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FC Schalke 04

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SpVgg Greuther Fürth

 

1:2 (0:0)

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FC Schalke 04
SpVgg Greuther Fürth
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.












Bastos mit Traumtor bei seinem Einstand

Djurdjic köpft die Last-Minute-Sensation

Tabellenschlusslicht Greuther Fürth gewinnt in letzter Minute mit 2:1 (0:0) in Gelsenkirchen. Zwar war Schalke klar spielbestimmend und dominant, doch die Knappen gingen fahrlässig mit ihrer Chancenverwertung um. Gerade als Winter-Neuzugang Bastos seinen Einstand mit einem Traumtor feierte, bestrafte die SpVgg leichtsinnige Schalker und glich aus. In einer atemberaubenden Schlussphase sorgte Fürths Djurdjic für ein kleines Fußball-Wunder.

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Schalkes Trainer Jens Keller stellte im Vergleich zum 0:0 in Augsburg auf zwei Positionen um: Jones und Neuzungang Bastos ersetzten den abgewanderten Holtby sowie den verletzten Marica (Meniskusverletzung). Taktisch stellte Keller von einem 4-4-2- auf ein 4-2-3-1-System um.

"Heimkehrer" Mike Büskens setzte seinen angekündigten personellen Kahlschlag in Form von fünf Wechseln um. Nach der 0:3-Niederlage gegen Mainz bekamen Sobiech, Neuzugang Varga, Klaus, Asamoah und Djurdjic die Chance von Beginn an. Dafür mussten Kleine, Fürstner (5. Gelbe), Zillner, Sararer und Nöthe weichen. Taktisch ließ Fürths Coach in einem 4-4-2 spielen.

Zimmermann und Pekovic stehen im Weg

Christian Fuchs & Nikola Djurdjic
Fürth (hier: Nikola Djurdjic, re.) hielt Schalke mit leidenschaftlichem Kampf in Schach.
© Getty ImagesZoomansicht

Schalke nahm vom Anpfiff weg das Heft des Handels in die Hand, hatte viel Ballbesitz und band die Fürther in der Defensive. Die spielerisch klar überlegeneren Gelsenkirchener bauten zwar Druck auf, die beste Gelegenheit der Anfangsphase resultierte aber aus einer Standardsituation: Eine Farfan-Ecke landete bei Neustädter, der SpVgg-Torwart Hesl mit einem Kopfball prüfte (11.).

In der Folge gewannen die Franken an Stabilität, waren bissig in den Zweikämpfen und machten den Knappen so das Leben schwer. Die Hausherren reagierten mit wütenden Angriffen. Gefahr entstand jedoch nach wie vor nur nach Standards. Und die gab es zuhauf: Jones' Kopfball kratzte Zimmermann gerade noch so von der Linie (22.), auch Pekovic verhinderte einen Gegentreffer mit einer Rettungstat bei Neustädters Kopfball (29.).

Bis zum Pausenpfiff blieben die Rollen unverändert. Schalke rannte an und schnürte die Fürther in Handball-Manier in deren Hälfte fest. Die SpVgg verteidigte leidenschaftlich und ließ nur wenig zu. Vor allem Neuzugang Varga stopfte viele Lücken und zeigte sich zweikampfstark.

Bastos: Traumtor zum Einstand

Nach dem Seitenwechsel schien die Abwehr der SpVgg noch nicht auf Betriebstemperatur zu sein. Sowohl Neustädter in der Mitte als auch der daraufhin angespielte Bastos auf links hatte zu viel Platz. Der Brasilianer nahm vom Strafraumeck Maß und donnerte das Spielgerät mit einer unglaublichen Flugkurve in den Winkel (47.). Der Knotenlöser für S04? Nein! Statt den Druck aufrecht zu erhalten, ließen die Knappen die Zügel schleifen und die Franken gewähren: Djurdjic legte von der Grundlinie quer und fand Klaus, der völlig frei stand und den Ball aus drei Metern über die Linie drückte (52.).

