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Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen

2
:
1

Halbzeitstand
2:1
Hertha BSC

Hertha BSC


BAYER 04 LEVERKUSEN
HERTHA BSC
15.
30.
45.





60.
75.
90.







Lewandowskis Debüt geglückt - Hertha seit acht Spielen sieglos

Kießling schaltet schnell, Brandt beweist Gefühl

Sascha Lewandowski ist mit einem Sieg in seine zweite Amtszeit als Trainer bei Bayer Leverkusen gestartet. Die Werkself bezwang Hertha BSC letztlich verdient mit 2:1 und schob sich dadurch wieder auf Platz vier in der Tabelle vor. Die "Alte Dame" muss sich dabei vor allem einen verschlafenen Start ankreiden lassen und läuft nach dem achten sieglosen Spiel in Folge Gefahr, endgültig im Niemandsland der Tabelle zu versumpfen.

Stefan Kießling und Julian Brandt (re.)
Torschützen unter sich: Stefan Kießling und Julian Brandt (re.).
© Getty ImagesZoomansicht

Sascha Lewandowski änderte bei seiner Rückkehr auf die Leverkusener Trainerbank nur Nuancen und vertraute weitgehend auf die Elf, die in der Vorwoche beim HSV mit 1:2 das Nachsehen gehabt hatte. Auf der Gegenseite stellte Herthas Übungsleiter Jos Luhukay im Vergleich zum 1:1 gegen Hoffenheim gleich viermal um: Kobiashvili, van den Bergh, Cigerci (nach Gelb-Sperre) und Wagner spielten für Ndjeng, Brooks, Ronny und Ramos (Muskelquetschung im Oberschenkel).

Die Partie begann direkt mit einem Paukenschlag: Hertha war noch dabei, sich zurechtzufinden, da leiteten die Leverkusener einen durchdachten Angriff über rechts ein: Donati hatte Platz, flankte präzise und scharf nach innen, wo sich Kießling freilief und per Kopf einnetzte - da waren gerade mal 40 Sekunden gespielt. Es war ein Traumstart für die Werkself, die unmittelbar danach gegen schläfrige Berliner direkt hätte nachlegen können, Castro verzog aber knapp (3.).

Erst danach fing sich die "Alte Dame" und schaffte es, das Duell fortan offener zu gestalten. Die Hertha verdichtete nun das Mittelfeld und schnitt so Kießling von seinem Mitspielern ab, konnte offensiv gegen lauffreudige Rheinländer allerdings nicht punkten. Abschlüsse blieben weiterhin das Metier der Leverkusener: Boenischs Hammer klatschte ans linke Lattenkreuz (19.). Vier Minuten später setzten die Gäste schließlich ein erstes Ausrufezeichen über Ben-Hatira, der zumindest nach Lattentreffern ausglich. Im direkten Gegenzug setzte Bayer jedoch den nächsten Stich: Son spurtete auf links los und bediente im Sechzehner den mitgelaufenen Brandt, der den Ball technisch gekonnt per Direktabnahme über Kraft hinweg ins lange Eck chipte (24.).

Die Partie kam zuweilen recht seltsam daher. Abgesehen von den Toren und den zwei Lattentreffern passierte im Grunde nichts. Hüben wie drüben leisteten sich die Akteure schlicht zu viele leichte Fehler, sodass strukturierte Angriffe absoluten Seltenheitswert hatten. Vor allem Hertha strahlte aus dem Spiel heraus praktisch gar keine Gefahr aus, nutzte dann aber einen ruhenden Ball zum Anschluss: Cigercis Freistoßflanke von der linken Außenbahn fand im Zentrum Wagner, der per Kopf den 2:1-Halbzeitstand markierte (38.).

Luhukays Maßnahmen zünden nicht - Bayer rettet sich über die Zeit

Sandro Wagner bejubelt seinen soeben erzielten Anschlusstreffer
Fingerzeig: Sandro Wagner bejubelt seinen soeben erzielten Anschlusstreffer.
© Getty Images

Luhukay reagierte in der Pause und brachte Schulz für Ben-Hatira zum zweiten Durchgang. Die Idee dahinter war wohl, das brach liegende Flügelspiel der eigenen Mannschaft zu beleben, um so die enorme Kopfballstärke von Wagner besser nutzen zu können. Aus diesem Plan wurde nichts, da sich nach Wiederanpfiff beide Teams vorwiegend in intensiven Zweikämpfen aufrieben und es daher vor beiden Toren ruhig blieb. Im Ansatz hatten die Hausherren allerdings weiterhin mehr Zug zum Tor, was nicht zuletzt Halbchancen von Can (52.) und Son (53.) belegten.

