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19.03.2018, 22:23

Nur ein Punkt für Nürnberg - FCI gelingt die Wende

Heißer Fight zum 2:1: Aue zieht mit Fürth gleich

Im Kellerduell am Montag besiegte Aue die Fürther verdient mit 2:1 und zieht nach Punkten mit der SpVgg gleich. Der Tabellenzweite Nürnberg schaffte am Sonntag die Kehrtwende nicht - 1:1 gegen Kellerkind Darmstadt. Damit rückte Kiel bis auf zwei Zähler an den FCN heran. Düsseldorf hat sich an der Spitze abgesetzt. Ingolstadt beendete gegen Dresden die Talfahrt. Bochum feierte einen Mann und atmet im Abstiegskampf auf, ebenso wie Braunschweig.

Aue nimmt den Kampf an: Verdientes 2:1 gegen Fürth

Aue jubelt über die zwei Tore in Halbzeit eins gegen Fürth.
Aue jubelt über die zwei Tore in Halbzeit eins gegen Fürth.
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Zum Abschluss des 27. Spieltags in der 2. Bundesliga stand am Montag ein echtes Topspiel an - wenn auch nur im Keller der Tabelle. Aue, das vor dem Anpfiff auf dem Relegationsplatz rangierte, empfing die SpVgg Greuther Fürth. Die Mittelfranken waren eine Position und drei Zähler besser platziert. Nach dem Schlusspfiff hatten die Veilchen den Rückstand mit einer überzeugenden Vorstellung egalisiert und haben weiterhin den direkten Klassenerhalt im Blick. Die SpVgg konnte in den ersten Minuten die Partie offen gestalten, doch dann entwickelte die Drews-Elf eine solche Wucht, dass die Fürther Defensive zu Fehlern gezwungen wurde. Nach Malocas Blackout bedankte sich Köpke mit dem 1:0, kurz danach erzielte der frühere Fürther Cacutalua aus dem Gewühl heraus die 2:0-Pausenführung. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der FCE das gefährlichere Team, Munsy verpasste bei einer Großchance das fällige 3:0. Die Fürther hatten im zweiten Abschnitt mehr Spielanteile, doch echte Chancen blieben für das Kleeblatt Mangelware. Erst in der Schlussphase wurde es nochmal spannend, weil Narey die erste echte Chance zum Anschlusstreffer nutzte. Doch in den letzten Minuten brachten die Auer den knappen Vorsprung zum verdienten 2:1-Heimsieg über die Zeit.

Nürnberg nur remis gegen Darmstadt

Marvin Stefaniak (li.) gegen Dong-Won Ji
Enges Duell: Nürnbergs Marvin Stefaniak (li.) gegen Darmstadts Dong-Won Ji.
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Der Negativtrend von Aufstiegskandidat 1. FC Nürnberg hält an, der Club konnte gegen den Tabellenvorletzten Darmstadt 98 aber wenigstens einen Punkt holen - 1:1. Beim fünften sieglosen Spiel in Folge machte es der FCN den äußerst defensiv eingestellten Gästen zunächst leicht, denn die Franken legten in der ersten Hälfte einen zu pomadigen Auftritt hin. Die Elf von Trainer Michael Köllner agierte ideenlos. Darmstadt nutzte nach einer Ecke den ersten ernstzunehmenden Vorstoß durch Boyd. Den zweiten Durchgang ging der FCN wesentlich engagierter an, kam auch zu guten Chancen, hatte bei Möhwalds Pfostentreffer aber Pech (71.). Den hochverdienten Ausgleich markierte Margreitter (79.) per Kopf, der Siegtreffer wollte aber trotz Dauerdruck nicht mehr gelingen. Kiel ist nur noch zwei Zähler von Nürnberg entfernt.

Kehrtwende beim FC Ingolstadt

Am Sonntag schaffte der FC Ingolstadt nach fünf Spielen ohne Sieg mit dem 4:2 gegen Dresden die Kehrtwende. "Es geht um viel", meinte Allrounder Schröck, der gegen Dynamo nach 28 Minuten den zweiten Treffer markiert hatte. Zuvor hatte Pledl den FCI in Führung gebracht. Dresdens Koné, zuletzt noch Dreierpacker gegen Heidenheim (3:2), nährte vom Punkt die Hoffnung, Ballas (79.) glich sogar aus. Zum Punktgewinn reichte es aber nicht weil Kittel mit einem Tor und einer Vorlage noch einmal aufdrehte.

Braunschweig - erst furios, dann zittrig

Braunschweig hat mit dem 3:2 gegen Duisburg drei wichtige Zähler eingefahren und sich etwas von den hinteren Regionen abgesetzt. "Wir haben die Situation angenommen und gehen mit voller Wucht in jedes Spiel", hatte Jubilar Boland (300. Partie für die Eintracht) vor dem Spiel gegen den MSV mit Blick auf den Abstiegskampf erklärt, und seine Mannschaft ließ Taten folgen. Nach einer furiosen ersten Hälfte lag Braunschweig schon mit 3:0 vorne, Nyman, Tingager und Abdullahi hatten getroffen. Der MSV ließ sich nicht hängen und verkürzte durch Wolze (69.) und ein Valsvik-Eigentor (83.). Braunschweig zitterte sich letztlich zum Sieg.

