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09.05.2009, 10:51

Fürth empfängt Nürnberg zum Derby

Eine Frage der Emotionen

Es ist das fränkische Derby. Benno Möhlmann (54) trifft mit der SpVgg Greuther Fürth auf den 1. FC Nürnberg und Michael Oenning (43). Der kicker bat beide Trainer zum Gespräch.

Michael Oenning, Benno Möhlmann (re.)
Shakehands: Michael Oenning und Benno Möhlmann (re.) beim Hinspiel, das der Club 2:1 gewann.
© imagoZoomansicht

kicker: Herr Oenning, Herr Möhlmann: Sie haben beide für Preußen Münster gespielt. Gibt es sonst noch Berührungspunkte?

Michael Oenning: Wir haben, auch wenn es der Benno nicht mehr weiß, schon mal gegeneinander Fußball gespielt.

Benno Möhlmann: Bei einer Partie der jungen gegen die alte Mannschaft der Uni Münster, ich erinnere mich.

kicker: Wer gewann?

Oenning: Die Alten, die haben früher immer gewonnen.

kicker: Wer beneidet wen bezüglich der unterschiedlichen Voraussetzungen beider Vereine? Hier die Ruhe, mit der in Fürth gearbeitet werden kann, dort die große Aufmerksamkeit in Nürnberg.

Möhlmann: Wir müssen lernen, unsere Voraussetzungen zu akzeptieren. Ob das nun um die Struktur, die Zuschauerzahlen, die sportliche Entwicklung der vergangenen Jahre oder um das zur Verfügung stehende Geld geht. Darauf können wir letztlich stolz und zufrieden sein. Und dabei gleichzeitig unsere Eigenheiten herausstellen und weiterentwickeln.

Oenning: Ich kenne eure Situation recht gut. Ich habe in Bochum gearbeitet, das zwischen Dortmund und Schalke liegt. Der Vorteil ist, dass man seine Eigenheit viel besser herausarbeiten kann. Wir in Nürnberg haben den riesigen Vorteil, dass wir uns Tradition nicht mehr erarbeiten müssen. Der gesamte Verein ist gelebte Tradition. Wir müssen niemanden begeistern, eher etwas bremsen - das empfinde ich aber nicht als Last.

kicker: Worauf kommt es am Sonntag besonders an?

Oenning: Wir müssen unsere Emotionen im Griff haben und kühlen Kopf bewahren. Wir dürfen uns von außen nicht anstecken lassen, sondern müssen die richtig gute Stimmung in eigene Leistung kanalisieren.

Eigler gegen Karaslavov
Einst Fürth, jetzt Nürnberg: Christian Eigler, rechts Asen Karaslavov.
© imago

Möhlmann: Für uns geht es schon darum, Emotionen zu wecken und mitzunehmen. Wir sind ja nicht gerade bekannt dafür, dass dies bei uns sonst im Vordergrund steht.

kicker: Wie passt es in Ihre Denkweise, Herr Möhlmann, wenn Ihr Präsident Helmut Hack sagt, es sei ein Erfolg, jedes Jahr unter den ersten sechs der 2.Liga zu stehen?

Möhlmann: Es ist eine realistische Einschätzung. Greuther Fürth ist noch nie in eine Saison gestartet und konnte sagen, wir haben eine Mannschaft zusammen, die aufsteigen kann und muss. Wir hatten aber dann während der Saison oft genug Teams geformt, die es hätten schaffen können. Da lief nicht immer alles optimal, das gebe ich zu.

kicker: Platz drei bedeutet Relegation. Wie sehen Sie die Chance, dass der Zweitligist besteht?

Oenning: Dass ich Platz drei sofort nehmen würde, beantwortet wohl die Frage. Klar ist auch, dass mir der direkte Aufstieg lieber wäre.

Möhlmann: Die 2. Liga hat sich spielerisch weiterentwickelt, auch taktisch. Die Spitzenteams können im unteren Bereich der Bundesliga mitspielen. Die ersten acht bis zehn Vereine dort haben sich abgesetzt, danach kommt eine Mischwelt aus 20 Vereinen, die mal oben, mal unten spielen können. Uns zähle ich nicht dazu, weil wir noch nicht Bundesliga gespielt haben.

kicker: Ihr Vertrag läuft Ende Mai aus. Machen Sie eine Verlängerung vom Ausgang der Saison abhängig, Herr Möhlmann?

Möhlmann: Nicht von der reinen Tabellensituation - die allgemeine Stimmung und Motivation für die neue Saison sind für mich die ausschlaggebenden Faktoren. Wenn es nach mir geht, fällt eine Entscheidung erst nach Saisonende.

kicker: Was schätzen Sie jeweils an Ihrem Kollegen?

Möhlmann: Seine sachliche, vernünftige Art. Außerdem verkörpert er den Beruf des Fußballlehrers ausgezeichnet.

Oenning: Ich habe Benno als Spieler immer sehr gemocht. Er ist authentisch, immer souverän und kommt als Fachmann rüber. Er erscheint sympathisch und seriös. Das sind zwei Attribute, für die man schwer arbeiten muss.

Interview: Chris Biechele, Axel Heiber, Frank Linkesch

 

kicker

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