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VfL Wolfsburg

 - 

Hannover 96

 

4:2 (2:1)

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VfL Wolfsburg
Hannover 96
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.












Tor- und temporeiches Niedersachsen-Derby geht an den Meister

Wolfsburg siegt ohne Glanz

Ohne restlos zu überzeugen gewinnt der VfL gegen vor allem in der ersten Hälfte gut aufgelegte Hannoveraner. Nach einem frühen Traumtor von Misimovic per Freistoß hatten die 96er im ersten Durchgang die besseren Chancen. Bei den Gegentreffern zu ungünstigen Zeitpunkten vor und nach der Pause offenbarte die Hintermannschaft Hannovers jedoch einige Schwächen.

Misimovic-Tor
Misimovic (li.) verfolgt seinen wunderbaren Freistoß zum 1:0 für den VfL.
© picture-alliance

Nach der 2:3-Pokalpleite von Köln war Trainer Armin Veh zu einer Änderung gezwungen. Lenz spielte für den in der Liga noch gesperrten Schweizer Benaglio im Tor. Auch 96-Coach Andreas Bergmann musste im Vergleich zum 1:1 zu Hause gegen Dortmund am letzten Wochenende einen Wechsel in der Startformation vornehmen. Für Bruggink (muskuläre Probleme) kam Krzynowek von Anfang an zum Einsatz.

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Beide Mannschaften starteten mit viel Tempo und Intensität in die Partie, so dass sich ein sehr ansehnliches Spiel mit vielen Strafraumszenen entwickelte. Zu Beginn hatten die "Wölfe" mehr Ballbesitz und kamen auch zu guten Torchancen. Bereits in der 4. Minute traf Grafite vom Strafraumrand die Querlatte. Wenig später dann die Führung für den Meister: Nach einem Foul von Cherundolo an Grafite am Strafraumrand entschied Referee Gagelmann auf Freistoß, den Misimovic wunderbar über die Mauer hinweg ins rechte obere Toreck zirkelte (8.).

Erneut nur einige Minuten später verpasste Grafite frei vor dem Tor in abseitsverdächtiger Position das 2:0, weil er am leicht hoppelnden Ball vorbeitrat (11.). Nach einer guten Viertelstunde legte Hannover langsam den Respekt ab und kam mit direktem Spiel immer wieder gefährlich vor das VfL-Gehäuse. Djakpa prüfte Lenz mit einem wuchtigen Schuss aus spitzem Winkel (18.), Sekunden später zielte Ya Konan nur um Zentimeter am Wolfsburger Tor vorbei (19.).

So war auch der Ausgleich Hannovers nicht unverdient. Krzynowek schlenzte einen Eckball von rechts in den Fünfmeterraum, wo Balitsch am aufmerksamsten war und aus kurzer Distanz einnickte (28.). Zwei Minuten später hatte Ya Konan einen spektakulären Auftritt: Der Ivorer nahm einen hohen Ball aus dem Mittelfeld gekonnt mit der Brust an und schloss dann volley aus der Drehung ab. Nur um Zentimeter strich der Schuss des Angreifer links am Tor vorbei. Kurz darauf war es Krzynowek, der Lenz nach einem Solo vor kleinere Probleme stellte (33.)

Da Hannover insgesamt sogar ein Chancenplus zu verzeichnen hatte, war der erneute Rückstand unmittelbar vor dem Pausenpfiff aus Sicht der Gäste besonders bitter. Nachdem Sofian Chahed den Ball im Mittelfeld leichtfertig verlor, flankte Dzeko in den Strafraum. Dort misslang Schulz der Abwehrversuch, so dass Gentner aus halblinker Position ins rechte Eck einschieben konnte (45.).

