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Werder Bremen

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Hamburger SV

 
Werder Bremen

0:2 (0:1)

Hamburger SV
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Werder Bremen
Hamburger SV
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.












HSV dämpft Bremer Meisterschaftshoffnungen

Van der Vaart ohne Nerven

In einem kampfbetonten Nord-Derby auf mäßigem Niveau holte sich Hamburg gegen das ohne Inspiration anrennende Bremen mit einer kompakten Defensivleistung einen im Abstiegskampf ganz wichtigen Dreier. Dabei profitierte die Stevens-Elf von der schwachen Tagesform Werders und nutzte ihre einzige Torchance vor dem Wechsel in Form eines Elfmeters, den van der Vaart zur Führung verwandelte. Der Niederländer sorgte kurz vor dem Ende auch für die endgültige Entscheidung.

Nationalstürmer Klose (re.) gegen HSV-Innenverteidiger Mathijsen
Nationalstürmer Klose (re.) war bei HSV-Innenverteidiger Mathijsen meist in guter Obhut.
© dpaZoomansicht

Nach dem 3:0-Sieg gegen Ajax Amsterdam im UEFA-Cup nahm Werder-Coach Thomas Schaaf zwei Änderung vor und brachte Schulz anstelle des Gelb-gesperrten Womé sowie ganz vorne Rosenberg für Hunt. Auf Seiten des Nord-Rivalen stand nach dem 3:0 gegen Dortmund de Jong nach abgelaufener Gelb-Sperre wieder im Kader. Trainer Huub Stevens vertraute aber zunächst derselben Startformation.

Schon in der ersten Viertelstunde wurde die Rollenverteilung im Nord-Derby klar: Bremen bestimmte das Spiel, Hamburg stand defensiv kompakt und lauerte auf Konter. Aus den resultierenden optischen Vorteilen konnte Werder kein Kapital schlagen, außer einem frühen Warnschuss von Klose (2.) ergaben sich zunächst keinerlei Chancen, weil die Angriffe zu durchsichtig angelegt waren.

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Hamburg fand im Vorwärtsgang kaum statt, früh verloren die Gäste den oftmals leicht eroberten Ball beim Versuch, einen Gegenangriff zu starten. Bei Werder wiederum ging es zu selten über die Außen, und selbst wenn Schulz und Fritz versuchten zusätzlich anzuschieben, war das Durchsetzungsvermögen auf den Flügeln unzureichend. Die Hauptlast lag so auf dem Mittelfeld-Duo Diego-Frings, das sich zwar mühte, einer unansehnlichen Partie aber auch nicht ihren Stempel aufdrücken konnte.

Fehlpässe und Unzulänglichkeiten hüben wie drüben prägten so eine ganz schwache erste Halbzeit ohne Höhepunkte - bis kurz vor der Pause, als die Schaaf-Schützlinge sich im gegnerischen Strafraum festsetzten und die ansonsten gut stehende Deckung der Gäste ins Wanken geriet. Diego aber konnte daraus keinen Nutzen ziehen (39.). Die Stevens-Elf ging dann nach einem der seltenen Angriffe kurz vor dem Pausenpfiff überraschend in Führung: Mahdavikias Hereingabe von rechts flog in den Strafraum, wo Jarolim einen Tick früher am Ball war als Jensen und vom Dänen zu Fall gebracht wurde - Elfmeter! Van der Vaart verwandelte ganz sicher zum 1:0 für den Abstiegskandidaten (42.).

Van der Vaart versetzt Werder-Keeper Wiese vom Punkt
0:1 - Van der Vaart versetzt Werder-Keeper Wiese vom Punkt.
© dpa

Mit Stürmer Hunt für Mittelfeldmann Vranjes stärkte Werder-Coach Schaaf seine Offensive, die sich nur selten hatte durchsetzen können. Es folgte ein einziges Anrennen des Hausherren, der HSV konnte sich nun kaum mehr aus der Abwehr lösen. Tormöglichkeiten blieben dennoch Mangelware, weil sich Bremen im Angriff weiterhin statisch und ohne Esprit zeigte. Diegos Drehschuss war nach einer Stunde das nicht zählbare Ergebnis der Dauerbelagerung des Gäste-Strafraums (55.).

