Personal: Beim FC begannen gegenüber dem 1:3 auf Schalke Reich, Sichone und Cichon für Scherz (Gelb-Rot-Sperre), Dziwior und Baranek. Bayer im Vergleich zum 2:1 gegen Kaiserslautern mit einer Änderung: Für Lucio (zurück nach Gelb-Rot-Sperre) musste Zivkovic weichen.
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Taktik: Köln setzte auf die Defensive. Bis auf Reich, der an der Mittellinie lauerte, zog sich das Team weit in die eigene Hälfte zurück und verlegte sich aufs Konterspiel. Im Mittelfeld gab es mit den Pärchen Springer/Ballack, Reeb/Bastürk und Sinkala/Ramelow eine klare Rollenverteilung.
Leverkusen agierte in Raumdeckung. Die Gäste störten früh und versuchten über die Außenpositionen sowie die Schaltstationen Ballack und Bastürk im Zentrum das Kölner Bollwerk zu knacken.
Analyse: Das Kölner Konzept ging über eine Halbzeit lang auf. Leidenschaftlich und aggressiv in der Defensive ließ der FC seinen Rivalen, der müde und ohne die erforderliche Laufbereitschaft agierte, nicht zur Entfaltung kommen. Einziges Manko der Lienen-Elf: Bei Ballgewinn und sich bietenden Kontersituationen rückte die Mannschaft nicht entschlossen genug nach.
Erst nach Kellers Ampelkarte und Kurths Treffer wachte Toppmöllers Team auf. Als Cichon nach dem Platzverweis ins Mittelfeld beordert wurde und Cullmann (später Dziwior) in die Innenverteidigung rückte, verlor der FC vorübergehend die Ordnung. Mit fatalen Konsequenzen: Beim Ausgleich wurde Torschütze Kirsten von der FC-Abwehr allein gelassen. In der Folgezeit konnten die Kölner, denen zur Entlastung ein ballsicherer Akteur im zentralen Mittelfeld fehlte, Leverkusen nicht mehr vom Strafraum fern halten. Nach dem 1:2 hatten sie nichts mehr entgegen zu setzen und kamen nicht mehr in Tornähe.
Fazit: Wegen des Chancenübergewichts nach der Ampelkarte ein verdienter Erfolg des neuen Tabellenführers, der allerdings erst spät auf Touren kam.
Von Oliver Bitter und Stephan von Nocks
| 1. FC Köln |
|---|
| Bayer 04 Leverkusen |
![]() Aufstellung: Butt (3) - Lucio (4) , Nowotny (4) - Placente (4) - Ramelow (4) - B. Schneider (4) , Ballack (3) - Bastürk (3) , Zé Roberto (4) - Trainer:
Toppmöller |
Gelb-Rote Karten |
|---|
Gelbe Karten |

