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Hannover 96

Hannover 96

2
:
0

Halbzeitstand
1:0
Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt


HANNOVER 96
EINTRACHT FRANKFURT
15.
30.
45.







60.
75.
90.











Hannover beendet Negativserie - Lanig fliegt vom Platz

Huszti bricht Frankfurter Willen

Frankfurt kann in Hannover einfach nicht mehr gewinnen. Die Hessen unterlagen in einem lange Zeit ziemlich einseitigem Duell bei den 96ern letztlich verdient mit 0:2 und warten somit seit dem 14. November 1987 auf einen Dreier bei den Roten. Zu allem Überfluss verschärft die Pleite die sportliche Krise bei den Hessen, die damit zum neunten Mal in Serie in der Bundesliga sieglos blieben. Auf der anderen Seite beendeten die Hannoveraner ihre Negativserie von zuvor sieben sieglosen Partien nacheinander.

Hannoveraner bejubeln das soeben von Diouf (2.v.re.) erzielte 1:0
"Rote" Freude: Hannoveraner bejubeln das soeben von Diouf (2.v.re.) erzielte 1:0.
© Getty ImagesZoomansicht

Hannovers Trainer Mirko Slomka brachte nach der 1:3-Niederlage in Hamburg drei Neue: Marcelo kehrte nach abgesessener Rot-Sperre in die Viererkette zurück und vertrat Sané (Gelb-Rot-Sperre), im Mittelfeld ersetzte Hoffmann den verletzten Stindl (Muskelfaserriss in der Wade), während Sobiech anstelle von Schlaudraff stürmte.

Frankfurts Coach Armin Veh wechselte nach dem 1:0-Sieg bei Girondins Bordeaux in der Europa League ebenfalls dreimal: Lanig, Inui und Schröck spielten für Rode (Knöchelprobleme), Kempf und Joselu. Das bedeutete, dass die fraglichen Meier (Patellasehnenentzündung im Knie) und Anderson (Oberschenkelzerrung) nicht rechtzeitig fit geworden waren.

Hannover legte vom Anpfiff weg forsch los und erspielte sich rasch klare optische Vorteile - das belegten die Zahlen: Die 96er hatten nach der ersten Viertelstunde 73 Prozent Ballbesitz, eine starke Zweikampfquote von 83 Prozent und eine ebenso hohe Passquote. Sprich: Die Roten waren in allen Belangen überlegen, nur fehlte es ihnen zunächst an Kaltschnäuzigkeit im Abschluss - Andreasen (9.) und Marcelo (10.) vergaben dabei die bis dato besten Möglichkeiten. Die 96er kamen zu zahlreichen Standards, trafen dann aber aus dem Spiel heraus: Prib tanzte auf der linken Seite Zambrano aus und flankte anschließend präzise nach innen zu Diouf, der aus fünf Metern wuchtig in die Maschen einköpfte (24.).

Die Führung war hochverdient, und die Niedersachsen drückten weiter aufs Gaspedal. In der 28. Minute lagen sich die 96-Anhänger dann abermals in den Armen, Sobiech hatte aus der Distanz den in dieser Szene unglücklich agierenden Trapp bezwungen. Schiedsrichter Günter Perl hatte den vermeintlichen Treffer zunächst gegeben, seine Entscheidung dann nach Absprache mit Assistent Michael Emmer aber zu Recht revidiert, da Sobiech zuvor im Abseits gestanden hatte.

Ampelkarte für Lanig - Vehs frühzeitiger Abgang

Hannovers Huszti im Duell mit Zambrano (re.)
Ballkünstler: Hannovers Huszti im Duell mit Zambrano (re.).
© Getty ImagesZoomansicht

Am Spielverlauf änderte sich danach nichts: Hannover blieb überlegen und strahlte mehr Gefahr aus als die Hessen, die im ersten Durchgang mit Ausnahme von Kadlec' von Prib geblocktem Drehschuss (41.), keine wirklich zwingende Möglichkeit verbuchen konnten. Weil auf der anderen Seite die Roten das Runde aber kein weiteres Mal ins Eckige brachten, änderte sich am Halbzeitstand nichts mehr.

Veh reagierte zum zweiten Durchgang, brachte Joselu für Schröck und stellte zudem sein System von 4-2-3-1 auf 4-4-2 mit Raute um. Es half nichts - das Spiel der Gäste war einfach zu fehlerbehaftet. Und dann nahm das Unheil seinen Lauf: Zuerst ging der bereits verwarnte Lanig zu risikoreich in den Zweikampf gegen Sobiech und handelte sich dabei die Ampelkarte ein (57.). Die Hessen bewiesen in Unterzahl große Moral und probierten es weiter, nur entwickelten sie dabei überhaupt keine Durchschlagskraft. Daran konnte Bakalorz, der in der 64. Minute sein Bundesliga-Debüt gab, nichts ändern.