Der zweite Abschnitt begann ebenso ereignisreich, wie sich die Partie schon in der ersten Hälfte präsentierte. Weil die 96-Hintermannschaft nicht attackierte, konnte zunächst Dzeko ungehindert von links flanken und in der Mitte Hasebe völlig ungestört zum 3:1 einköpfen (48.). In den Minuten danach stand Wolfsburgs Madlung im Mittelpunkt. Erst köpfte der Innenverteidiger nach einem Eckball über das Tor (49.). Dann überlistete Madlung seinen eigenen Keeper Lenz mit einem missglückten Abwehrversuch zum Anschlusstreffer für Hannover (50.). Zwei Minuten später konnte Fromlowitz gegen einen weiteren Kopfball Madlungs gerade noch auf der Linie klären.

Doch Hannover fand nach dem Geschenk des VfL nicht mehr so gut ins Spiel wie im ersten Abschnitt. Die Wolfsburger machten nicht nur konstanter Druck noch vorne, sondern standen vor allem in der Defensive nun etwas besser als noch vor dem Seitenwechsel. Die Wucht von Torjäger Dzeko sorgte dann für die Vorentscheidung: Der Bosnier setzte sich in halblinker Position im Strafraum durch und überwand Fromlowitz aus kurzer Distanz (62.).

Erst Mitte der zweiten Halbzeit kamen die "Roten" wieder etwas besser ins Spiel; auch, weil sich der VfL nun mehr und mehr zurückzog, belegt durch die Einwechslung Pekarik für Stürmer Grafite. Stajner zwang Lenz mit einem strammen Schuss auf den kurzen Pfosten aus halbrechter Position zu einer Parade (68.). Wenig später traf Sofian Chahed aus allerdings sehr spitzem Winkel von der Torauslinie den rechten Außenpfosten (72.). Letztlich fehlte den Angriffsbemühungen der Hannoveraner jedoch der letzte Druck, so dass Wolfsburg den Vorsprung solide bis zum Schlusspfiff verwalten konnte.

Der VfL spielt am kommenden 8. Spieltag samstags in Bochum, 96 trifft zu Hause auf den SC Freiburg.

26.09.09
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Lenz (3) - 
Riether (3) , 
Madlung (4,5) , 
Barzagli (5) , 
M. Schäfer (4,5) - 
Josué (3)    
Hasebe (3)        
Gentner (2,5)        
Misimovic (2,5)        
Grafite (4,5)    
Dzeko (2)        

Einwechslungen:
67. Pekarik für Grafite
83. Ziani für Gentner
90. Ricardo Costa für Misimovic

Trainer:
Veh
Hannover 96
Aufstellung:
Fromlowitz (3) - 
Cherundolo (3)    
Haggui (4) , 
C. Schulz (5)        
Rausch (4,5)    
Balitsch (3)    
Chahed (5)    
Djakpa (2,5)    
Krzynowek (4) - 
Stajner (4,5) , 

Einwechslungen:
46. Rosenthal (4) für Rausch
53. Balogun (3) für C. Schulz
76. Rama für Chahed

Trainer:
Bergmann

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Misimovic (8., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
1:1
Balitsch (28., Kopfball, Krzynowek)
2:1
Gentner (45., Rechtsschuss)
3:1
Hasebe (48., Kopfball, Dzeko)
3:2
Madlung (50., Eigentor, Rechtsschuss, Djakpa)
4:2
Dzeko (62., Linksschuss, Gentner)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
Hasebe
(1. Gelbe Karte)
,
Dzeko
(1.)
Hannover:
C. Schulz
(1. Gelbe Karte)
,
Djakpa
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
26.09.2009 15:30 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena, Wolfsburg
Zuschauer:
30000 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
sechs Tore und ein wenig Spannung sorgten für Unterhaltung und übertünchten die hohe Fehlerquote auf beiden Seiten.
Chancenverhältnis:
7:7
Eckenverhältnis:
7:5
Schiedsrichter:
Peter Gagelmann (Bremen)   Note 3
wirkte insgesamt souverän und machte nur kleinere Fehler in einem Spiel ohne knifflige Situationen.
Spieler des Spiels:
Edin Dzeko
Entschied nach der Pause das Spiel. Erst die Flanke zum 3:1, dann sein Alleingang mit abschließendem Lupfer zum 4:2.
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