Aachen: Perfekte erste Alemannia-Hälfte und Traumtor durch Schlaudraff

Bei Alemannia Aachen nahm Michael Frontzeck zwei Wechsel im Vergleich zum Spiel gegen den 1. FC Nürnberg (1:1) vor. Für Herzig kam in der Hintermannschaft Klitzpera zum Einsatz. Ebbers musste für Reghecampf Platz machen.
Thomas Schaaf veränderte sein Team nach der 1:3-Pleite gegen Borussia Dortmund nur auf einer Position. Der genesene Borowski verdrängte Schulz im Mittelfeld.
Aufsteiger Aachen übernahm von der ersten Minute das Kommando und legte ein enormes Tempo vor. Angriffswelle um Angriffswelle rollte auf das von Wiese gehütete Tor. Allerdings zeigten sich die Gastgeber im Angriff zunächst zu harmlos. Die besten Möglichkeiten entstanden aus Distanzschüssen. Erst verfehlte Fiel die Führung nur knapp (3. Minute), dann jubelten viele Fans nach dem Schuss von Reghecampf schon. Der Ball streifte nur Zentimeter am Werder-Gehäuse vorbei und prallte von der Bande ans Tornetz. Wenig später (17. Minute) passte Schlaudraff bei einem Konter mustergültig auf Rösler, der das Tor aber deutlich verfehlte.
Nach der beeindruckenden Anfangsphase der Westdeutschen konnte sich Bremen nach 20 Minuten etwas aus der Umklammerung befreien. Allerdings brachten die Ecken von Diego keine Gefahr. Bei einer gefährlichen Hereingabe von Hunt rettete Sichone in höchster Not.
Trotzdem blieb die Heimelf das bessere Team. In der 21. Minute glückte Reghecampf fast die Führung. Sein Schuss touchierte die Latte. Wiese wäre machtlos gewesen. Machtlos war der Schlussmann der Hansestädter dann in der 34. Minute. Eine verunglückte Kopfballabwehr von Vranjes landete bei Reghecampf. Dieser flankte von der rechten Seite in den Strafraum, wo Rösler zur Stelle war und ins rechte Eck köpfte.
Bremen kam vor der Pause in der 37. Minute noch durch Borowski zu einer hervorragenden Gelegenheit. Aber der Nationalspieler schlenzte das Leder aus elf Metern etwas zu lässig am von Nicht gehüteten Tor vorbei. Mit der knappen, aber verdienten Führung des Außenseiters ging es in die Kabine.
In der Pause fand Werder-Coach Thomas Schaaf offensichtlich die passenden Worte. Denn seine Elf kam wie ausgewechselt aus der Kabine. Dabei war nur Jensen für Vranjes in die Partie gekommen. Es dauerte nur drei Minuten bis die Gäste den Ausgleich erzielten. Nach einer Freistoßhereingabe von der rechten Seite durch Hunt legte Klose am langen Pfosten per Kopf in die Mitte auf Mertesacker. Der Abwehrhüne hatte keine Mühe, das Spielgerät im Aachener Kasten unterzubringen.
Beflügelt durch den Ausgleich, nahm Bremen das Heft in die Hand und erspielte sich ein deutliches Übergewicht. Aachen kam in dieser Phase nur noch sporadisch gefährlich vor das Tor der Grün-Weißen. Und so fiel die erneute Alemannia-Führung aus heiterem Himmel und auf Grund einer sensationellen Einzelaktion. Schlaudraff kam links vom Sechzehners an den Ball, tanzte die gesamte Bremer Abwehr aus, indem er sich nach rechts vorarbeitete, und Tim Wiese mit einem herrlichen Lupfer überwand. Ein Treffer der Kategorie: "Tor des Monats."
Trotz des erneuten Rückstands zeigte sich Bremen wenig geschockt. Nach einer Frings-Ecke stieg Klose in seiner unnachahmlichen Art zum Kopfball hoch und wuchtete das Leder in der 79. Minute unhaltbar in die Maschen. In der Schlussphase hatte Aachen sogar noch Glück, als Naldo knapp an Torhüter Nicht scheiterte.
Insgesamt ging die Punkteteilung nach zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten in Ordnung. Aachen zeigte in den ersten 45 Minuten die beste Saisonleistung. Das Schaaf-Team bewies nach der Pause seine Qualitäten und schlug nach zwei Rückständen zurück. Am Ende hatte Bremen sogar noch die Chance zum Siegtreffer, der aber auf Grund der schwachen ersten Hälfte unverdient gewesen wäre.
| Alemannia Aachen |
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![]() Aufstellung: Nicht (2) - Pinto (5) , Klitzpera (3) , Sichone (3,5) , Leiwakabessy (3,5) - Plaßhenrich (3) - Reghecampf (2,5) , Fiel (3,5) , M. Lehmann (3,5) - Rösler (3) , Schlaudraff (1,5) Trainer:
Frontzeck |
| Werder Bremen |
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1:0
Rösler (34., Kopfball, Reghecampf)
1:1
Mertesacker (48., Kopfball, Klose)
2:1
Schlaudraff (68., Rechtsschuss)
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Gelbe Karten |

