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26.06.2014, 10:47

Einige Profis verdienen weniger als 400 Euro

Hachinger Profifußballer auf Minijob-Basis

Auf 400 Euro Grundgehalt kommen bei der SpVgg Unterhaching einige Nachwuchsspieler. Trotz Profifußball ein normaler Zustand für Präsident Manfred Schwabl. Den häufigen Vorwurf, dass Fußballer überbezahlt seien, brauchen sich diese nicht gefallen zu lassen.

Möchte ein Jahr lang seinen Traum leben: Josef Welzmüller (rechts)..
Möchte ein Jahr lang seinen Traum leben: Josef Welzmüller (rechts).
© ImagoZoomansicht

Über 8,50 Euro, den in Deutschland angedachten Mindestlohn, wird in der Gesellschaft heiß diskutiert. Dieser Betrag, den jeder Bundesbürger zukünftig pro Stunde mindestens verdienen soll, fällt bei manchem Spieler der SpVgg Unterhaching deutlich niedriger aus. Auf 400 Euro Grundgehalt im Monat kommt der eine oder andere Nachwuchskicker der SpVgg. Mancher verdient sogar noch weniger. Und das als Fußballprofi in der 3. Liga. Manfred Schwabl, Präsident der finanziell klammen SpVgg, plagen angesichts des niedrigen Lohnniveaus keine Gewissensbisse. "Ich habe überhaupt kein schlechtes Gewissen, weil das junge Spieler sind, die aus der Jugend kommen. Einem Nachwuchsspieler ein großes Gehalt zu zahlen, ist für dessen Entwicklung nicht sinnvoll. Sie müssen sich ihre Sporen im wahrsten Sinne des Wortes erst mal verdienen", sagt Schwabl. Der ehemalige Bayern-Profi sieht für den Nachwuchs einen "absoluten Mehrwert". "Wir bieten in Unterhaching eine perfekte Plattform. Die jungen Spieler können sich präsentieren und so für höhere Aufgaben empfehlen", sagt der Präsident.

In Unterhaching wird von Fall zu Fall differenziert. Es gibt sozusagen verschiedene Tarifgruppen. Akteure wie zum Beispiel Benjamin Schwarz oder Mario Erb, die viel Erfahrung in der 3. Liga oder höher besitzen, werden besser honoriert. "Dass ich so jemandem keine 400 Euro bezahle, versteht sich von selbst", sagt Schwabl. In den hinteren Spalten der Lohntabelle stehen diejenigen Spieler, die frisch aus dem eigenen Jugendbereich kommen oder noch über keine Profi-erfahrung verfügen.

Dazu gehört auch Josef Welzmüller, der zu dieser Saison vom bayerischen Regionalligisten Heimstetten zu den Hachingern kommt. Der 24-Jährige - Bruder des gerade von Unterhaching zum VfR Aalen gewechselten Maximilian - sucht die sportliche Herausforderung. Der Lohn steht im Hintergrund. "Mir war klar, dass ich in Unterhaching nicht viel verdienen kann. Aber ich habe hier die Chance, in der 3. Liga zu spielen. Da sollte man nicht auf das Geld schauen", sagt der in einer Münchner WG wohnende Welzmüller, der vor Kurzem in München seinen Bachelor in BWL absolviert hat. Der Abwehrmann kann seine Grundausgaben mit dem Verdienst laut eigenen Aussagen decken. Über Haching will er sich im Profifußball versuchen. "Für mich bietet es sich an, mal ein Jahr meinen Traum zu leben." Schwabl weist in der Niedriglohn-Diskussion in Richtung Konkurrenz. "Wir sind in der 3. Liga bei Weitem nicht die einzigen, die Spieler auf diesem Niveau bezahlen. Das muss man bei der Diskussion auch mal klarstellen."

Robert M. Frank

 
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weitere Infos zu Welzmüller

Vorname:Josef
Nachname:Welzmüller
Nation: Deutschland
Verein:SpVgg Unterhaching
Geboren am:10.01.1990

weitere Infos zu Erb

Vorname:Mario
Nachname:Erb
Nation: Deutschland
Verein:Rot-Weiß Erfurt
Geboren am:16.06.1990

weitere Infos zu Ziege

Vorname:Christian
Nachname:Ziege
Nation: Deutschland

Vereinsdaten

Vereinsname:SpVgg Unterhaching
Gründungsdatum:01.01.1925
Mitglieder:950 (30.06.2011)
Vereinsfarben:Rot-Blau
Anschrift:Am Sportpark 1
82008 Unterhaching
Telefon: (0 89) 61 55 91 60
Telefax: (0 89) 61 55 91 688
Internet:http://www.spvgg-unterhaching.de/


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