Personal: Die Münchner "Löwen", vom Verletzungspech gebeutelt, präsentierten sich im Vergleich zum 0:0 bei Rostock sechsfach verändert. Für Jentzsch, Zelic, Kurz (alle verletzt), Mykland (gesperrt), Max (angeschlagen) und Greilich rückten Hofmann, Votava, Pürk, Borimirov, Tapalovic sowie Winkler ins Team. Bei Energie hingegen änderte Trainer Eduard Geyer gegenüber dem 4:2 über den HSV nur einmal. Für den gesperrten Franklin kam Kobylanski in die Mannschaft.
Das Spiel im Live-Ticker Der 34. Spieltag auf einen Blick
Taktik: 1860 mit der gewohnten taktischen Ausrichtung. Häßler besaß als Spielgestalter alle Freiheiten, Tapalovic und Tyce sollten ihn absichern. Bei Energie war die Aufteilung im Mittelfeld genau umgekehrt. Miriuta und Latoundji kümmerten sich auf den Halbpositionen um den Spielaufbau, Akrapovic agierte hinter den beiden als Sicherung. Er kümmerte sich um Häßler, nahm ihn aber nicht in konsequente Manndeckung. Als Latoundji verletzt das Feld verlassen musste, zog Trainer Geyer Helbig ins Mittelfeld zurück und stellte Rödlund in den Sturm. Dieser musste 20 Minuten vor Spielende für Scherbe wieder das Feld verlassen - Geyer wollte die Defensive stärken.
Spielverlauf: Die 60er präsentierten sich in der ersten Hälfte nicht nur spielerisch erschreckend schwach. Mit minimalem Laufaufwand, gar nicht zu reden vom Siegeswillen, versuchten sie den Aufsteiger in Schach zu halten. Kein Wunder, dass die zunächst offensiv ausgerichteten Cottbuser wenig Mühe hatten, die Partie zu bestimmen und sich gute Chancen zu erspielen. Beim Verwerten der selben haperte es jedoch, sonst wäre die Begegnung wohl frühzeitig entschieden gewesen.
So kamen die "Löwen" nach der Pause noch einmal ins Spiel zurück. Sie zeigten nun ein wenig mehr Engagement, profitierten aber auch davon, dass Cottbus sich zu sehr aufs Verteidigen beschränkte. Normalerweise rächt sich so etwas, nicht so gegen diese Münchner. Diese gaben zwar nun den Ton an, aber deren Spielaufbau war viel zu umständlich, zu langsam, zu ungenau, der Sturm quasi nicht existent. Hinzu gesellten sich immer wieder unglaubliche "Stockfehler". Bezeichnend, dass nur die von Häßler getretenen Standards Gefahr heraufbeschworen.
Fazit: Cottbus kam auf Grund der guten ersten Hälfte sowie des deutlich größeren Engagements verdient zu drei Punkten.
Von Christian Biechele und Jürgen Nöldner
| 1860 München |
|---|
![]() Aufstellung: M. Hofmann (3) - T. Votava (4) - T. Hoffmann (3,5) , Riseth (5) - Borimirov (5) , F. Tapalovic (5) , Tyce (4,5) , Pürk (5) - Häßler (4) - Winkler (5,5) , Beierle (6) Trainer:
Lorant |
| Energie Cottbus |
![]() Aufstellung: Piplica (2) - Sebök (3,5) - Hujdurovic (3) , Vata (3) - Akrapovic (3,5) - Reghecampf (4) , Latoundji (4) , Miriuta (3) , Kobylanski (4) - Labak (3) , Helbig (4) Trainer:
Geyer |

