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21.02.2015, 16:08

Missglückte Debüts in Dresden und Mainz

Bielefeld bezwingt Stuttgart - Erfurt ist Zweiter

Großaspach verlor als Gastmannschaft zu Hause das Derby gegen den VfB Stuttgart II. Auf den Bänken von Dresden (gegen Wehen Wiesbaden) und Mainz II (in Rostock) missglückten derweil die Trainerdebüts, während Spitzenreiter Arminia Bielefeld die Stuttgarter Kickers im Zaum hielt. Im Verfolgerduell unterlag Münster den Kieler "Störchen". Gewinner des Spieltags waren Erfurt und Duisburg, die nach oben kletterten. Am Freitag trennten sich Unterhaching und Chemnitz mit einem torlosen Remis, dem BVB II gelang gegen Halle das erste Tor im neuen Jahr.

Kickers knicken vor Bielefeld ein

Abgehoben: Stuttgarts Braun gewinnt hier zwar das Kopfballduell gegen Junglas (li.), verlor aber das Spiel.
Abgehoben: Stuttgarts Braun gewinnt hier zwar das Kopfballduell gegen Junglas (li.), verlor aber das Spiel.
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Am Samstag stand das Spitzenspiel zwischen dem Tabellenvierten Stuttgarter Kickers und Primus Arminia Bielefeld im Blickfeld: Spielerisch hatte das Duell dann aber lange Zeit nur wenig Höhepunkte zu bieten. Die Kickers waren die agilere Mannschaft, ließen ihre Chancen aber ungenutzt (Baumgärtel, 44.) und mussten gegen äußerst defensiv ausgerichtete Ostwestfalen schließlich torlos in die Kabinen. Die Arminia hatte offensichtlich großen Respekt vor den Schwaben, die in der laufenden Runde zu Hause bis dato noch kein Spiel verloren hatten (Bilanz: 8/4/0) - und das sollte tunlichst auch im ersten Spiel im renovierten Gazi-Stadion so bleiben. Dem war aber nicht so, denn Schütz war bei einem Fehler von Stuttgarts Schlussmann zur Stelle und nickte per Kopf zum 1:0 ein (62.). Dick machte kurz vor dem Ende mit seinem Treffer zum 2:0-Endstand schließlich alles klar (82.). Infolge der Niederlage rutschten die Kickers auf Platz sieben ab.

Kiel gewinnt Verfolgerduell in Münster

In Münster war man darauf aus, das 0:1 von Erfurt, das die Preußen den Platz an der Sonne gekostet hatte, als einmaligen Ausrutscher aussehen zu lassen. Im Verfolgerduell gegen Kiel sollte nun Wiedergutmachung geleistet werden. Keine leichte Aufgabe für die Mannschaft von Trainer Ralf Loose - immerhin kamen die "Störche" mit sieben Punkten aus drei Spielen im Gepäck angereist, mussten nun aber zunächst das 0:1 durch Kara schlucken (36.). Lindner (39.) sowie Kazior (42.) sorgten aber noch vor der Pause für die Kehrtwende. In Durchgang zwei brachte Kazior mit seinem zweiten Treffer in der 70. Minute den Dreier in trockene Tücher.

Duisburg feiert Derbysieg

Er brachte Duisburg auf die Siegerstraße: Kingsley Onuegbu.
Er brachte Duisburg auf die Siegerstraße: Kingsley Onuegbu.
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Die Zebras zeigten sich vom 2:4 auf der Bielefelder Alm, als ihre eindrucksvolle Serie von sechs Partien ohne Niederlage riss, unbeeindruckt und galoppierten im Derby gegen den frech aufspielenden Aufsteiger Fortuna Köln auf und davon. Ohne Bohl (Schulterverletzung) und Hajri (Beckenprellung) feierte der MSV einen nicht unverdienten 2:0-Sieg und schob sich damit im Tableau auf Platz drei vor. Mann des Tages war Onuegbu, dem beide Treffer glückten (17., 84.) und der die Meidericher damit auf Rang drei führte.

Erfurts Weste bleibt weiß

Rot-Weiß Erfurt hat im Jahr 2015 eine blütenweiße Weste und behielt diese auch gegen den VfL Osnabrück, der sich in einer handfesten Krise befindet. Die Niedersachsen, bei denen Stürmer Menga das Duell in Thüringen zu einem Charaktertest erhoben hatte, kassierten ihre vierte Niederlage in Serie. Früh gerieten die Lila-Weißen auf Abwege, da sie nach Thomiks Notbremse gegen Kammlott ab der 29. Minute in Unterzahl agieren mussten. Danach nahm das Unheil aus Gäste-Sicht seinen Lauf: Aydin per Schlenzer (44.) und Czichos (57.) brachten die Erfurter auf Kurs, Gohouris Eigentor (64.) machte die Dinge wieder spannend - mehr aber auch nicht. In der Nachspielzeit war es Kammlott, der mit seinem Treffer zum 3:1 (90.+3) den gegnerischen Hoffnungen endgültig den Garaus machte und Erfurt Platz zwei in der Tabelle sicherte.

