Personal : Matthias Sammer setzte erwartungsgemäß Ewerthon und Amoroso, auf die er in Liverpool (0:2) nicht zurückgreifen konnte, wieder ein. Neu im Team auch Stevic. Für dieses Trio räumten Reuter (Innenbandzerrung), Oliseh und Sörensen das Feld. Felix Magath nahm Seitz heraus, weil Balakov seine Muskelprobleme, die zuletzt einen Einsatz gegen St. Pauli (2:0) verhinderten, überwunden hatte.
Das Spiel im Live-Ticker Der 12. Spieltag im Überblick
Taktik : Platztausch in Dortmunds Innenverteidigung: Wörns, sonst der Mann für rechts, rückte nach links, auch, um von dort Zubringerdienste für das Spiel nach vorn zu leisten. Metzelder sollte dafür den auf seiner Seite vorstoßenden Hleb übernehmen. Stevic, der Balakov beschattete, und Ricken besetzten die Positionen im defensiven Mittelfeld, Rosicky hatte hinter den drei Spitzen freie Hand. Stuttgart hielt an seiner bewährten Ausrichtung fest: mit zwei Raum-Ausstattern (Soldo, Todt), die sich je nach Spielsituation Rosicky und Ricken annahmen, vor der Vierer-Abwehrkette und einem offensiven Trio (Tiffert, Balakov, Hleb), das mit Ganea, der einzigen Spitze, in der Dortmunder Hälfte Gefahrenmomente erzeugen sollte.
Analyse : Es war ein Tor aus dem Nichts, das die Partie entschied, ein Geniestreich von Rosicky, Koller und Ricken, denen Soldo, Bordon und Marques für einen Moment nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet hatten. Dortmunds Minimalisten-Elf, die die Zuschauer mit unansehnlichem Fußball gelangweilt hatte, konnte jubeln; Stuttgart hingegen schaute in die Röhre. Doppelt bitter, weil die Schwaben im Westfalenstadion forsch auftraten, fußballerisch wie taktisch den Ton angaben. Herzerfrischend ihr Kombinationsspiel (federführend der elegante Techniker Hleb), bemerkenswert die Ballsicherheit, auffallend die kluge Staffelung. Bei der Borussia - schwerfällig, hilflos - passte hinten und vorne kaum etwas zusammen. Abgesehen von dem einen lichten Moment kurz nach dem Wechsel.
Fazit : Ein einziger vernünftiger Angriff bescherte dem BVB bei dieser Zangengeburt drei ersehnte Punkte. Stuttgart nahm nur den Schönheitspreis mit.
Von Thomas Hennecke und Jan Lustig
| Borussia Dortmund |
|---|
| VfB Stuttgart |

