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Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

1
:
2

Halbzeitstand
1:1
Hamburger SV

Hamburger SV


EINTRACHT FRANKFURT
HAMBURGER SV
15.
30.
45.



60.
75.
90.








22. Spieltag, Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 1:2 (1:1)

Trochowski trifft und legt auf

Eintracht-Coach Friedhelm Funkel stellte seine Anfangsformation gegenüber dem 0:1 gegen Hannover auf drei Positionen um. Ochs stand nach seiner Gelb-Sperre wieder zur Verfügung und ersetzte in der Defensive Reinhard. Zudem kamen Köhler und Huggel für Cha sowie Rehmer von Anfang an zum Einsatz. Auch Thomas Doll veränderte seine Startelf im Vergleich zum 0:1 in Thun im UEFA-Cup unter der Woche. Der im UEFA-Cup noch gesperrte Boulahrouz stand für Demel in der Abwehrkette, im Angriff erhielt Takahara anstatt Lauth den Vorzug.


Der 22. Spieltag im Überblick


Die Zuschauer in der Commerzbank-Arena sahen einen temporeichen Beginn. Die Gastgeber drängten die Hamburger tief in die eigene Hälfte zurück und attackierten sie bereits im Aufbauspiel. Doch auch der Hamburger SV zeigte seine Offensivqualitäten und spielte kontrolliert nach vorne. In der zwölften Minute gab es dann den ersten Aufreger der Partie. Barbarez war im Laufduell mit Vasoski vom Frankfurter am Trikot gezupft und zu Fall gebracht worden. Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer sah die Situation allerdings anders und entschied auf Freistoß für die Hausherren. Die Doll-Schützlinge blieben aber in der Folgezeit die spielbestimmende Mannschaft und erarbeiteten sich ein ums andere Mal gute Einschussmöglichkeiten. Dieses Engagement machte sich dann in der 20. Minute bezahlt. Barbarez konnte von der linken Seite in die Mitte flanken und fand dort Trochowski. Der Youngster spitzelte das Leder gekonnt im Fallen über den auf der Linie verharrenden Nikolov hinweg ins Netz. Das Tor kam für die Hanseaten genau zum richtigen Zeitpunkt, jetzt konnten sie sich weiter in die Defensive fallen lassen und auf Kontermöglichkeiten lauern. Genau das machten die Gäste auch sehr geschickt, die Eintracht hatte große Mühe, das Abwehrbollwerk zu knacken. Beide Eintracht-Stürmer waren in der Hamburger Defensive äußerst gut aufgehoben und kamen in dieser Phase der Partie überhaupt nicht zur Geltung. Die Eintracht kombinierte eigentlich ganz ansehnlich, das Manko waren die unpräzisen Flanken von den Außenbahnen, die meist ohne große Mühe entschärft werden konnten. Die besseren Chancen hatten also folglich die Hamburger. Nach einer Ecke kommt der Ball am Strafraumeck zum aufgerückten Atouba, dessen Schuss allerdings nur ans Außennetz ging (38.). Erst nach dieser Möglichkeit drehten die Frankfurter auf und nahmen das Heft in die Hand. So kamen die Hessen zu Chancen im Minutentakt. Zuerst konnte Wächter eine abgefälschte Copado-Flanke gerade noch zur Ecke klären (40.), ehe der HSV-Keeper einen Distanzschuss von Meier entschärfen konnte (41.). Die dritte Möglichkeit führte dann zum Ausgleich für die Gastgeber. Nach einem weiten Einwurf von Chris köpfte Meier van Buyten gegen die Schulter und von dort sprang die Kugel über die Linie (42.).

Nach dem Seitenwechsel ging es zunächst so weiter, wie der erste Abschnitt endete - mit einer engagierten Eintracht. Allerdings fehlte weiterhin die Präzision bei den finalen Pässen, so dass Wächter zunächst wenig eingreifen brauchte. Ganz anders Nikolov auf der anderen Seite, der bei einem Takahara-Schuss aus gut 20 Metern sein ganzes Können zeigen musste und parieren konnte (51.). Lediglich eine Minute später war der Eintracht-Schlussmann aber machtlos und musste den Ball zum zweiten Mal aus dem Netz holen. Trochowski legte vor dem Tor nochmal quer für van Buyten auf, der das Leder in den rechten oberen Winkel beförderte. Nach der erneuten Führung ließ sich Hamburg wieder ein wenig zurückfallen und ließ die Eintracht im Mittelfeld kombinieren. Die tat das auch gekonnt, trotzdem fehlte den Hessen die entscheidende Initialzündung, um echte Gefahr verbreiten zu können. In der Folgezeit sahen die Zuschauer aufopferungsvoll kämpfende Frankfurter, die vehement auf den Ausgleich drängten. Meist bekamen die Defensivspezialisten um Kapitän van Buyten irgendwie noch ein Bein dazwischen, so dass es bei der knappen Führung der Hamburger blieb. In der Schlussphase kam die Doll-Elf nur noch zu vereinzelten Entlastungsangriffen, konnte das 2:1 aber bis zum Schlusspfiff verteidigen, denn bei den letzten drei Kopfballchancen von Copado (79.), Cha (89.) und Meier (90.) fehlte der Elf von Friedhelm Funkel wieder die nötige Präzision.

Eintracht Frankfurt verliert gegen den Hamburger SV mit 1:2 und muss damit die zweite Heimniederlage in Folge einstecken. Die Hanseaten springen durch den "Dreier" wieder auf Rang zwei vor und haben acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Bayern München.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Nikolov (3) - 
Chris (4) , 
Preuß (4) , 
Vasoski (3,5) - 
Huggel (5)    
J. Jones (3) - 
Ochs (3,5)    
Köhler (4,5)    
Meier (3,5)    
Amanatidis (4,5) , 
Copado (4,5)

Einwechslungen:
62. Reinhard     für Köhler
69. D.-R. Cha für Huggel

Trainer:
Funkel
Hamburger SV
Aufstellung:
Wächter (3,5) - 
Mahdavikia (3,5)    
Boulahrouz (3) , 
van Buyten (3)    
Atouba (3,5) - 
Wicky (3,5) - 
N. de Jong (3,5)    
Jarolim (3,5) - 
Trochowski (2,5)        
Takahara (4)    

Einwechslungen:
73. Klingbeil für N. de Jong
81. Lauth für Takahara
87. Laas für Trochowski

Trainer:
Doll

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Trochowski (20., Rechtsschuss, Barbarez)
1:1
Meier (42., Kopfball, Chris)
1:2
van Buyten (52., Rechtsschuss, Trochowski)
Gelbe Karten
Frankfurt:
Ochs
(6. Gelbe Karte)
,
Reinhard
(1.)
HSV:
Mahdavikia
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
19.02.2006 17:30 Uhr
Stadion:
Commerzbank-Arena, Frankfurt
Zuschauer:
47500
Spielnote:  3,5
Chancenverhältnis:
3:4
Eckenverhältnis:
5:2
Schiedsrichter:
Dr. Helmut Fleischer (Sigmertshausen)   Note 2,5
lag in allen wesentlichen Entscheidungen richtig, auch damit, statt Rot für Vasoskis vermeintliche Notbremse das Foul zuvor von Barbarez zu pfeifen (12.)
Spieler des Spiels:
Piotr Trochowski
Ein Tor und eine Vorlage - der Hamburger Mittelfeldmann machte den Unterschied aus, entschied die Partie

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