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Fortuna Düsseldorf

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VfL Wolfsburg

 

1:4 (0:0)

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Fortuna Düsseldorf
VfL Wolfsburg
1.
15.
30.
45.
46.
60.
75.
90.


















Sicherer Sieg der "Wölfe" im Spiel eins nach Magath

Düsseldorfs Festung hielt nur eine Halbzeit

Die Fortuna versuchte es mit einer defensiven Taktik und lauerte auf Konter. Dieses Konzept ging gegen den VfL Wolfsburg nur eine Halbzeit lang auf. Durch Schlafmützigkeiten in der Deckung gerieten die Meier-Schützlinge zu Beginn der zweiten Hälfte in Rückstand. Wolfsburg ließ sich die Führung daraufhin nicht mehr nehmen, konterte die Fortuna aus und fuhr den zweiten Saisonsieg ein.

Bisher ein seltenes Bild: Wolfsburger Torjubel in der Saison 2012/13.
Bisher ein seltenes Bild: Wolfsburger Torjubel in der Saison 2012/13.
© picture-allianceZoomansicht

Fortunen-Coach Norbert Meier stellte nach der 0:5-Pleite gegen Liga-Primus Bayern München seine Startelf auf zwei Positionen um: Im defensiven Mittelfeld verdrängte Fink Cha auf die Bank. Zentral hinter Schahin als einziger Spitze begann Voronin für Ilsö. VfL-Interimstrainer und eigentlicher U-23-Coach Lorenz-Günther Köstner krempelte die Startelf der "Wölfe" nach der 0:2-Pleite gegen den SC Freiburg in der Vorwoche gleich auf sechs Positionen um. Pogatetz, Rodriguez, Knoche und Kahlenberg mussten auf der Bank Platz nehmen. Vieirinha und Hasani standen gar nicht erst im Kader. Dafür begannen Kjaer, Schäfer, Josue, Polak, Hasebe und Diego.

Die Fortuna startete mit einer stark defensiven Ausrichtung in die Partie. Weit in der eigenen Hälfte erwarteten die Meier-Schützlinge die Angriffe des VfL und lauerten auf Konter. Die "Wölfe" hatten dadurch zwar viel Platz im Mittelfeld, konnten damit aber zunächst nicht viel anfangen. Diego & Co. fehlten die zündenden Ideen um das Abwehrbollwerk auszuhebeln.

Durch die Kontertaktik der Düsseldorfer waren Torchancen in der Anfangsphase Mangelware. Lediglich einmal ging ein Raunen durch das Stadion, als die Fortuna in der zwölften Minute einen gefährlichen Gegenangriff startete. Kruse setzte auf der rechten Seite Levels ein, dessen flache Hereingabe traf allerdings Schahin nicht mehr voll, so dass der Ball am Tor von Benaglio vorbeikullerte.

In der Folgezeit entwickelte sich ein Kampfspiel, dem allerdings die großen Torszenen fehlten. Die Gäste hatten immer wieder Probleme, die solide Abwehr der Düsseldorfer ins Wanken zu bringen. Auch Diegos Freistöße und Ecken beschworen keine große Gefahr herauf.

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Doch auch die Hausherren hatten mit ihrer Taktik in der Offensive keinen Erfolg. Die Wolfsburger blieben in der Abwehr vorsichtig und ließen sich von den wenigen vielversprechenden Gegenstößen der Fortuna nicht überraschen. Ohne große Strafraumszenen dümpelte die Partie bis zum Ende der ersten Hälfte dahin.

Dann hatten die Gäste gleich drei Möglichkeiten in 120 Sekunden. Zunächst bekam Düsseldorfs Bodzek eine von Kjaer verlängerte Ecke unglücklich an die Beine und beförderte den Ball Richtung eigenes Tor. Giefer konnte gerade noch retten (44.). Kurze Zeit später eroberte Diego den Ball gegen Bodzek und setzte Hasebe ein, der sofort auf Dost flankte. Den Kopfball des Niederländers konnte der Fortuna-Keeper gerade noch an die Latte befördern. Von dort sprang er ins Toraus (45.). Die anschließende Ecke sorgte erneut für Gefahr, doch Naldo köpfte den Ball unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff knapp am Tor vorbei.

Dost bricht den Bann

Lorenz-Günther Köstner
Lorenz-Günther Köstner löste beim VfL Wolfsburg die Blockaden.
© imago

Nach Wiederanpfiff knüpften die "Wölfe" an die Offensivpower kurz vor der Pause an und hatten dieses Mal Glück und Können auf ihrer Seite. In der 50. Minute schickte Polak mit einem Traumpass Olic auf die Reise. Der Kroate überlief Levels und flankte scharf in die Mitte. Dort brachte Dost den Fuß an den Ball und verwandelte aus kurzer Distanz zum Führungstreffer.

Köstners Team setzte gegen angeschlagen wirkende Gäste sofort nach und wurde belohnt. Diego tanzte am rechten Strafraumeck Lambertz aus und legte die Kugel diagonal zum zweiten Pfosten. Dort setzte sich Olic erneut gegen Levels durch und schob aus kurzer Distanz ein (52.). Sogar ein dritter Treffer wäre in dieser Phase binnen weniger Minuten möglich gewesen. Nach traumhafter Vorarbeit von Diego scheiterten jedoch Dost und Olic im Nachschuss an Giefer (55.).

