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Bayern München

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Borussia Dortmund

 
Bayern München

0:3 (0:1)

Borussia Dortmund
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Bayern München
Borussia Dortmund
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.













Rafinha sieht Rot - FCB verliert zum zweiten Mal in Folge

Mkhitaryan zeigt, was er kann

FC Bayern München vs. Borussia Dortmund - sicherlich zwei Vereinsnamen, die in den letzten Jahren in Deutschland für die meisten und vor allem schönsten Fußballschlagzeilen sorgten, ganz zu schweigen vom Champions-League-Finale 2013. Während der FCB amtierender und neuer deutscher Meister ist, konnte sich der BVB die Titel 2011 und 2012 sichern. Keine Frage, dass dieses Duell viel Prestige bot - welches sich dieses Mal die Westfalen sicherten. Mit 3:0 sollten die Schwarz-Gelben nämlich siegen.

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Wahrlich keine B-Elf auf beiden Seiten

Münchens Trainer Josep Guardiola fuhr nach dem 3:1-Erfolg gegen ManUnited in der Königsklasse und vor dem Pokalspiel gegen Kaiserslautern drei Veränderungen auf und bot demnach eine gute Elf auf: Boateng, Kroos und Müller mussten auf der Bank ihren Platz einnehmen, dafür rückten Rafinha, Schweinsteiger und Martinez herein.

BVB-Coach Jürgen Klopp rotierte nach der 2:0-Gala gegen Real Madrid in der Champions-League zwar fünfmal - doch eine B-Elf war dies wahrlich ebenfalls nicht: Piszczek, Friedrich, Kirch, Jojic und der baldige Münchner Lewandowski wurden durch Sokratis, Kehl, Sahin, Hofmann und Aubameyang vertreten.

Borussia Dortmund
Die Führung war für den BVB ob des guten Pressings nicht unverdient.
© Getty ImagesZoomansicht

Klar, rein sportlich ging es für die Münchner um nichts mehr, doch im Vorfeld hatte Guardiola verkündet, dass der FCB ohnehin nur gut ist, "wenn wir Vollgas geben". Zudem schwebte neben der Portion Prestige auch eine klare Bilanz über der Begegnung: Aus den letzten sieben Ligaspielen gegen den BVB wurde nur eines (!) gewonnen, das 3:0 in der Hinrunde. Und weil die Dortmunder zudem Schalke im Nacken sitzen haben, brauchten die Schwarz-Gelben die Punkte ohnehin. Klopps kurze Aussage dazu: "Wir haben nicht vor, etwas zu verschenken."

Pressing deluxe vom BVB

Vom Anpfiff weg war das Selbstvertrauen der Dortmunder, das sie von der 2:0-Gala unter der Woche gegen Real Madrid abgeschöpft hatten, zu spüren. Der Ball wurde zwar der Kurzpassmaschinerie München überlassen, doch das kompensierten die Westfalen über die gesamten ersten 45 Minuten durch formidables Pressing. Die Dortmunder Doppelsechs Kehl und Sahin stand so hoch, dass an der Mittellinie keinerlei Kurzpässe mehr möglich waren. Die Räume, sie waren dicht. So mussten sich die Münchner mit Rückpässen auf die Viererkette begnügen, die sich natürlich nicht mit langen und hohen Pässen befreien wollten. Das Spiel des Rekordmeisters verlagerte sich demnach auf die Außen und zu Robben und Ribery, die allerdings zum Großteil von Durm und Mkhitaryan beziehungsweise von Großkreutz und Hofmann am Durchstarten gehindert wurden.

Jürgen Klopp
Sah ein starkes Spiel seines Teams: BVB-Coach Jürgen Klopp.
© Getty ImagesZoomansicht

Chancen? Gab es lange Zeit nicht! Warum? Weil sich der Gastgeber eben nicht vom passbetonten Spiel trennen wollte und die Westfalen sich nach zahlreichen Balleroberungen nur unzureichend nach vorne kombinieren konnten. Auch einige Fehlpässe von Dante blieben ungenutzt.

Ertrag durch den "Gescholtenen"

Die erste richtige Chance der Partie erspielten sich schließlich die Schwarz-Gelben, und wussten diese direkt zum 1:0 zu nutzen: Der BVB-Express rollte dabei anfangs über rechts an, erarbeitete sich einen Einwurf. Der kam von Hofmann in den Strafraum zu Aubameyang, der direkt weiterleitete zu Reus. Der Nationalspieler hatte final das Auge für Mkhitaryan, der letztlich knochentrocken vollendete (20.). Sicherlich Balsam auf die Seele des Armeniers, der gegen die Madrilenen einige Gelegenheiten vergeben hatte. Aubameyang forderte kurz danach Nationaltorhüter Neuer per Distanzschuss (22.). Es dauerte bis ans Ende des ersten Durchgangs, ehe sich der Meister eine gute Gelegenheit erarbeitete: Im Zentrum stellten sich drei Münchner auf, die sich allesamt in den Rückraum fallen ließen. Rafinha auf rechts erkannte dies und schlug auf Mandzukic eine präzise Flanke. Der Kroate probierte es direkt, feuerte den Ball allerdings direkt in die Arme von Schlussmann Weidenfeller (43.).

