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Hannover 96

Hannover 96

1
:
2

Halbzeitstand
0:0
Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt


HANNOVER 96
EINTRACHT FRANKFURT
15.
30.
45.




60.
75.
90.













Hannover findet nach Rückstand nicht zurück

Stendera überrascht 96 gleich doppelt

Dank einer effektiven und vor allem in der zweiten Hälfte abgeklärten Vorstellungen gewann Eintracht Frankfurt mit 2:1 in Hannover und beendete damit eine Serie von fünf sieglosen Spielen.

Christian Schulz, Haris Seferovic (r.)
Umkämpfter Zweikampf: Christian Schulz gegen Haris Seferovic (r.).
© Getty ImagesZoomansicht

Hannovers Trainer Michael Frontzeck nahm nach dem 1:0 in Köln zwei Wechsel in seiner Startelf vor: Für die verletzten Sorg (Schienbeinprellung) und Karaman (Muskelfaserriss in der Wade) begannen Sakai und Klaus.

Eintracht-Coach Armin Veh entschied sich nach der 1:5-Heimpleite gegen Mönchengladbach zu vier Änderungen. Statt Ignjovski (nachträgliche Sperre), Abraham (angeschlagen), Flum und Castaignos (beide Bank) begannen Hasebe, Zambrano, Aigner und Djakpa. Der Ivorer übernahm die linke Abwehrseite, während Oczipka nach vorne ins linke offensive Mittelfeld rückte.

Viel Leerlauf, kaum Strafraumszenen

"Kein Freistöße zulassen" und "geschicktes Zweikampfverhalten" gab Veh seinen Schützlingen für die Partie in Niedersachsen als Credo mit auf dem Weg, um nach den jüngsten Misserfolg wieder ein wenig Stabilität ins Spiel zu bekommen. Und treu genau diesem Motto ging die Eintracht die Partie in Hannover an. Während die Hausherren auf Spielkontrolle erpicht waren, versuchte sich die SGE aus gesicherter Defensive nach Balleroberung mit langen Bällen in die Spitze.

Weil aber auch die Hannoveraner bei ihren gelegentlichen Vorstößen zwar mehr Zug zum Tor als die Eintracht auf der Gegenseite zeigte, aber dabei kaum Gefahr erzeugte, entwickelte sich Begegnung auf schwachem Bundesliga-Niveau, in der es gänzlich an hochkarätigen Torgelegenheiten mangelte. Ein Freistoß von Kiyotake, der aber als Aufsetzer recht deutlich links neben dem vom Hradecky gehüteten Gehäuse landete, war schon die beste Gelegenheit der ersten Hälfte (32.).

Nach einer ereignisarmen ersten 45 Minuten, in denen die Hannveraner mit 56 Prozent Zweikampfquote und einem Torschussverhältnis von 6:1 statistische Vorteile für sich verbuchen konnte, ging es in die Halbzeit.

Kiyotakes Geistesblitz, Stendera kontert eiskalt

Nach dem Seitenwechsel kam Hannover mit Schwung aus der Kabine. Eine starke Einzelleistung von Kiyotake, der links am Strafraumrand zwei Gegenspieler narrte und dann Klaus steilschickte, leitete die Führung für die Niedersachsen ein. Der angespielte Ex-Fürther vollendete aus halblinker Position mit etwas Glück im Fallen über den Frankfurter Keeper Hradecky hinweg (51.).

Fast aus dem Nichts gelang der Eintracht mit dem ersten gelungenen Spielzug der gesamten Partie schon wenige Minuten später der Ausgleich. Meier legte eine Flanke von links gekonnt zu Stendera, der am Strafraumrand noch Sané aussteigen ließ, und dann flach ins linke Toreck einschoss (57.). Einmal auf den Geschmack gekommen, tauchte nur eine Minute nach dem Treffer Aigner für die SGE halbrechts frei vor Zieler auf, scheiterte aber am Keeper (58.). Auch die Frontzeck-Elf wollte mehr. Andreasen setzte eine Direktabnahme knapp neben das Tor (61.).

