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12.05.2018, 10:45

Keine Spielerabschiede am Sonntag

Großes Bye-bye für Bölles Gegengerade

Nicht nur sportlich kommt dem Spiel des SV Darmstadt 98 gegen den FC Erzgebirge Aue am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) eine immense Bedeutung zu. Für die Lilien-Fans hat die Partie auch eine zusätzliche emotionale Bedeutung: Sofern es kein Relegationsheimspiel im Merck-Stadion am Böllenfalltor mehr gibt, ist es die letzte Begegnung vor der altehrwürdigen Gegengerade.

Die Gegengerade am Böllenfalltor
Ihre Tage sind gezählt: Die Gegengerade am Böllenfalltor fällt den Vorgaben der DFL zum Opfer.
© imagoZoomansicht

Die gilt selbst bei vielen Gästefans als Kult, da sie ohne Dach und ohne jeglichen Komfort aus der Zeit gefallen scheint. Was auch die DFL so sieht, die Fußball-Zuschauern der 2. Bundesliga keinen Stadionbesuch im Regen zumuten will. In Darmstadt hat dies zwar gerade in erfolgreichen Zeiten kaum jemanden vom Gang in die Nieder-Ramstädter Straße abgehalten. Doch die Tage sind ab dem morgigen Sonntag gezählt.

Zunächst verabschieden die Fans die Gegengerade dann noch mit einer aufwändigen Choreografie. Kurz nach Saisonende beginnen der Abriss und der Neubau einer überdachten Gegengerade, auf der vorn gestanden und hinten beziehungsweise weiter oben gesessen werden kann. Dadurch verringert sich die Kapazität des Stadions in der nächsten Saison auf zunächst rund 11.000 Plätze. Über die Dauerkarten-Besitzer und das Gästekontingent hinaus wird es dann - im Falle des Zweitliga-Verbleibs - schwer sein, an Tickets zu gelangen.

Bei einigen Spielern hängt der Verbleib vom Saisonausgang ab

Während die Fans die auf Kriegsschutt errichtete Kulttribüne am Sonntag verabschieden werden, verzichtet der Verein auf den Abschied jener Spieler, bei denen hinter den Kulissen schon jetzt feststeht, dass sie über diese Runde hinaus keine Zukunft am "Bölle" haben. Bei einigen hänge der Verbleib aber auch noch von der Ligazugehörigkeit ab, machte Trainer Dirk Schuster am Freitag deutlich.

Und eine Feier, falls auch das elfte Spiel in Serie nicht verloren und damit der direkte Klassenerhalt dank eines guten Zielspurts noch eingetütet werden sollte? Schuster: "Diese Saison ist alles andere als zufriedenstellend gelaufen. Der Klassenerhalt wäre kein großer Anlass, Partys abzuhalten." Obgleich selbst mit Platz 15 fürs Erste das erreicht wäre, was Präsident Rüdiger Fritsch vor der Spielzeit als Ziel ausgegeben hatte: die Etablierung im Profi-Fußball, für ihn besonders die 1. und 2. Bundesliga. Darf man 2018/19 erneut zweitklassig Fußball spielen, wäre es das fünfte Jahr in Folge in Liga eins oder zwei. Davor war der SV 98 zwischen 1993 und 2014 mehr als 20 Jahre lang aus Ober- und Unterhaus verschwunden gewesen.

Jens Dörr

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Merck-Stadion am Böllenfalltor

Stadionkapazität: 17.400

weitere Infos zu Schuster

Vorname:Dirk
Nachname:Schuster
Nation: Deutschland
Verein:SV Darmstadt 98

Vereinsdaten

Vereinsname:SV Darmstadt 98
Gründungsdatum:22.05.1898
Mitglieder:8.000 (01.07.2018)
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:Nieder-Ramstädter Straße 170
64285 Darmstadt
Telefon: (0 61 51) 27 52 398
Telefax: (0 61 51) 66 66 99
E-Mail: info@sv98.de
Internet:http://www.sv98.de/


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