Bei den Gästen wurde das Risiko in der 57. Minute erhöht: Baumjohann kam für Kobiashvili. Berlin war damit nominell deutlich offensiver ausgerichtet und erhöhte nun auch die Schlagzahl. Jedenfalls störten die Berliner früher, konnten Bayer damit aber dennoch nicht wirklich in Bedrängnis bringen. Lediglich Allagui sorgte mit einer Einzelaktion für Wirbel (62.). Die besseren Möglichkeiten hatte demnach weiter Bayer, das nach 70 Minuten beinahe ohne eigenes Zutun gejubelt hätte: Van den Bergh rettete jedoch auf der Linie bei einem missglückten Klärungsversuch von Wagner. Dann rückte Schiedsrichter Tobias Stieler ins Rampenlicht, als er gleich zweimal Leverkusener Forderungen nach Handelfmetern (74., van den Bergh; 77., Langkamp) nicht nachkam - vor allem der zweite wäre jedoch ein Strafstoß gewesen. Am Ende fiel das aber nicht sonderlich ins Gewicht, da die Werkself den Dreier letzten Endes in einer spannenden Schlussphase dennoch über die Zeit brachte.

Leverkusen ist wieder am nächsten Sonntag (15.30 Uhr) in Nürnberg gefordert, die Hertha greift tags zuvor zur gleichen Zeit in Augsburg ins Bundesliga-Geschehen ein.

1. Bundesliga, 2013/14, 30. Spieltag
Bayer 04 Leverkusen - Hertha BSC 2:1
Bayer 04 Leverkusen - Hertha BSC 2:1
Motivator

Sascha Lewandowski (li.) motiviert Heung Min Son. Bis Saisonende soll der neue Trainer das Ruder herumreißen.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Leno (3) - 
Donati (3)    
Toprak (3) , 
Spahic (4,5) , 
Boenisch (4) - 
L. Bender (3)    
Can (4) - 
Brandt (2,5)        
Castro (4,5)    
Son (4) - 
Kießling (2,5)    

Einwechslungen:
71. Rolfes für Castro
89. Öztunali für Brandt

Trainer:
Lewandowski
Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (3) - 
Pekarik (3,5) , 
S. Langkamp (4,5) , 
Kobiashvili (5)        
Hosogai (4) - 
Skjelbred (5)    
Cigerci (4)    
Allagui (4) , 
Ben-Hatira (5)    
Wagner (3,5)    

Einwechslungen:
46. N. Schulz (4,5) für Ben-Hatira
57. Baumjohann (4) für Kobiashvili
71. Ronny für Skjelbred

Trainer:
Luhukay

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Kießling (1., Kopfball, Donati)
2:0
Brandt (24., Rechtsschuss, Son)
2:1
Wagner (38., Kopfball, Cigerci)
Gelbe Karten
Leverkusen:
Donati
(4. Gelbe Karte)
Hertha:
Cigerci
(6. Gelbe Karte)

Spieldaten

Bayer 04 Leverkusen       Hertha BSC
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 17 : 9 Torschüsse
 
gespielte Pässe 464 : 398 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 336 : 279 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 128 : 119 Fehlpässe
 
Passquote 72% : 70% Passquote
 
Ballbesitz 53% : 47% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 55% : 45% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 17 : 13 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 13 : 17 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 1 Abseits
 
Ecken 7 : 2 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
13.04.2014 15:30 Uhr
Stadion:
BayArena, Leverkusen
Zuschauer:
29377
Spielnote:  4
viele Ungenauigkeiten in einer Partie, die vor allem nach der Pause wenig Highlights lieferte und sich insgesamt auf einem schwachen Niveau bewegte.
Chancenverhältnis:
7:3
Eckenverhältnis:
7:2
Schiedsrichter:
Tobias Stieler (Hamburg)   Note 5
Wagner stand beim Anschlusstor wohl minimal im Abseits, das war aber auch anhand der TV-Bilder nur schwer zu erkennen, das Handspiel von Langkamp war elfmeterwürdig (77.), das von van den Bergh richtigerweise nicht (74.), bei einer Reihe von Freistoßentscheidungen lag er falsch, auch Gelb für Donati (79.) war überzogen.
Spieler des Spiels:
Stefan Kießling
Erzielte das wichtige 1:0. Rackerte viel und brachte sich immer wieder gefährlich in Position.

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