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TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim

5
:
1

Halbzeitstand
3:1
Hertha BSC

Hertha BSC


TSG HOFFENHEIM
HERTHA BSC
15.
30.
45.





60.
75.
90.









Schlechteste Berliner Serie perfekt

Ibisevic und Co. führen die Hertha vor

Mit einem hochverdienten 5:1-Erfolg stürzt 1899 Hoffenheim die Berliner Hertha endgültig ins Chaos. Während sich die Kraichgauer durch den vierten Sieg in Serie auf Rang drei schoben, stellte das Schlusslicht aus der Hauptstadt seinen Negativrekord von sechs Pleiten in Folge aus der Saison 1990/91 ein. Hoffenheim führte die "alte Dame" streckenweise vor und hatte in Vedad Ibisevic einen Torjäger in seinen Reihen, der seine Top-Form wiederfand.

Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick wechselte nach dem 1:0-Erfolg in Nürnberg und dem damit verbundenen Achtelfinaleinzug im DFB-Pokal dreimal. Der im Pokal gesperrte Ex-Herthaner Simunic kehrte ebenso wie Salihovic - ebenfalls einst in Berlin unter Vertrag - und Ibisevic ins Team zurück. Nilsson, Vorsah und Maicosuel mussten dafür weichen.

Hertha-Coach Lucien Favre nahm im Vergleich zum 1:4-Pokal-Aus im Elfmeterschießen bei 1860 München ebenfalls drei Änderungen vor. Neuzugang Ochs hütete in seinem ersten Bundesligaspiel das Tor anstelle von Burchert, Hartmann und Piszczek ersetzten die verletzten Cicero (Muskelfaserris in der Wade) und Ebert.

Referee Peter Sippel hatte das Match kaum angepfiffen, als 1899 der verunsicherten Hertha erstmals zeigte, was sie erwarten sollte. Salihovic flankte auf Obasi, der den Ball 17 Meter vor dem Tor per Kopf in Ibisevics Lauf legte. Der bis dato noch erfolglose Angreifer zog mit rechts ab und traf nach 44 Sekunden aus 15 Metern ins rechte Eck - 1:0. Der Jubel in der Rhein-Neckar-Arena war noch nicht abgeebbt, als das Leder erneut im Tor von Ochs lag. Carlos Eduardo setzte eine Ecke genau auf Ibisevics Kopf, der aus fünf Metern zum 2:0 einnickte (4.).

Vedad Ibisevic
Ihm gelang alles: Vedad Ibisevic (hier gegen Piszczek) erzielte einen Hattrick und trat auch akrobatisch in Erscheinung.
© picture allianceZoomansicht

Der Tabellenletzte war bedient und wusste nicht, wie ihm geschah. Obasi drang von links in den Strafraum ein und hatte bei seinem Schuss Pech, dass der Pfosten das 3:0 verhinderte (6.). Von den Gästen war offensiv fast gar nichts zu sehen. Stattdessen variierte die TSG immer wieder das Tempo und spielte mit dem Hauptstadtklub Katz' und Maus. Die Krönung in der 21. Minute: Der emsige und von den Gästen kaum vom Ball zu trennende Carlos Eduardo vollzog einen Flankenwechsel zu Salihovic, der das Spielgerät wuchtig nach innen jagte. Von rechts kam Beck an die Kugel und leitete direkt zum in der Mitte platzierten Ibisevic weiter, der mit seinem dritten Treffer endgültig das nachgeholt hatte, was ihm in dieser Spielzeit bislang nicht vergönnt war.

Die Schützlinge von Lucien Favre hatten den furios aufspielenden Kraichgauern kaum etwas entgegenzusetzen. Vereinzelte Gegenangriffe verliefen im Sand, auch weil Ibisevic und Ba immer wieder erfolgreich mit nach hinten arbeiteten. Einmal hätte es für die TSG gefährlich werden können, Simunic bügelte den Fehler von Beck gegen Nicu aber aufmerksam aus (28.). Ansonsten konnte Berlin nur reagieren und war fast ausschließlich damit beschäftigt, den nicht nur spielerisch überlegenen, sondern auch mit Tempovorteilen ausgestatteten Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten.

Dass es kurz vor dem Seitenwechsel doch mit dem überraschenden 1:3 klappte, hatte Berlin einer Einzelaktion von Raffael zu verdanken. Der Brasilianer konnte bei einem sehenswerten Solo von Beck unmittelbar vor der Sechzehnmeterlinie nur per Foul gebremst werden. Den fälligen Freistoß zirkelte Raffael sehenswert und unhaltbar ins linke Eck - 3:1 (45.+1).