Trainerdebüt I: Jänicke verdirbt Nemeth die Laune

Nach nur 270 Tagen räumte Dynamo Dresden die Akte Stefan Böger wieder weg, Peter Nemeth übernahm das Ruder und stand gegen den SV Wehen Wiesbaden nun erstmals in der Pflicht. Mit Disziplin sollte gegen die Hessen die Trendwende eingeleitet werden, doch es kam anders: Jänicke war in der 52. Minute zur Stelle, besiegelte damit die vierte Schlappe der Sachsen in Serie und verdarb damit Nemeth zugleich das Debüt auf der Bank. Für den SVWW, für den Vunguidica in der 82. Minute auch noch einen Elfmeter vergab, war es übrigens der erste Dreier in 2015.

Tabellenrechner 3.Liga

Trainerdebüt II: Schlappe für Schwarz

Auch in Rostock stand ein Trainerdebüt an: Bei Mainz II feierte Sandro Schwarz Premiere auf der Bank. "Das wird sicher kein Zuckerschlecken", hatte der 36-Jährige im Vorfeld erklärt und sollte Recht behalten. Im Abstiegskracher bei Hansa Rostock setzte es für die Nullfünfer eine empfindliche 1:2-Schlappe. Ziemer (60.) und Schünemann (69.) trafen nach Wiederanpfiff und zogen damit die Hansa-Kogge zugleich aus der Abstiegszone. Die Reserve der Mainzer rutschte hingegen unter den ominösen Strich und wird nun auf Platz 18 geführt. Klements Anschlusstreffer in der Nachspielzeit war letzten Endes nicht mehr als Ergebniskosmetik (90.+2).

Großaspach geht im Auswärtsderby daheim baden

Kurios: Großaspach musste zum Derby gegen Stuttgart II im eigenen Stadion antreten, weil das Gazi-Stadion, in dem der VfB heimisch ist, belegt war - die ebenfalls dort ansässigen Kickers spielten nämlich gegen Bielefeld. Nun aber zum Sportlichen! Großaspachs Trainer Uwe Rapolder wollte unbedingt den ersten Dreier im neuen Jahr eintüten, musste dann aber miterleben, wie seine Schützlinge nach Strich und Faden gerupft wurden: Hagguis (42.) Führungstreffer vor der Halbzeit konnte Rühle nach Wiederanpfiff zwar noch egalisieren (66.), doch gegen Ginczek war in Großaspach kein Kraut gewachsen. Der bullige Stürmer sorgte mit einem Doppelpack für klare Verhältnisse (68., 71.), ehe Breier in der Schlussphase den 4:1-Endstand markierte (84.).

Krämer greift durch und wird verstanden

Vor dem Duell gegen Jahn Regensburg hatte Energie-Coach Stefan Krämer durchgegriffen und Elsner wegen "mangelnder Trainingsleistung" zur U 23 verbannt. Ein Warnschuss, den die Lausitzer wohl verstanden haben, denn gegen den Jahn überzeugten die Cottbuser souverän mit 4:1 und landeten den zweiten Sieg in Serie. Maßgeblich Anteil am Erfolg hatte Kleindienst mit einem Dreierpack (32., 57., 83.). Die abstiegsbedrohten Regensburger kassierten somit nach zuvor sieben Punkten in Folge mal wieder einen herben Rückschlag.

Nyarko erzielt erstes Tor für den BVB II

Timo Furuholm gegen Jeremy Dudziak
Halles Torschütze Furuholm (li.) gegen Dudziak vom BVB II.
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Borussia Dortmund II feierte am Freitagabend das erste Tor im Jahr 2015. Nyarko war es vorbehalten, gegen den Halleschen FC kurz vor dem Abpfiff den 1:1-Endstand zu erzielen. Zuvor hatte Furuholm die Gäste in der 44. Minute in Führung geschossen. Besser mit dem Punkt leben können die Jungborussen. Denn Halle war bei Dauerregen im Stadion Rote Erde eigentlich über nahezu die komplette Spieldauer das aktivere Team. Die Elf von Trainer Sven Köhler hatte mehr Spielanteile und die Mehrzahl an Chancen. Doch nur Furuholm überwand BVB-Keeper Alomerovic. Diese Nachlässigkeit sollte sich dann rächen, denn mit dem Mute der Verzweiflung und auch viel Glück kam der BVB mit dem ersten Tor des Jahres doch noch zum schmeichelhaften Punktgewinn.

Gerechtes Remis im Sportpark

Viel wurde investiert, damit die Partie zwischen der SpVgg Unterhaching und dem Chemnitzer FC angepfiffen werden konnte. Sogar Vogelscheuchen wurden im Alpenbauer Sportpark aufgestellt, damit Vögel nicht weiterhin den Platz umgraben konnten. Mit Erfolg, um 19 Uhr konnte Schiedsrichter Sven Waschitzki die Partie anpfeifen. Das dennoch schwer zu bespielende Geläuf bereitete den Hausherren mehr Schwierigkeiten. Die Sachsen waren im ersten Durchgang das aktivere Team, ohne allerdings daraus Kapital schlagen zu können. In Durchgang zwei zeigte sich die SpVgg öfters in der Offensive, der CFC blieb aber am Drücker. Erst gegen Ende der Partie wurden die Oberbayern dann mutiger, ohne aber den entscheidenden Punch setzen zu können. Der eine Zähler bringt die beiden Kontrahenten in der Tabelle nicht entscheidend voran, die SpVgg und der CFC bleiben im hinteren Mittelfeld stecken.

kon

21.02.15
 
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