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VfL Bochum

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1. FC Köln

 

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VfL Bochum
1. FC Köln
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.






Bochum lange Zeit viel zu passiv

Petit lässt zwei Punkte am Pfosten liegen

In einem vor allem vor der Pause schwachen, nach dem Seitenwechsel aber phasenweise unterhaltsamen Kellerduell verpasste der 1. FC Köln den Big Point. Die Geißböcke waren 45 Minuten lang das bessere, aber ungefährliche Team, ehe der VfL Bochum nach dem Wechsel zulegen konnte. Die Gäste hatten aber die besseren Chancen und standen gleich zweimal haarscharf vor dem Siegtreffer.

Sestak (mi.) gegen Petit.
Viel Kampf, wenig Spielerisches: So wie hier zwischen Sestak (mi.) und Petit sah es oft aus in Bochum.
© picture allianceZoomansicht

Bochums Trainer Heiko Herrlich wechselte nach dem 1:0-Sieg beim Hamburger SV zweimal. Grote und Startelfdebütant Prokoph ersetzten Azaouagh (Faserriss) und Epallé.

Auf Kölner Seite nahm Coach Zvonimir Soldo im Vergleich zur 0:4-Heimklatsche gegen 1899 Hoffenheim drei Änderungen an seiner Startelf vor. Pezzoni, Chihi und Yalcin begannen statt Brecko, Freis und Podolski (5. Gelbe Karte). Der abgesetzte Ex-Kapitän Novakovic stand somit in der Anfangsformation.

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Der 1. FC Köln zeigte sich im Vergleich zum desolaten Auftritt gegen Hoffenheim trotz der Unruhen unter der Woche deutlich verbssert. Die Gäste waren präsent in den Zweikämpfen, verbuchten deutlich mehr Ballbesitz als der VfL und gaben den Ton an. Allerdings vermochte es der FC nicht, aus der klaren optischen Überlegenheit Chancen zu kreieren, geschweige denn Kapital zu schlagen.

So war es kein Wunder, dass erste Torgelegenheiten ihren Ursprung in Standardsituationen hatten. Dabrowski köpfte nach Onos Hereingabe genau in die Arme von Mondragon (14.), Chihis sehenswerter Versuch aus 30 Metern segelte haarscharf am rechten Winkel vorbei (19.). Ansonsten tat sich ausgesprochen wenig. Die Begegnung wurde der Bezeichnung "Kellerduell" in allen Belangen gerecht. Konnte man Köln als Auswärtsteam noch zugutehalten, um konstruktive Spielgestaltung bemüht zu sein, kam von Bochum als Heimteam im direkten Vergleich mit einem Konkurrenten um den Ligaverblieb schlicht zu wenig. Das einzige Ziel des VfL bestand augenscheinlich darin, keinen Gegentreffer zu kassieren.

Wenn ansatzweise Torgefahr zustande kam, dann nur, wenn Köln in Ballbesitz war. Yalcin konnte Heerwagen nicht gefährden (25.), Novakovic zielte aus der zweiten Reihe weit über das Tor (30.), ehe der Slowene auch einen Freistoß über den Kasten setzte (33.). Den Schlusspunkt einer höhepunktarmen ersten Hälfte setzte erneut Yalcin mit einem harmlosen Schlenzer (34.).

Herrlich reagierte zur Pause und schickte den VfL mit Epallé und Klimowicz für Grote und Concha deutlich offensiver ausgerichtet zurück aufs Feld. Die Wechsel verfehlten ihre Wirkung nicht. Plötzlich war Bochum die aktivere Mannschaft und bestimmte klar das Spiel. Köln fand sich nun vermehrt in der Defensive wieder und sah sich zunehmend größer werdenden Problemen konfrontiert. Mehrfach ging es im Kölner Strafraum drunter und drüber, ehe die Soldo-Elf Glück hatte, dass Referee Deniz Aytekin nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Geromel hatte bei einem Eckball nämlich etwas zu beherzt gegen Klimowicz zugegriffen und den Argentinier regelrecht zu Boden gezerrt (60.).