Nach dem 1:1 wurde das Spiel deutlich hektischer. Die Kleeblättler hatten Blut geleckt und wurden eine Spur offensiver. Das eröffnete den Hausherren aber Räume: Huntelaar lenkte einen Fuchs-Schuss nur knapp neben den Pfosten (65.), Zimmermann klärte einen Höwedes-Kopfball auf der Linie (68.), Jones köpfte nur knapp vorbei (70.) und auch der eingewechselte Raffael verfehlte sein Ziel per 17-Meter-Schuss nur um Haaresbreite (77.).

Michel Bastos & Zoltan Stieber
Voller Einsatz: Fürths Zoltan Stieber (re.) versucht, Schalkes Neuzugang Michel Bastos zu stoppen.
© Getty ImagesZoomansicht

Eine Standardsituation leitete dann eine atemberaubende Schlussphase ein: Nach einer Ecke rettete S04-Keeper Hildebrand erst aus kurzer Distanz gegen Sobiech und dann auch den Nachschuss gegen Mavraj (84.). Auf der anderen Seite hämmerte Raffael das Leder aus 14 Metern an den Pfosten (87.). Doch obwohl Raffael noch einmal knapp vergab (89.) und auch Azemi das Tor nicht traf (90.), sollte es nicht beim 1:1 bleiben.

Mit der letzten Aktion des Spiel brach Djurdjic über den linken Flügel durch und flankte flach nach innen. Azemi stand gut und zog sofort ab, doch erneut rettete Hildebrand mit einer starken Parade. Der Ball blieb jedoch im Spiel und Djurdjic köpfte aus einer Abseitsposition heraus mit einer Bogenlampe ins lange Eck ein (90.+2).

Für Schalke geht es am nächsten Samstag (18.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei Bayern München weiter. Fürth hat bereits um 15.30 Uhr ein Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg.

02.02.13
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Schalke 04
Aufstellung:
Hildebrand (2,5) - 
Uchida (5,5) , 
Höwedes (3)    
Matip (5) , 
Fuchs (5)    
J. Jones (4)    
Neustädter (4) - 
Farfan (4) , 
Draxler (3,5)    
Michel Bastos (3)    

Einwechslungen:
67. Raffael für Draxler
82. Pukki für J. Jones

Trainer:
Keller
SpVgg Greuther Fürth
Aufstellung:
Hesl (3) - 
L. Sobiech (4)    
Mavraj (3,5)    
Baba (3) - 
Varga (3)    
Pekovic (4)        
Klaus (3)        
Stieber (4) - 
Asamoah (3,5)    
Djurdjic (2)        

Einwechslungen:
69. Nehrig für Pekovic
72. Sararer für Klaus
84. Azemi für Asamoah

Trainer:
Büskens

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Michel Bastos (47., Linksschuss, Neustädter)
1:1
Klaus (52., Linksschuss, Djurdjic)
1:2
Djurdjic (90. + 2, Kopfball, Azemi)
Gelbe Karten
Schalke:
Fuchs
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
Fürth:
L. Sobiech
(1. Gelbe Karte)
,
Varga
(1.)
,
Pekovic
(4.)
,
Djurdjic
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
02.02.2013 15:30 Uhr
Stadion:
Veltins-Arena, Gelsenkirchen
Zuschauer:
60693
Spielnote:  3,5
fußballerisch mäßiges Niveau, im zweiten Abschnitt aber immerhin gesteigerter Unterhaltungswert - mit spannendem Schlagabtausch in der Schlussphase.
Chancenverhältnis:
7:4
Eckenverhältnis:
10:1
Schiedsrichter:
Bastian Dankert (Rostock)   Note 5
übersah vorm Fürther Siegtreffer die Abseitsposition von Torschütze Djurdjic. Verteilte zuvor die persönlichen Strafen aber sehr einseitig zu Ungunsten der Gäste. Hätte bei einheitlicher Auslegung Jones in mehreren Situationen Gelb und Fuchs Gelb-Rot zeigen müssen.
Spieler des Spiels:
Nikola Djurdjic
Bereitet den Fürther Ausgleich vor, erzielte gedankenschnell auch den Siegtreffer. Damit der Matchwinner.
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