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18.02.2019, 21:55

SV98-Präsident Fritsch spricht über Schuster-Entlassung

Darmstadts Neuer soll "kein Feuerwehrmann" werden

Seit Montagmittag ist das erfolgreichste Kapitel, das je ein Trainer in 120 Jahren SV Darmstadt 98 geschrieben hat, Geschichte. Am Montagabend stellte sich Präsident Rüdiger Fritsch den Medien und zeigte sich am Abend der Entlassung Schusters "massiv dankbar", ordnete die Freistellung des Übungsleiters aber als logische Entscheidung ein.

Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch
Im Fokus nach der Freistellung von Dirk Schusters: Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch.
© imagoZoomansicht

Mit dem Durchmarsch bei kleinen Mitteln von der 3. in die 1. Liga, dem dortigen Klassenerhalt als krasser Außenseiter und dem erfolgreichen Einsatz als Retter in Liga zwei in der Vorsaison hat Dirk Schuster bei den Lilien die sportliche Benchmark gesetzt. Am Montag wurde der kultige Trainer bei den Lilien von seinen Aufgaben entbunden.

Der Abgleich der sportlichen Ziele des Vereins mit dem Ist-Zustand - das immer weitere Abdriften in den Abstiegskampf, kaum erkennbare Fortschritte im Spiel der Mannschaft trotz üppigen personellen Nachschlags im Winter - habe letztlich den Ausschlag gegeben, so Fritsch. "Wir haben eine sportliche Bilanz, die uns nicht zufriedenstellt." Auch die Zukunftsprognose sei für den Fall des Festhaltens an Schuster eher negativ ausgefallen.

Fritsch: "Nichts hinter dem Rücken gelaufen"

Die rein sportliche Analyse habe zur Entscheidung contra Schuster, den die Fans noch am Freitag in Sandhausen lauthals gefeiert hatten, geführt. Von atmosphärischen Störungen im Binnenverhältnis zwischen Trainer und einigen Spielern wollte Fritsch nichts wissen: "Spieler, die sich über den Trainer beschweren, gibt es grundsätzlich nicht", schob er Nachfragen in diese Richtung einen Riegel vor. Man habe in den vergangenen Wochen zwar "viel gesprochen", Kritik aus Reihen der Spieler sei aber nicht geäußert worden.

Auch sei "hinter dem Rücken des Trainer-Teams definitiv nichts gelaufen", betonte Fritsch und verneinte damit Annahmen, der SV 98 befinde sich nicht erst seit Montagnachmittag in Sondierungen oder gar Verhandlungen mit potenziellen Nachfolgern. Die Suche nach dem neuen Coach wälzte er ziemlich vollständig auf den erst wenige Stunden vorher zum neuen Sportlichen Leiter und damit noch stärkeren Mann ernannten Carsten Wehlmann ab.

Antwerpen spielt keine Rolle

Wehlmann sei es auch, der in Kürze das Profil umreißen werde, das der neue Darmstädter Trainer haben solle. Es solle aber "kein Feuerwehrmann" für die ausschließliche kurzfristige Rettung in den nächsten Wochen werden, hielt Fritsch schon mal fest. Nach kicker-Informationen steht ebenfalls fest, dass der am Montag gehandelte Kandidat Marco Antwerpen in den Planungen der Südhessen keine Rolle spielt.

Jens Dörr

 
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