Auch nach Wiederbeginn dauerte es nicht lange, ehe das Leder im Berliner Tor lag. Bas Kopfballtreffer verweigerte Schiedsrichter Peter Sippel aber die Anerkennung, weil Obasi Ochs gefoult haben soll (47.). Die "alte Dame" machte in der Folge nur kurz den Eindruck, noch etwas bewirken zu können. Nicu verpasste aus guter Schussposition aber den dazu nötigen Anschlusstreffer und scheiterte an Hildebrand.

Anders 1899, das sofort wieder Druck aufbaute und die letzten Restzweifel beseitigte. Weil die Hertha hinten den Ball nicht wegbrachte, gelangte Obasi halbrechts im Strafraum an den Ball und traf zum 4:1 ins linke Eck (58.). Damit nicht genug: Der bemitleidenswerte Debütant im Gäste-Tor konnte gegen Ba zwar noch parieren (59.), drei Minuten später war aber auch Ochs ein weiteres Mal machtlos. Stein hatte Ibisevic gelegt und so einen Strafstoß verursacht. Carlos Eduardo schickte Ochs ins falsche Eck und verwandelte souverän - 5:1 (62.).

Das Match war spätestens jetzt endgültig gelaufen. Berlin resignierte, die euphorisierten Hausherren wollten ihren geschlagenen Gegner nun phasenweise vorführen. Besonders Carlos Eduardo verlegte sich nun fast ausschließlich auf Kabinettstückchen. Dennoch kamen die Kraichgauer weiter zu Möglichkeiten. Ba vergab die dickste, nachdem er Friedrich hatte alt aussehen lassen (76.).

Berlin sehnte sich nach dem Abpfiff, Hoffenheim spielte die Schlussminuten genüsslich herunter und siegte letztlich auch in der Höhe völlig verdient.

Hoffenheim gastiert nächsten Samstag in Mainz, die Hertha empfängt am Sonntag den HSV.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Hildebrand (3) - 
Beck (2,5)    
Simunic (2)    
Compper (3)    
Eichner (3) - 
Carlos Eduardo (2)        
Luiz Gustavo (2,5) , 
Salihovic (3,5)    
Obasi (2)    
Ibisevic (1)                
D. Ba (2,5)

Einwechslungen:
46. Nilsson (3,5) für Simunic
67. Maicosuel für Ibisevic
74. F. Zuculini für Carlos Eduardo

Trainer:
Rangnick
Hertha BSC
Aufstellung:
T. Ochs (4) - 
Janker (5,5)    
A. Friedrich (5)    
Bengtsson (6) , 
Pejcinovic (6)    
Piszczek (6) , 
Dardai (5) , 
L. Hartmann (5,5) , 
Nicu (5) - 
Raffael (3,5)    
Ramos (5)

Einwechslungen:
46. Stein (6) für Janker

Trainer:
Favre

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Ibisevic (1., Rechtsschuss, Obasi)
2:0
Ibisevic (4., Kopfball, Carlos Eduardo)
3:0
Ibisevic (21., Kopfball, Beck)
3:1
Raffael (45. + 1, direkter Freistoß, Rechtsschuss)
4:1
Obasi (58., Rechtsschuss, Luiz Gustavo)
5:1
Carlos Eduardo (62., Foulelfmeter, Linksschuss, Ibisevic)
Gelbe Karten
Hoffenheim:
Beck
(1. Gelbe Karte)
,
Compper
(1.)
Hertha:
Pejcinovic
(2. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
27.09.2009 17:30 Uhr
Stadion:
Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
Zuschauer:
29600
Spielnote:  1,5
eine rassige Fußballgala der Hoffenheimer offensiv wie defensiv - auch wenn Hertha nicht mitspielte.
Chancenverhältnis:
9:3
Eckenverhältnis:
8:1
Schiedsrichter:
Peter Sippel (München)   Note 1,5
souverän in einem leicht zu leitenden Spiel, lag in den wenigen kniffligen Situationen richtig.
Spieler des Spiels:
Vedad Ibisevic
Mit seinen Saisontreffern eins bis drei bereits in der ersten Halbzeit der Matchwinner, zudem vor dem Elfmetertor zum 5:1 gefoult.

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