Eiskalter Nachschlag

Der zweite Durchgang begann genau wie der erste: Dortmund presste wie bisher und der FCB hielt mit wenig Willen dagegen. Die Strafe dafür folgte auf dem Fuß: Nach einer Ecke verlor erst Ribery das Leder an der Strafraumkante an Durm, der Mkhitaryan in Szene setzte. Der Armenier bediente Aubameyang auf rechts, der wiederum Stürmer Reus im Strafraum fand - 2:0 (49.). Doch damit nicht genug, denn auch Hofmann durfte noch einnetzen. Dabei ließen sich die Münchner mit einem langen Sokratis-Ball überwinden, sodass der Jungspund frei vor dem Torhüter keine Probleme mehr hatte (56.).

Apropos Torwart: Nationalspieler Neuer musste zur Pause wegen Wadenproblemen runter, wurde durch Bundesliga-Debütant Raeder (20) ersetzt, der bei beiden Gegentreffern ohne Fortune blieb. In der Folge tat sich erst einmal lange der Eindruck auf, der FCB wolle ob des hohen Rückstands nicht einmal mehr verkürzen. Eine Fehleinschätzung: Erst tankte sich Götze alleine durch den Strafraum, überließ das Leder dann Mandzukic, der aber vergab (71.). Schweinsteiger verzog eine Minute später nur hauchzart einen Distanzschuss. Dante vergab eine weitere Gelegenheit nach einer Ecke (73.).

Rafinha fährt die "Krallen" aus

In der Folge fing sich der BVB erneut, machte die Räume wieder enger und erarbeitete sich durch kleinere Vorstöße Zeit, um die Ordnung in der Defensive wieder aufbauen zu können. Bis auf ein Abseitstor von Mandzukic gelang dies auch bis zum Schlusspfiff (83.). Demnach blieb es beim 3:0 für den BVB, der damit Schalke 04 wieder auf drei Zähler distanzierte, während der FCB zum zweiten Mal in Folge in der Bundesliga verlor. Einen unschönen Höhepunkt gab es obendrein in der Nachspielzeit: Rafinha sah wegen einer klaren Tätlichkeit an Mkhitaryan die Rote Karte (90.+1).

Bayern trifft am Mittwoch (20.30 Uhr) im DFB-Pokal auf Kaiserslautern, Dortmund empfängt bereits am Dienstag und zur gleichen Zeit den VfL Wolfburg. In der Bundesliga geht es für Bayern am Samstag (15.30 Uhr) in Braunschweig weiter, der BVB empfängt zeitgleich Mainz 05.

1. Bundesliga, 2013/14, 30. Spieltag
Bayern München - Borussia Dortmund 0:3
Bayern München - Borussia Dortmund 0:3
Freundschaftlich...

... begrüßte BVB-Coach Jürgen Klopp und seinen ehemaligen Zögling Mario Götze (re.)
© Getty Images

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12.04.14
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayern München
Aufstellung:
Neuer (3)    
Rafinha (5)    
Javi Martinez (5)    
Dante (5) , 
Alaba (4) - 
Lahm (4,5)    
Robben (4)    
M. Götze (4,5) , 
Ribery (4,5)    

Einwechslungen:
46. Raeder (4) für Neuer
60. T. Müller (4) für Ribery
69. T. Kroos     für Robben

Trainer:
Guardiola
Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (3) - 
Großkreutz (3,5) , 
Sokratis (2) , 
Hummels (2)    
Durm (2,5) - 
Kehl (2)    
Sahin (2,5) - 
Hofmann (2,5)            
H. Mkhitaryan (1,5)        
Reus (1,5)    
Aubameyang (3)    

Einwechslungen:
62. Lewandowski für Hofmann
70. M. Friedrich für Hummels
76. Jojic für Aubameyang

Trainer:
Klopp

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
H. Mkhitaryan (20., Linksschuss, Reus)
0:2
Reus (49., Linksschuss, Aubameyang)
0:3
Hofmann (56., Rechtsschuss, Sokratis)
Rote Karten
Bayern:
Rafinha
(90. + 1, Tätlichkeit, H. Mkhitaryan)
Dortmund:
-
Gelbe Karten
Bayern:
Javi Martinez
(2. Gelbe Karte)
,
T. Kroos
(5., gesperrt)
Dortmund:
Hofmann
(1. Gelbe Karte)
,
H. Mkhitaryan
(6.)

Spieldaten

Bayern München       Borussia Dortmund
Tore 0 : 3 Tore
 
Torschüsse 14 : 9 Torschüsse
 
gespielte Pässe 685 : 283 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 585 : 189 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 100 : 94 Fehlpässe
 
Passquote 85% : 67% Passquote
 
Ballbesitz 71% : 29% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 52% : 48% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 17 : 13 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 15 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 9 Abseits
 
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Spielinfo

Anstoß:
12.04.2014 18:30 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena, München
Zuschauer:
71000 (ausverkauft)
Spielnote:  2
ein intensives Spiel mit taktisch hervorragend eingestellten Dortmundern sowie schönen Spielzügen.
Chancenverhältnis:
4:6
Eckenverhältnis:
12:2
Schiedsrichter:
Felix Zwayer (Berlin)   Note 2,5
eine korrekte Rote Karte für Rafinha; bis auf zwei Fehler bei Abseitsentscheidungen (Götze und Aubameyang) voll auf der Höhe; dass Mandzukic beim vermeintlichen 1:3 wohl knapp nicht im Abseits stand, war schwer zu erkennen.
Spieler des Spiels:
Henrikh Mkhitaryan
Vollstreckte eiskalt zur Führung, leitete das zweite Tor gekonnt ein, überzeugte als guter Ballverteiler.
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