Die Fortuna brauchte einige Minuten, um sich von dem Doppelschlag zu erholen und startete dann wütende Angriffe Richtung Benaglio. Die Wolfsburger Abwehr stand allerdings solide und ließ nichts zu.

Anders verhielt es sich mit der Fortuna-Defensive: Eine Schlafeinlage der Hausherren begünstigte in der 64. Minute den dritten VfL-Treffer. Hasebe schnappte sich einen Einwurf und setzte sich gegen passiv wirkende Fortunen ab. Völlig frei konnte der Japaner flanken. In der Mitte setzte sich Dost von seinem Bewacher ab und schob unbedrängt ein.

Die Hausherren wollten sich jedoch nicht geschlagen geben und erkämpften sich die Chance, in die Partie zurückzukommen. In der 70. Minute drang Fink mit dem Ball am Fuß in den Wolfsburger Strafraum ein. Olic verfolgte ihn, stellte sich dabei aber ungeschickt an und brachte den Düsseldorfer zu Fall. Schiedsrichter Tobias Welz entschied sofort und zu Recht auf Strafstoß. Diesen versenkte Langeneke sicher hinter Benaglio im Wolfsburger Netz (70.).

Die Hausherren setzten nach und hätten um ein Haar den Anschlusstreffer geschafft. Der eingewechselte Garbuschewski prüfte Benaglio mit einem Freistoß. Der Schweizer erwies sich jedoch als Meister seines Faches und hielt den Ball (73.).

Die Vorzeichen der Partie hatten sich jedoch gedreht. Jetzt lauerten die Wolfsburger auf Konter. Einer dieser Angriffe brachte in der 78. Minute die endgültige Entscheidung. Dost bediente den mitgelaufenen Diego zentral vor dem Tor. Fink versuchte noch zu retten, brachte den Wolfsburger dabei aber zu Fall. Elfmeter und Rot wegen Notbremse für Fink waren die Folge. Diego ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher links unten zum Endstand.

Die Düsseldorfer empfangen am Mittwoch (20.30 Uhr) in der 2. Runde des DFB-Pokals die Borussia aus Mönchengladbach. Am Sonntag (15.30 Uhr) geht es dann in der Bundesliga in Leverkusen weiter. Die Wolfsburger treten ebenfalls am Mittwoch (20.30 Uhr) im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt an, ehe es am Samstag (15.30 Uhr) in Nürnberg in der Liga weiter geht.

27.10.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Fortuna Düsseldorf
Aufstellung:
Giefer (2,5) - 
Levels (5) , 
Langeneke (4)    
Juanan (5) , 
J. van den Bergh (4,5)    
Bodzek (5,5)    
O. Fink (5)    
R. Kruse (4,5) , 
Lambertz (5)    
Voronin (4,5) - 
Schahin (5,5)    

Einwechslungen:
56. Garbuschewski (4,5) für Bodzek
56. Rafael (5) für Schahin
76. Ilsö     für J. van den Bergh

Trainer:
Meier
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (3)    
Fagner (4) , 
Naldo (3) , 
Kjaer (2,5) , 
M. Schäfer (3) - 
Polak (2,5)    
Josué (3,5)    
Hasebe (3) , 
Olic (2,5)        
Diego (1,5)    
Dost (2)            

Einwechslungen:
82. Rodriguez für Olic
86. Kahlenberg für Polak
86. Lakic für Dost

Trainer:
Köstner

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Dost (50., Linksschuss, Olic)
0:2
Olic (53., Linksschuss, Diego)
0:3
Dost (64., Rechtsschuss, Hasebe)
1:3
Langeneke (70., Foulelfmeter, Rechtsschuss, O. Fink)
1:4
Diego (78., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Diego)
Rote Karten
Düsseldorf:
O. Fink
(77., Notbremse, Diego)
Wolfsburg:
-
Gelbe Karten
Düsseldorf:
Ilsö
(1. Gelbe Karte)
Wolfsburg:
Josué
(2. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
27.10.2012 15:30 Uhr
Stadion:
Esprit-Arena, Düsseldorf
Zuschauer:
45673
Spielnote:  3,5
zäher Beginn, nach der Pause sorgte einzig Wolfsburg für Unterhaltung und sehenswerte Spielzüge.
Chancenverhältnis:
3:9
Eckenverhältnis:
1:4
Schiedsrichter:
Tobias Welz (Wiesbaden)   Note 4,5
keine Linie, einige gröbere Fehler bei der Bewertung von Zweikämpfen. Gelb gegen Levels war überzogen (28.), hätte Kjaer (59. Foul an Rafael) verwarnen müssen, schlechte Vorteilsauslegung.
Spieler des Spiels:
Diego
Ideengeber, Torschütze und Vorbereiter. Er glänzte als inspirierter Taktgeber des Wolfsburger Spiels.
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