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Hamburger SV

 - 

1. FC Nürnberg

 

1:1 (0:0)

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Hamburger SV
1. FC Nürnberg
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.













Mathijsens Führung reicht nicht

Schieber wühlt - Pinola trifft vom Punkt

Nürnberg sicherte sich in Hamburg nicht unverdient einen Zähler. Nach schwungvoller Anfangsphase des HSV kam der defensiv eingestellte Club immer besser ins Spiel und verpasste nach zwei Großchancen die Pausenführung. Nach einer guten Stunde nutzten die technisch besseren Hanseaten eine Standardsituation zur Führung, mussten aber in der Schlussphase noch den Ausgleich hinnehmen.

Eigler (li.) im Duell mit Jarolim
Den Ball im Blick: Christian Eigler (li.) im Duell mit David Jarolim.
© picture-allianceZoomansicht

HSV-Coach Armin Veh veränderte seine Startformation auf einer Position und schickte nach dem 3:1 in Frankfurt Trochowski für Elia auf den Rasen.

Club-Trainer Dieter Hecking stellte nach der 1:2-Heimniederlage gegen Freiburg dreimal um: Für Hegeler, Frantz und Ekici rückten Cohen (Erstligadebüt), Gündogan und Eigler ins Team.

Der technisch klar bessere HSV drückte in der Anfangsphase sofort auf die Tube und Nürnberg in die eigene Hälfte. Die Gäste hatten Mühe, sich der zunächst temporeichen Angriffsversuche der Hanseaten zu erwehren. Vor allem die linke Seite mit Jansen und Guerrero bereitete den Franken Kopfzerbrechen, ohne dass daraus eine klare Möglichkeit entsprungen wäre.

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Nach einer Viertelstunde war der Elan der Hamburger etwas abgeebt, ohne dass die Hecking-Elf sich befreien konnte. Während sich die Hausherren äußerst ballsicher zeigten, krankte beim auf Konter lauernden FCN schon das Aufbauspiel. So konnte der Club den Kontrahenten nur mit hoher Laufintensität in Schach halten. Dies gelang aber mit Fortdauer der Begegnung immer besser, weil es die Veh-Elf mittlerweile an Tempo und Bewegung fehlen ließ.

Nach einer knappen halben Stunde engagierte sich der weiter kompakt stehende Club auch offensiv - und wie: Eigler knallte den Ball nach einem Konter an die Latte (27.). Auf der anderen Seite gab es eine knifflige Szene, als Judt Pitroipa im Strafraum ausbremste - Referee Wingenbach stand gut und ließ weiterlaufen (28.).

Es hatte bis dahin wenig nennenswerte Möglichkeiten gegeben. Bunjaku hatte in der Endphase von Durchgang eins die beste: Super freigespielt von Eigler und Schieber säbelte der Schweizer freistehend am Elfmeterpunkt am Leder vorbei (37.). Fast hätte Zé Roberto dieses Versäumnis noch vor dem Pausenpfiff bestraft, verzog aber aus sieben Metern (41.).

Personell unverändert begannen die beiden Teams den zweiten Abschnitt. Ohne große Vorkommnisse verstrichen die ersten zehn Minuten. Veh zog dann früh eine Offensivoption: Elia kam für Trochowski, besetzte die linke Seite, und Guerrero übernahm den zentralen Part (56.).

Ein Standard brachte schließlich die Führung des HSV, aus Sicht der Franken war der Treffer vermeidbar: Zé Roberto brachte eine Ecke von der rechten Seite in die Mitte. An Freund und Feind vorbei flog das Leder zum freistehenden Mathijsen, der den Ball mit einem Reflex aus drei Metern über die Linie bugsierte (61.).

Ehe Nürnberg auf den Rückstand mit zwei Einwechslungen reagierte - Hegeler und Frantz kamen für Gündogan und Bunjaku (68.) -, bewahrte Schäfer sein Team gegen Jansens Schrägschuss vor dem 0:2 (67.).

Frantz hätte dann fast für das 1:1 gesorgt, scheiterte aber nach klasse Ballannahme am alles riskierenden und sich dem Schützen entgegenwerfenden Rost (74.). Der Ausgleich fiel aber doch, weil Schieber sich in der Mitte durchwühlte und über die ausgestreckten Hände des HSV-Keepers fiel - Elfmeter! Pinola verwandelte ganz sicher zum Ausgleich (82.).

Danach kam Hektik auf: Hecking wurde von Referee Wingenbach auf die Tribüne verwiesen (84.), Elia versuchte es mit einer Schwalbe (85.). Die letzte Möglichkeit gegen die längst einfallslosen Hamburger hatte der Club durch Torschütze Pinola, dessen Freistoß Rost aber entschärfte (90.+3).

Am 4. Spieltag steht das Stadtderby an der Elbe an: Der HSV duelliert sich am Sonntag (15.30 Uhr) mit dem FC St. Pauli. Am gleichen Tag reisen die Nürnberger nach Leverkusen. Anstoß ist um 17.30 Uhr.

11.09.10
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (4) - 
Demel (4)    
Westermann (4)    
Mathijsen (3)    
Jansen (4) - 
Jarolim (5)    
Zé Roberto (4) - 
Pitroipa (5)    
Trochowski (5)        
Guerrero (4,5) - 

Einwechslungen:
56. Elia (5) für Trochowski
86. Kacar     für Jarolim
86. Choupo-Moting für Pitroipa

Trainer:
Veh
1. FC Nürnberg
Aufstellung:
R. Schäfer (3) - 
Judt (3) , 
Nilsson (2)    
Wolf (3)        
Pinola (3,5)        
Simons (3) - 
Eigler (4) , 
Cohen (4)    
Gündogan (5)    
Bunjaku (5)    

Einwechslungen:
69. Frantz für Bunjaku
69. Hegeler für Gündogan
80. Vidosic für Cohen

Trainer:
Hecking

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Mathijsen (61., Linksschuss, Zé Roberto)
1:1
Pinola (82., Foulelfmeter, Linksschuss, Schieber)
Gelbe Karten
HSV:
Demel
(1. Gelbe Karte)
,
Trochowski
(1.)
,
Kacar
(1.)
Nürnberg:
Nilsson
(1. Gelbe Karte)
,
Wolf
(2.)
,
Pinola
(1.)

Besondere Vorkommnisse
Nürnbergs Trainer Hecking wird wegen unsportlichen Verhaltens auf die Tribüne verwiesen (84.).

Spielinfo

Anstoß:
11.09.2010 15:30 Uhr
Stadion:
Imtech-Arena, Hamburg
Zuschauer:
54099
Spielnote:  4
wenig Tempo und Torraumszenen, dafür aber Hektik und Spannung bis zum Schluss.
Chancenverhältnis:
3:5
Eckenverhältnis:
4:2
Schiedsrichter:
Markus Wingenbach (Mainz)   Note 2
pfiff Pitroipa zweimal zu Unrecht wegen Abseits zurück, lag ansonsten in allen kniffligen Entscheidungen richtig: Der Elfmeter für Schieber war vertretbar, weil Rost einen Schritt zu spät kommt. Richtig auch, bei Judts Einsteigen gegen Pitroipa nicht auf Strafstoß zu entscheiden (28.), Elia hätte für seine Schwalbe gar Gelb bekommen können (85.).
Spieler des Spiels:
Per Nilsson
Verteidigte klug und leidenschaftlich gegen van Nistelrooy. Stark.
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