Bielefeld trat unter dem neuen Coach Jörg Berger im Vergleich zum bitteren 0:6 in Dortmund auf einer Position verändert auf. Für Lamey startete Kucera. Bei den verletzungsgeplagten Hannoveranern fielen derweil vor dem Saisonfinale auch noch Fahrenhorst (Risswunde am Knie), Balitsch (10. Gelbe) und Tarnat (Fuß) aus. Nach dem ernüchternden 0:5 gegen Wolfsburg brachte Trainer Dieter Hecking in Vinicius, Christian und Bastian Schulz drei neue Spieler.
Die Partie begann für die Arminia wie nach Wunsch. Mit dem ersten Angriff holte Wichniarek einen Freistoß heraus, in dessen Folge Eggimann mit einer missglückten Rettungsaktion am machtlosen Enke vorbei ins eigene Tor traf (2.). Von der frühen Führung beflügelt, bestimmten die Ostwestfalen die Anfangsphase in der Schüco-Arena, spielten aber einige vielversprechende Kontersituationen nicht richtig aus, auch Wichniarek fehlte es mit einem Schuss an Zielwasser (10.).
Die Hannoveraner schwammen sich nach und nach frei und eroberten sich ein deutliches Plus an Ballbesitz - auch das die Arminia sich immer weiter zurückzog und auf einen Konter spekulierte. Ein erster Warnschuss von Bruggink verstrich folgenlos (19.), eine Krzynowek-Ecke war da deutlich gefährlicher. Munteanu kratzte einen Kopfball von der Torlinie und verhinderte so den Ausgleich.
Das Spielniveau nahm derweil immer weiter ab, Hannover diktierte nun weitgehend das Geschehen, zeigte sich aber vor dem Tor der Gastgeber meist harmlos. Zudem verschuldete Unglücksrabe Eggimann auch noch den Ausfall seines Keepers Enke. Der Schweizer traf seinen am Boden liegenden Schlussmann mit dem Fuß am Kopf - Enke machte mit einer 15 Zentimeter langen Risswunde unfreiwillig Platz für Stellvertreter Fromlowitz (36.).
Den letzten Aufreger vor dem Seitenwechsel verantwortete "König Artur" Wichniarek. Mutterseelenalleine vor Fromlowitz verpasste er es, bei einem der seltenen geglückten Angriffsversuche der Ostwestfalen, den Ball aus knapp elf Metern in die Maschen zu bugsieren und scheiterte am U-21-Nationaltorwart.
Im zweiten Durchgang belauerten sich die Kontrahenten einige Minuten, ehe es auf dem Rasen wieder schwungvoll zuging. Hannover machte den Anfang, Pinto scheiterte mit einem sehenswerten Fernschuss an Eilhoff (52.). Bielefeld kam über Wichniarek (53.) und Schuler (54.) zu guten Szenen, dann ereilte die Ostwestfalen der große Schock! Stajner erreichte gedankenschneller als Mijatovic eine Vorlage von Vinicius und köpfte an Eilhoff vorbei den Ausgleich.
Es wurde nun dramatisch. Arminia setzte alles auf die Offensive, wollte mit aller Macht das dringend notwenige Siegtor herbeizwingen. Doch Hannovers Abwehr hielt stand, und auch Fromlowitz zeigte sich von seiner guten Seite. Im erneuten Eins-gegen-Eins mit Wichniarek behielt er wiederum die Oberhand (66.).
Bielefelds wieder einmal mangelnde Chancenverwertung sollte sich auch diesmal rächen: Pinto schloss einen Entlastungsangriff der "Roten" präzise ab und besiegelte den nun insgesamt siebten Abstieg der Arminia aus der Bundesliga (84.). Dass Wichniarek kurz vor dem Ende doch noch zum 2:2 traf (90.), sorgte nur noch für ein paar Sekunden der Hoffnung, die aber folgenlos verstrichen.
| Arminia Bielefeld |
|---|
| Hannover 96 |
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1:2
Pinto (84., Linksschuss, Schlaudraff)
2:2
Wichniarek (90., Rechtsschuss, Janjic)
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Gelbe Karten |

