavo (nicht im Kader) und Träsch (Bank). Stuttgarts Coach Jürgen Kramny veränderte seine Mannschaft nach dem 1:3 gegen Mainz auf vier Positionen: Insua, Kravets, Werner und Zimmermann spielten für Heise, Maxim (beide Bank), Großkreutz (muskuläre Probleme im Oberschenkel) und Sunjic (5. Gelbe). Es war die jüngste Startelf, die Kramny in seiner Amtszeit aufbot.

Der VfB legte den Fokus zunächst auf die Defensive, stand in den ersten zehn Minuten gut organisiert, mit der Viererkette recht hoch und agierte mit einer Mischung aus kompaktem Abwarten und situativem Pressing. Der VfL war dagegen klar spielbestimmend, hatte mehr Ballbesitz und machte sich auf die Suche nach Lücken. Eine solche fand Schäfer nach einem Einwurf und flankte unbedrängt von links an die Fünfmetergrenze, wo Arnold gegen die Bewacher Schwaab und Insua den Ball zum 1:0 über die Linie spitzelte (11.). Dieser Rückschlag war für die Schwaben nur schwer zu verdauen - die Abwehr bekam "Puddingbeine". So filetierte Arnold die Viererkette mit einem Steilpass in die Tiefe auf Kruse, der frei vor Langerak am Torwart scheiterte (15.).

Schürrle erhöht - Joker Harnik trifft die Latte

Stuttgart war nun gefordert und musste reagieren. Allerdings fanden die Schwaben keine Lösungen. Es fehlte an Mut, Kampf, Ideen, Kreativität und Durchschlagskraft. Wolfsburg brachte immer wieder schnell viele Spieler hinter den Ball, was ausreichte, um die Gäste kaltzustellen. Derweil blieb der VfB hinten weiter anfällig - wie schon im kompletten Saisonverlauf auch bei gegnerischen Kontern: Caligiuri spielte Schürrle halbrechts am Strafraum frei, dessen Schuss wurde noch von Baumgartl abgefälscht und schlug zum 2:0 im linken Eck ein (29.).

Kramny wollte seine Mannschaft mit einem Wechsel wachrütteln und brachte Harnik für Werner (32.). Ein Lebenszeichen sendeten die Schwaben aber erst deutlich später, als Didavi einen Aufsetzer aus der Distanz abfeuerte (37.). Ansonsten blieb Stuttgart blass. Kurz vor der Halbzeit meldete sich der VfL noch einmal zu Wort: Seguin rang Langerak zentral aus 16 Metern eine Glanzparade ab (44.). Im Gegenzug startete der VfB einen Konterangriff, doch Harnik traf am Ende nur die Latte (45.). Immerhin ein Hoffnungsschimmer kurz vor der Pause.

Keinerlei Durchschlagskraft

Kramny schickte mit Wiederbeginn seinen zweiten Wechsel nach und brachte Tashchy für Kravets. Zudem war seine Truppe fortan deutlich offensiver eingestellt und suchte die Flucht nach vorne. Allerdings fehlten weiterhin die zielführenden Impulse. Vor allem die eigentlichen Antreiber Rupp und Kostic brachten nichts aufs Papier - entsprechend lief die Offensivmaschinerie der Stuttgarter einfach nicht an. Die beste Möglichkeit verbuchte noch Kostic, der nach einer Kerze im gegnerischen Sechzehner aus acht Metern abfasste, dabei aber das Spielgerät nicht richtig traf (52.). Ansonsten flammte keinerlei Gefahr auf.

Wolfsburg verbrachte weite Strecken der zweiten Hälfte im Schongang. Stuttgart blieb zwar bemüht, doch fehlten Kampf und Überzeugung, um die Partie noch zu drehen. In Strafraumnähe kam der VfB meist nur nach Standards, die aber reihenweise vom souveränen VfL-Torwart Casteels abgefangen wurden.

Didavis Freistoß passt genau

Hoffnung keimte erst in der Schlussphase noch einmal auf: Didavi zirkelte einen 20-Meter-Freistoß präzise ins rechte Eck (78.). Es war das erste direkte Freistoßtor der Schwaben seit September 2010. Die letzten Minuten wurden somit noch einmal richtig kurzweilig: Draxler scheiterte an einer Monsterparade von Langerak (79.), auf der anderen Seite kratzte Casteels einen Freistoß von Maxim aus dem Winkel (83.). Die letzte Aktion der Partie gehörte dann noch einmal Wolfsburg: Eine flache Flanke vom eingewechselten Draxler landete im Lauf von Schürrle, der kühl zum 3:1-Endstand einschob (90.+2).

Damit stand der VfB Stuttgart als direkter Absteiger fest - nach 41 Jahren müssen die Schwaben den bitteren Gang in die 2. Liga antreten.

Bundesliga, 2015/16, 34. Spieltag
VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart 3:1
VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart 3:1
Mit dem Rücken zur Wand

VfB-Coach Jürgen Kramny musste mit Stuttgart in Wolfsburg gewinnen und noch auf Schützenhilfe hoffen.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Casteels (3) - 
Vieirinha (3) , 
Naldo (3)    
Dante (3)    
M. Schäfer (2,5) - 
Guilavogui (3,5) - 
D. Caligiuri (3,5)    
Seguin (3,5)    
Arnold (2,5)    
Schürrle (2)        
M. Kruse (4)        

Einwechslungen:
64. Dost für M. Kruse
70. Träsch für D. Caligiuri
73. Draxler für Seguin

Trainer:
Hecking
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Langerak (3) - 
M. Zimmermann (5,5)    
Schwaab (5)    
Baumgartl (5) , 
Insua (6) - 
Rupp (5) , 
Gentner (4,5)    
Ti. Werner (5,5)    
Didavi (4,5)    
Kostic (5)    
Kravets (6)    

Einwechslungen:
32. Harnik (5) für Ti. Werner
46. Tashchy (5,5) für Kravets
76. Maxim für M. Zimmermann

Trainer:
Kramny

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Arnold (11., Linksschuss, M. Schäfer)
2:0
Schürrle (29., Rechtsschuss, D. Caligiuri)
2:1
Didavi (78., direkter Freistoß, Linksschuss)
3:1
Schürrle (90. + 2, Linksschuss, Draxler)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
M. Kruse
(3. Gelbe Karte)
,
Dante
(4.)
Stuttgart:
Kostic
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Schwaab
(3.)

Spieldaten

VfL Wolfsburg       VfB Stuttgart
Tore 3 : 1 Tore
 
Torschüsse 17 : 13 Torschüsse
 
gespielte Pässe 522 : 455 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 416 : 356 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 106 : 99 Fehlpässe
 
Passquote 80% : 78% Passquote
 
Ballbesitz 54% : 46% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 58% : 42% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 8 : 12 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 10 : 8 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 3 Abseits
 
Ecken 7 : 9 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
14.05.2016 15:30 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena, Wolfsburg
Zuschauer:
30000 (ausverkauft)
Spielnote:  4
früh entschieden plätscherte die Partie dahin und lebte nur noch von vereinzelten Wolfsburger Farbtupfern.
Chancenverhältnis:
7:4
Eckenverhältnis:
7:9
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 2
souverän in einem Spiel ohne knifflige Szenen.
Spieler des Spiels:
André Schürrle
Als Doppeltorschütze und Aktivposten im Spiel hatte André Schürrle großen Anteil an dem für ihn und Wolfsburg versöhnlichen Saisonabschluss.

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