Spalvis bügelt Callsen-Brackers Patzer aus

Callsen-Bracker
Notbremse: Callsen-Bracker verursacht gegen Allagui einen Strafstoß.
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Gegen St. Pauli erwartete den 1. FC Kaiserslautern ein Endspiel - und zunächst war das kaum erkennbar. Nach zwei Großchancen von Allagui (21. und 22.) hätten die Gäste führen müssen, dann aber wachte Lautern auf. Bei der besten Gelegenheit hinderten sich Mwene und Borrello gegenseitig am Torerfolg (31.). Nach der Pause war St. Pauli das überlegene Team und belohnte sich dank eines Stockfehlers von Callsen-Bracker, der wegen einer Notbremse gegen Allagui die Rote Karte sah - Bouhaddouz versenkte den fälligen Strafstoß zum 1:0 (73.). Der FCK zeigte eine Reaktion und verwandelte den Betzenberg bei Spalvis' Ausgleich in ein Tollhaus (84.)! Ein Sieg wurde es aber nicht mehr, sodass sich die Situation im Keller nicht zwingend verbessert hat; ein Punkt für die Moral ist es dennoch.

Union steht sich selbst im Weg - Jahn punktet

In Berlin wurde von Union-Boss Dirk Zingerle in der Vorwoche sogar der Abstiegskampf ausgerufen, gegen Aufstiegsaspirant Jahn Regensburg ging es in der Auftaktphase sehr verhalten zu. Quasi mit dem Pausenpfiff brachte Kapitän Kroos die Köpenicker mit einem feinen Schlenzer in Führung (45.). Das 1:0 verlieh Union nach dem Seitenwechsel viel Mut, die Hausherren waren die klar bessere Mannschaft - und fingen sich plötzlich den Ausgleich: Grüttner brachte den Jahn aus dem Nichts zurück (59.). Aber Union hatte in Person von Hosiner einen schlagfertigen Konter, der Angreifer stellte die Führung wieder her (64.), die Union nicht zum Sieg reichte - weil Pedersen sich im eigenen Strafraum stümperhaft anstellte und Knoll den Elfmeter zum 2:2-Endstand verwandelte (88.).

Hinterseer-Gala: Bochum dreht ein 0:2 zum Sieg

In einer rasanten Auftaktphase zwischen Sandhausen und Bochum sorgte Stiefler schon nach 18 Minuten für das Highlight des Spieltags: Linsmayers Kopfballvorlage drückte der Rechtsverteidiger in der Luft mit der Hacke über die Linie! Auf das 2:0 von Gislason (24.) hatte der VfL durch Hinterseer prompt eine Antwort parat (26.) - mit dem 2:1 ging es in die Pause. Mit seinem zweiten Tor (56.) und dem damit verbundenen Ausgleich verlieh Hinterseer den Bochumern mächtig Schwung und krönte seine Gala kurz darauf mit dem dritten Treffer (64.) - Bochum hatte das Spiel gedreht und brachte den knappen 3:2-Sieg über die Zeit. Ein elementar wichtiger Dreier im Abstiegskampf.

Düsseldorf liegt zweimal hinten - Wende durch Bodzek und Raman

Düsseldorfs Sobottka jubelt über das zwischenzeitliche 2:2 gegen Bielefeld.
Düsseldorfs Sobottka jubelt über das zwischenzeitliche 2:2 gegen Bielefeld.
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Spitzenreiter Düsseldorf sah sich zunächst frechen Bielefeldern ausgesetzt, die bei der Fortuna mit offenem Visier begannen. Insofern war der Führungstreffer durch Börner nicht unverdient. Durch den Rückstand wurde die Funkel-Elf zielstrebiger und profitierte von einem Ballverlust des Arminen-Torschützen Börner. Fink und Hennings schalteten blitzschnell um und glichen durch den zehnten Saisontreffer des Fortuna-Stürmers zum 1:1-Pausenstand aus. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie richtig unterhaltsam: Erneut gingen die Ostwestfalen durch einen sehenswerten, aber haltbaren Freistoß von Schütz in Front, doch die Antwort der Düsseldorfer ließ nicht lange auf sich warten - Sobottka glich aus kurzer Distanz zum 2:2 aus. Nun erhöhte die Funkel-Elf das Risiko, doch Joker Raman verpasste zunächst den Führungstreffer bei einer Großchance. Diesen erzielte dann Bodzek per Kopfball nach einer Ecke, Raman erhöhte kurz darauf zum 4:2 - das Spiel war gedreht und die Fortunen machen damit einen großen Schritt Richtung Bundesliga.

Kiel im Aufwind: 2:1 gegen Heidenheim

Das drittplatzierte Kiel wollte sich gegen Heidenheim im Rennen um die direkten Aufstiegsplätze zurückmelden und das schafften die Holsteiner auch. Mit dem Vorteil des teils orkanartigen Windes im Rücken spielten die Hausherren in den ersten 45 Minuten sehr druckvoll nach vorne und belohnten sich auch: Erst brachte Schindler die Störche per Elfmeter in Front - Ducksch hatte den Strafstoß gegen Kraus an der Strafraumkante herausgeholt. Dann legte Kinsombi noch vor der Pause zum 2:0 nach. Heidenheim wollte im zweiten Abschnitt ebenfalls den Wind zur Hilfe nehmen, doch die Kieler standen defensiv kompakt und ließen kaum Räume zu. Der FCH agierte überlegen, allerdings sprang zunächst nur ein Kopfball von Kraus heraus, den Kronholm an die Latte lenkte. In der Schlussphase schaffte Verhoek dann doch noch den Anschluss für die Gäste, doch die Kieler brachten den knappen 2:1-Vorsprung mit Glück und Geschick über die Zeit.

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