Marc Stendera, Stefan Aigner (r.)
Abgeklatscht: Marc Stendera mit seinem Teamkollegen Stefan Aigner (r.).
© picture alliance

Ganz anders als noch in der erste Hälfte gab es nun deutlich mehr Höhepunkte. Das nächste Ausrufezeichen setzten wieder die nun äußerst effektiven Hessen. Ein nahezu identischer Angriff wie beim 1:1 - nach Vorarbeit über die linke Seite legte diesmal Aigner per Kopf zurück - schoss Stendera, der noch Schmiedebach stehen ließ, trocken ein (65.).

Der Doppelschlag zeigte Wirkung bei der Frontzeck-Elf. Gegen die nach der Führung wieder vor allem auf gesicherte Abwehrarbeit bedachte Eintracht fiel den 96ern nach dem 1:2 in der Offensive wenig ein. Auch die Hereinnahmen von Saint-Maximin und dem etatmäßigen Abwehrspieler Felipe als Mittelstürmer erzeugten kaum Gefahr. Stattdessen scheiterte Seferovic nach einem Konter frei vor Hradecky am Keeper (90.+1).

Hannover gastiert am kommenden Dienstag (20.30 Uhr) in der zweiten Runde des DFB-Pokals in Darmstadt, für die Eintracht geht es am selben Tag (19 Uhr) zum FC Erzgebirge Aue. In der Bundesliga müssen die 96er am Sonntag, den 1. November (17.30 Uhr), in Hamburg ran, während Frankfurt schon freitags (20.30 Uhr) Spitzenreiter Bayern München empfängt.

1. Bundesliga, 2015/16, 10. Spieltag
Hannover 96 - Eintracht Frankfurt 1:2
Hannover 96 - Eintracht Frankfurt 1:2
Zähne zeigen

96-Trainer Michael Frontzeck
© Getty Images

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24.10.15
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hannover 96
Aufstellung:
Zieler (3) - 
H. Sakai (4,5) , 
Marcelo (3,5) , 
C. Schulz (4)    
Albornoz (4) - 
Schmiedebach (4,5)    
S. Sané (4)    
Andreasen (4,5) , 
Kiyotake (3,5) , 
Klaus (3,5)        
A. Sobiech (4,5)    

Einwechslungen:
66. Erdinc für A. Sobiech
70. Saint-Maximin für Schmiedebach
85. Felipe für Klaus

Trainer:
Frontzeck
Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Hradecky (3) - 
Hasebe (4) , 
Zambrano (4)    
Russ (3)    
Djakpa (3) - 
Stendera (2)            
Reinartz (4,5)        
Aigner (3,5)    
Meier (3)    
Oczipka (4) - 
Seferovic (4,5)    

Einwechslungen:
54. Medojevic (3,5) für Reinartz
86. Flum für Stendera
90. + 1 Chandler für Aigner

Trainer:
Veh

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Klaus (51., Linksschuss, Kiyotake)
1:1
Stendera (57., Linksschuss, Meier)
1:2
Stendera (65., Rechtsschuss, Aigner)
Gelbe Karten
Hannover:
S. Sané
(4. Gelbe Karte)
E. Frankfurt:
Reinartz
(2. Gelbe Karte)
,
Russ
(4.)
,
Seferovic
(3.)
,
Zambrano
(3.)

Spieldaten

Hannover 96       Eintracht Frankfurt
Tore 1 : 2 Tore
 
Torschüsse 10 : 5 Torschüsse
 
gespielte Pässe 483 : 619 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 375 : 519 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 108 : 100 Fehlpässe
 
Passquote 78% : 84% Passquote
 
Ballbesitz 44% : 56% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 56% : 44% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 13 : 14 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 12 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 3 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
24.10.2015 15:30 Uhr
Stadion:
HDI Arena, Hannover
Zuschauer:
44200
Spielnote:  4
im ersten Durchgang an Langeweile kaum zu überbieten. Nach der Pause steigerten beide Teams ihr Offensivbemühen, ohne jedoch hochklassig zu werden.
Chancenverhältnis:
3:4
Eckenverhältnis:
3:2
Schiedsrichter:
Felix Zwayer (Berlin)   Note 2,5
ohne Probleme in einem weitestgehend ruhigen Spiel. Richtig, beim unabsichtlichen Russ-Handspiel (9.) nicht auf Strafstoß zu entscheiden.
Spieler des Spiels:
Marc Stendera
Die Entschlossenheit eines Marc Stendera, die drohende Pleite zum Sieg umzuwandeln, war imponierend ? je ein satter Schuss mit links und rechts.