Sechs Minuten später wäre Bochum auch ohne Strafstoß beinahe in Front gegangen, Sestak platzierte seinen Drehschuss aus fünf Meter aber genau auf Mondragon (65.). In der Folge hatte allerdings auch die Hausherren Glück. Bei Onos Attacke im Sechzehner gegen Chihi lag durchaus eine Berührung vor, Aytekin entschied aber einmal mehr nicht auf Elfmeter (67.). Köln, das nach 64 Minuten Pezzoni verletzungsbedingt durch McKenna hatte ersetzen müssen, hätte dann das Führungstor machen müssen. Novakovic setzte sich links gegen Maltritz durch und legte perfekt zurück zu Petit, der vom Elfmeterpunkt nur den rechten Pfosten des leeren Tores traf, ehe er den Nachschuss aus drei Metern drüber setzte (69.).

Die Partie hatte längst an Unterhaltungswert gewonnen. Waren Bochum und Köln lange Zeit auf Torsicherung bedacht, sollte nun auf beiden Seiten der Siegtreffer her. Allerdings schienen die Kontrahenten ihr Pulver bereits verschossen zu haben, der FC machte gegen Ende aber den frischeren Eindruck. Als die Partie in der Schlussphase dem 0:0 entgegenzuplätschern drohte, hätte Novakovic um ein Haar für die Entscheidung gesorgt. Der Slowene nagelte das Leder nach einer schönen Drehung aus zwölf Metern freistehend aber Zentimeter neben den Kasten (84.). So blieb es beim torlosen Remis, das beiden Mannschaften nicht sonderlich weiterhalf.

Bochum spielt am Samstag in acht Tagen in Stuttgart, Köln empfängt am Sonntag darauf Bremen.

27.11.09
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Bochum
Aufstellung:
Heerwagen (3) - 
Concha (4)    
Maltritz (5)    
Mavraj (4) , 
Fuchs (4,5)    
Dabrowski (3,5)    
Pfertzel (4,5) - 
Prokoph (5) , 
Ono (5) , 
Grote (5)        
Sestak (4,5)

Einwechslungen:
46. Epalle (4) für Grote
46. Klimowicz (4) für Concha

Trainer:
Herrlich
1. FC Köln
Aufstellung:
Mondragon (3) - 
Schorch (4) , 
Geromel (3) , 
Mohamad (3) , 
Ehret (3,5) - 
Pezzoni (3,5)        
Petit (5)    
Maniche (4,5) - 
Chihi (3) , 
Yalcin (4)    
Novakovic (3,5)

Einwechslungen:
62. W. Sanou für Yalcin
64. McKenna für Pezzoni

Trainer:
Soldo

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
Gelbe Karten
Bochum:
Grote
(2. Gelbe Karte)
,
Dabrowski
(6.)
,
Fuchs
(2.)
Köln:
Pezzoni
(2. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
27.11.2009 20:30 Uhr
Stadion:
Rewirpower-Stadion, Bochum
Zuschauer:
29102
Spielnote:  5
Abstiegskampf in Reinkultur, über weite Strecken Fußball zum Abgewöhnen.
Chancenverhältnis:
1:3
Eckenverhältnis:
4:1
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)   Note 5,5
eklatante Probleme bei der Bewertung von Zweikämpfen; verweigerte sowohl Bochum (erst Pezzoni an Dabrowski, dann Geromel an Klimowicz, 59.) als auch Köln (Ono an Chihi, 67.) jeweils klare Foulelfmeter.
Spieler des Spiels:
Adil Chihi
Einer der wenigen echten Aktivposten. Sorgte für einige gefährliche Szenen. Suchte immer wieder die Offensiv-Zweikämpfe.
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