Emotional wurde es schließlich nach 66 Minuten, als die Frankfurter vehement Elfmeter wegen eines vermeintlichen Fouls von Sakai an Schwegler forderten, diesen aber nicht bekamen. Im direkten Gegenzug ertönte Perls Pfeife jedoch, als Kadlec Prib aus der Balance brachte. Veh lamentierte an der Außenlinie und musste deshalb auf die Tribüne (67.). Es kam noch dicker für die Gäste, denn Huszti zwirbelte den folgenden Freistoß aus 16 Metern halblinker Position wunderbar in den rechten Torwinkel - 2:0 (68.).

Damit war der Wille der Hessen gebrochen. Die SGE brachte die Partie zwar mit Anstand zu Ende und hatte über Kadlec (79.) und Jung (82.) sogar noch im Ansatz gute Einschussgelegenheiten, konnte die nun clever agierenden Niedersachsen, bei denen der lange verletzte Cherundolo in der Nachspielzeit sein Comeback feierte, allerdings nicht mehr ernsthaft fordern und musste daher die Heimreise mit leeren Händen antreten.

Hannover ist im Pokal bereits ausgeschieden und deshalb erst wieder am Samstag (15.30 Uhr) in der Bundesliga beim VfB Stuttgart gefordert. Anders sieht die Lage bei den Frankfurtern aus, die zunächst am Mittwoch (20.30 Uhr) zu Hause gegen den SV Sandhausen den Viertelfinaleinzug im DFB-Pokal klar machen und am Samstag (15.30 Uhr) darauf - ebenfalls vor eigenem Publikum - gegen 1899 Hoffenheim drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren wollen.

1. Bundesliga, 2013/14, 14. Spieltag
Hannover 96 - Eintracht Frankfurt 2:0
Hannover 96 - Eintracht Frankfurt 2:0
In Adventsstimmung

Mirko Slomka präsentierte sich vor der Partie gegen Frankfurt gut gelaunt. Die Niedersachsen traten mit zwei Stürmern (Diouf/Sobiech) in der Startelf an.
© picture alliance

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02.12.13
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hannover 96
Aufstellung:
Zieler (3) - 
H. Sakai (3) , 
Marcelo (3)    
C. Schulz (2,5) , 
Prib (2,5) - 
Andreasen (3)    
Hoffmann (3,5) - 
Schmiedebach (4) , 
Huszti (2)        
M. Diouf (2,5)        
A. Sobiech (4)    

Einwechslungen:
70. Bittencourt für A. Sobiech
89. Schlaudraff für M. Diouf
90. + 1 Cherundolo für Huszti

Trainer:
Slomka
Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Trapp (4) - 
S. Jung (3,5) , 
Zambrano (4)        
Flum (4) , 
Oczipka (4) - 
Schwegler (4)    
Lanig (4,5)    
Schröck (5)    
Barnetta (5)    
Inui (4,5)    
Kadlec (5,5)

Einwechslungen:
46. Joselu (5) für Schröck
64. Bakalorz für Inui
73. Kempf für Zambrano

Trainer:
Veh

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
M. Diouf (24., Kopfball, Prib)
2:0
Huszti (68., direkter Freistoß, Linksschuss)
Gelb-Rote Karten
Hannover:
-
E. Frankfurt:
Lanig
(57.)

Gelbe Karten
Hannover:
Marcelo
(4. Gelbe Karte)
E. Frankfurt:
Barnetta
(1. Gelbe Karte)
,
Zambrano
(7.)

Besondere Vorkommnisse
Frankfurts Trainer Veh wurde wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen (66.).

Spieldaten

Hannover 96       Eintracht Frankfurt
Tore 2 : 0 Tore
 
Torschüsse 13 : 12 Torschüsse
 
gespielte Pässe 419 : 355 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 330 : 259 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 89 : 96 Fehlpässe
 
Passquote 79% : 73% Passquote
 
Ballbesitz 54% : 46% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 55% : 45% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 20 : 18 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 18 : 20 Gefoult worden
 
Abseits 6 : 1 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
01.12.2013 15:30 Uhr
Stadion:
HDI Arena, Hannover
Zuschauer:
40700
Spielnote:  4
zwar ein intensives Kampfspiel, aber spielerisch blieben beide Mannschaften sehr viel schuldig.
Chancenverhältnis:
7:2
Eckenverhältnis:
7:7
Schiedsrichter:
Günter Perl (Pullach)   Note 1,5
in einem hektischen Spiel bei schwierigen äußeren Bedingungen zeigte er eine gute Leistung, sehr schwer zu sehen, dass Sobiech bei seinem Tor zum vermeintlichen 2:0 vorher im Abseits stand (28.), ansonsten viele knifflige Entscheidungen, die aber allesamt vertretbar waren (Gelb-Rote Karte für Lanig; kein Elfmeterpfiff für Frankfurt beim Zweikampf Sakai gegen Schwegler, 65.; Freistoß für Hannover nach Rempler von Kadlec gegen Prib, 66.).
Spieler des Spiels:
Szabolcs Huszti
Umtriebiger Antreiber, der Mann der ruhenden Bälle. Die Krönung war sein Freistoß zum 2:0.