Almeida kam dann für den blassen Rosenberg (63.) - doch aus dem Spiel heraus gelang der Heimelf nach wie vor wenig. Nur nach Standards ergaben sich Gelegenheiten. Beispielsweise als Reinhardt nach einem Frings-Freistoß vor dem einschussbereiten Mertesacker zur Ecke rettete (64.), und wenig später, als Klose erneut nach Vorlage von Frings Zentimeter links vorbeinickte (66.).

Nach gut 70 Minuten konnten sich van der Vaart & Co. befreien, und der Regisseur selbst vergab nach eigener Hackenvorlage frei vor Wiese einen Hochkaräter zur eventuellen Vorentscheidung (71.). Wenig später Glück für die Grün-Weißen, als einem einwandfreien Kopfballtor von Sorin wegen vermeintlichem Abseits die Anerkennung versagt wurde (74.). Und auch die nächste Szene gehörte dem Argentinier, als Wiese seinen 18-Meter-Schuss nach einem Konter zur Ecke lenkte (79.).

Nichts Zählbares entsprang dann dem müden Endspurt der Hausherren, vereinzelt war deren Resignation spürbar. Vielmehr erwies sich van der Vaart nach einem Befreiungsschlag von de Jong im Zweikampf cleverer als der eingewechselte Niemeyer, behielt allein vor Wiese die Nerven und stellte den Sieg seiner Elf endgültig sicher (87.).

Bremen tritt am kommenden Donnerstag zum Rückspiel gegen Ajax in Amsterdam an, bevor in der Liga dann am Sonntag die Aufgabe in Gladbach ansteht. Der HSV versucht am Samstag gegen Frankfurt den Weg aus dem Keller fortzusetzen.

17.02.07
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (3) - 
Fritz (5)    
Mertesacker (2)    
Naldo (4) , 
C. Schulz (4) - 
Vranjes (4,5)    
Frings (2,5) , 
D. Jensen (4,5)    
Diego (3,5)    
Klose (4) , 
Rosenberg (5)    

Einwechslungen:
46. Hunt (5) für Vranjes
63. Hugo Almeida für Rosenberg
76. Niemeyer für Fritz

Trainer:
Schaaf
Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (3) - 
Benjamin (4) , 
Reinhardt (3) , 
Mathijsen (2) , 
Atouba (3) - 
Mahdavikia (4,5)    
Jarolim (3)    
Laas (4)        
Sorin (4) - 
van der Vaart (2)        
Olic (5)    

Einwechslungen:
67. Sanogo für Olic
82. N. de Jong für Laas

Trainer:
Stevens

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
van der Vaart (42., Foulelfmeter, Linksschuss, Jarolim)
0:2
van der Vaart (87., Linksschuss, N. de Jong)
Gelbe Karten
Bremen:
D. Jensen
(2. Gelbe Karte)
,
Diego
(8.)
,
Mertesacker
(2.)
HSV:
Laas
(3. Gelbe Karte)
,
Mahdavikia
(2.)
,
Jarolim
(9.)

Spielinfo

Anstoß:
17.02.2007 15:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
42100 (ausverkauft)
Spielnote:  4
Chancenverhältnis:
2:4
Eckenverhältnis:
3:3
Schiedsrichter:
Knut Kircher (Rottenburg)   Note 3
lag beim Elfmeter und den meisten Entscheidungen richtig, pfiff Sorins Kopfballtor (74.) allerdings zu Unrecht ab.
Spieler des Spiels:
Rafael van der Vaart
Trat überwiegend als Arbeiter und nicht als Einzelkönner auf, entschied dann aber das Derby mit seinem Doppelschlag.
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