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Eintracht Braunschweig

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Hamburger SV

 
Eintracht Braunschweig

4:2 (0:1)

Hamburger SV
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Eintracht Braunschweig
Hamburger SV
1.
15.
30.
45.







46.
60.
75.
90.

















Der HSV verliert das siebte Spiel am Stück

Kumbela lässt den Dino alt aussehen

In einem intensiv geführten Abstiegsduell (Elf Gelbe Karten sprechen eine deutliche Sprache) hatten die Braunschweiger das bessere Ende für sich. Mit der Einwechslung des dreifachen Torschützen Kumbela bewies Torsten Lieberknecht ein glückliches Händchen. Das erste Saisonspiel der Braunschweiger mit mehr als zwei erzielten Toren stürzt den HSV noch weiter in die Krise. Die Hanseaten verloren die vergangenen sieben Spiele am Stück.

Drei Tore als Joker: Domi Kumbela.
Drei Tore als Joker: Domi Kumbela.
© picture-allianceZoomansicht

Braunschweigs Coach Torsten Lieberknecht nahm zwei Veränderungen in seiner Startelf gegenüber der 0:3-Pleite in Frankfurt vor: Correia verdrängte Dogan auf die Bank und Boland ersetzte den am Oberschenkel verletzten Kratz. HSV-Trainer Bert van Marwijk wechselte nach dem 0:5-Pokaldebakel gegen Bayern München unter der Woche vier Mal: Der am Knöchel verletzte Badelj wurde durch Bouy ersetzt. Dazu meldete sich Lasogga nach überstandenen Muskelfaserriss gesund und verdrängte Calhanoglu auf die Bank. Diekmeier und Sobiech begannen zudem für Lam und Tah.

Mit viel Kampf und wenig spielerischen Glanzpunkten begann die Partie. Immer wieder versuchten es die Hausherren über die linke Seite mit Bellarabi den HSV in Probleme zu bringen. Die Zuspiele in die Mitte waren aber zu unpräzise um die wackelige HSV-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Ein Kopfball von Nielsen, der aber deutlich über Adlers Tor ging, blieb die einzige Torszene der Braunschweiger (7.).

So sehr sich die Offensivkräfte der Eintracht auch mühten, es fehlten die zündenden Ideen um eine vorsichtig, aber zunächst fehlerfrei agierende HSV-Abwehr in Schwierigkeiten zu bringen. Dafür passierte der entscheidende Fehler auf der anderen Seite. Jansen beförderte einen Einwurf hoch in den Braunschweiger Strafraum. Dort kam Lasogga an den Ball und produzierte eine Bogenlampe Richtung Tor. Keeper Davari stand für diesen Ball völlig falsch, so dass dieser unberührt ins Netz hüpfte (23.).

Braunschweig wirkte in der Folgezeit geschockt. Der HSV versuchte nachzulegen und intensivierte seine Offensivbemühungen. Allerdings zeigten die Hansestädter, dass ihnen das Selbstvertrauen auch in der Offensive abhanden gekommen war. Es lief wenig zusammen. Ein Freistoß von van der Vaart aus großer Distanz, den Davari gerade noch um den Pfosten lenkte, blieb die einzige HSV-Möglichkeit, vor der Pause zu erhöhen (35.).

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Auf der Gegenseite erhöhten die Braunschweiger zwar den kämpferischen Einsatz, was der Lieberknecht-Elf die eine oder andere Gelbe Karte einbrachte, echte Tormöglichkeiten wollten dabei aber nicht herausspringen. Bei allem Aufwand, den die Hausherren betrieben, wurde Adler im HSV-Tor bis zur Pause kaum gefordert.

Zum Wiederanpfiff erhöhte Torsten Lieberknecht das Risiko und brachte mit Kumbela einen zweiten Stürmer für Theuerkauf. Diese Maßnahme sollte sich sofort auszahlen: In der 51. Minute führten die Braunschweiger eine Ecke kurz aus. Bellarabi flankte den Ball in die Mitte. Dort ließ Adler die Kugel unbedrängt abtropfen. Kumbela war sofort zur Stelle und staubte zum Ausgleich ab.

Damit war das Momentum des Spiels in Richtung der Hausherren gekippt. Das Publikum war wieder aufgewacht und peitschte das Heimteam nach vorne. Der HSV nahm den offenen Schlagabtausch an. Dabei hatte Jansen Pech, dass Boland in der 58. Minute seinen Schuss von der Linie bugsierte.

Die Braunschweiger ließen sich in dieser Phase nicht aus dem Konzept bringen. Gegen die wackelige HSV-Abwehr wollten sie nachlegen. Dies gelang in der 61. Minute: Boland brachte einen Freistoß von der rechten Strafraumseite flach in die Mitte. Dort reagierte Kumbela am schellsten und beförderte die Kugel aus kurzer Distanz unhaltbar ins Tor von Adler.

Der HSV gab sich aber nicht geschlagen und zeigte Moral. Nachdem die van Marwijk-Schützlinge auf Offensive umgestellt hatten, erwischten sie die Hausherren auf dem falschen Fuß. Eine flache Hereingabe von Diekmeier konnte die Abwehr nicht klären. Das Leder kam zu Ilicevic, der mit dem Außenrist technisch anspruchsvoll erneut den Ausgleich erzielte (76.).

Dies war nur der Auftakt für eine furiose Schlussphase. Die Hausherren wollten sich mit der Punkteteilung nicht abfinden und intensivierten noch einmal das Spiel nach vorne. Dabei erhielten sie Unterstützung von HSV-Keeper Adler. Dieser beförderte bei der Abwehr eines Bellarabi-Freistoßes den Ball genau auf Bicakcic. Der Verteidiger reagierte sofort und beförderte das Leder vor das Tor. Dort war wieder Kumbela der Schnellste und mogelte den Ball zum 3:2 über die Linie (85.).

Der HSV war nun gezwungen, in den letzten Minuten mit voller Wucht anzurennen. Dabei wurden die Hansestädter natürlich anfällig für Konter. Die erste Möglichkeit verzog Bellarabi noch knapp (90.+2.), doch kurze Zeit später war es um den "Dino" geschehen. Erneut Bellarabi narrte an der rechten Torauslinie Westermann und Arslan. In aller Ruhe legte er in die Mitte ab, wo Hochscheidt nur noch zur endgültigen Entscheidung ins Tor schieben musste (90.+3.).

Für Braunschweig geht es am nächsten Samstag (15.30 Uhr) in Nürnberg weiter, der HSV empfängt zeitgleich Borussia Dortmund.

1. Bundesliga, 2013/14, 21. Spieltag
Eintracht Braunschweig - Hamburger SV 4:2
Eintracht Braunschweig - Hamburger SV 4:2
Läuft seine Zeit ab?

Der stark in der Kritik stehende HSV-Coach Bert van Marwijk vor dem wegweisenden Kellerduell in Braunschweig.
© Getty Images

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15.02.14
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Braunschweig
Aufstellung:
Davari (4,5) - 
Kessel (5) , 
Bicakcic (4) , 
Correia (3) , 
Reichel (4)        
Theuerkauf (4)        
Elabdellaoui    
Boland (3,5)    
Hochscheidt (3,5)        
Bellarabi (2)    
Nielsen (4,5)    

Einwechslungen:
26. Pfitzner (2,5) für Elabdellaoui
46. Kumbela (1)                 für Theuerkauf
90. + 2 Dogan für Nielsen

Trainer:
Lieberknecht
Hamburger SV
Aufstellung:
Adler (6) - 
Diekmeier (4)    
L. Sobiech (4) , 
Westermann (5)    
Jansen (5) - 
Rincon (5)        
Bouy (5,5)    
John (5)    
van der Vaart (5)        
Ilicevic (4)    
Lasogga (2,5)    

Einwechslungen:
52. Arslan (5)     für van der Vaart
64. Calhanoglu für Rincon
84. Zoua für John

Trainer:
van Marwijk

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Lasogga (23., Kopfball, Jansen)
1:1
Kumbela (51., Rechtsschuss)
2:1
Kumbela (61., Linksschuss, Boland)
2:2
Ilicevic (76., Rechtsschuss)
3:2
Kumbela (85., Rechtsschuss, Correia)
4:2
Hochscheidt (90. + 3, Rechtsschuss, Bellarabi)
Gelbe Karten
Braunschweig:
Bellarabi
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Boland
(4.)
,
Theuerkauf
(9.)
,
Reichel
(3.)
,
Kumbela
(2.)
,
Hochscheidt
(1.)
HSV:
Diekmeier
(3. Gelbe Karte)
,
Rincon
(2.)
,
Westermann
(3.)
,
Bouy
(1.)
,
Arslan
(9.)

Spieldaten

Eintracht Braunschweig       Hamburger SV
Tore 4 : 2 Tore
 
Torschüsse 13 : 18 Torschüsse
 
gespielte Pässe 291 : 285 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 185 : 169 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 106 : 116 Fehlpässe
 
Passquote 64% : 59% Passquote
 
Ballbesitz 50% : 50% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 51% : 49% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 14 : 24 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 24 : 14 Gefoult worden
 
Abseits 7 : 0 Abseits
 
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Spielinfo

Anstoß:
15.02.2014 15:30 Uhr
Stadion:
Eintracht-Stadion, Braunschweig
Zuschauer:
23200 (ausverkauft)
Spielnote:  2
irre Dramaturgie und unglaublich hohe Intensität - das tröstet über spielerische Mängel und die hohe Fehlerquote hinweg.
Chancenverhältnis:
9:5
Eckenverhältnis:
7:8
Schiedsrichter:
Knut Kircher (Rottenburg)   Note 1
behielt die giftige, hektische Partie mit einer klaren Linie stets unter Kontrolle, strahlte Ruhe aus und schritt im richtigen Moment ein.
Spieler des Spiels:
Domi Kumbela
Drehte die Partie mit drei Joker-Toren und wurde zum Helden.
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