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22.09.2016, 22:09

Club verliert Derby - VfB schlägt Tabellenführer - FCK jubelt

Andrades Hammer rettet 1860 einen Punkt am Kiez

Am Donnerstagabend lieferten sich St. Pauli und 1860 München einen heißen Fight, der 2:2 endete. Lautern feierte gegen Dresden den ersten Sieg und gab die Rote Laterne an Nürnberg weiter, das bereits am Dienstag im fränkischen Derby gegen Fürth unterlegen war. Hannover fand gegen Karlsruhe wieder in die Erfolgsspur zurück. Bielefeld wartet weiter auf den ersten Sieg, nahm aus Aue aber immerhin einen Zähler mit. Union übersprang die Hürde Würzburg. Am Dienstag brachte Stuttgart Spitzenreiter Braunschweig die erste Niederlage bei.

Joker Andrade kontert Nehrig

St. Pauli jubelt über das zwischenzeitliche 1:0 durch Buchtmann.
St. Pauli jubelt über das zwischenzeitliche 1:0 durch Buchtmann.
© Getty ImagesZoomansicht

Am Donnerstagschloss das klangvolle Duell zwischen dem FC St. Pauli und 1860 München den 6. Spieltag ab. Die Hamburger mussten dabei mit einem 2:2 leben, nachdem die Hanseaten zweimal geführt hatten. Die Löwen lieferten im ersten Abschnitt eine gute Vorstellung ab, aber das Tor machten die Kiez-Kicker nach einem folgenschweren Fehlpass von Wittek - Buchtmann war der Nutznießer. Die Sechziger Liendl und Mölders verpassten danach den möglichen Ausgleich nur hauchdünn. Auch im zweiten Durchgang blieben die Gäste zunächst das aktivere Team, St. Pauli verteidigte energisch, musste dann aber den Ausgleich schlucken - Liendl verwandelte einen von Matmour herausgeholten Elfmeter, der sehr zweifelhaft war. Nun wachten die Hamburger wieder auf, Nehrig köpfte die Hausherren in Front. 1860-Trainer Kosta Runjaic brachte Andrade und der Brasilianer zimmerte den Ball Sekunden später zum 2:2-Endstand in die Maschen. Die Kiez-Kicker hatten zudem Glück, dass eine vom Schiedsrichter nicht gesehene Tätlichkeit von Sobiech an Mauersberger im Strafraum ungeahndet blieb. Durch das Unentschiedenen verlassen die St. Paulianer zwar den Relegationsplatz, doch konnten sie nicht nach Punkten mit den Sechzigern gleichziehen.

Zoua und Osawe sorgen für Freude auf dem Betzenberg

Jacques Zoua, Osayamen Osawe und Zoltan Stieber
So sehen Sieger aus: Die Lauterer Jacques Zoua, Osayamen Osawe und Zoltan Stieber (v. li.) freuen sich über ein Tor gegen Dresden.
© imago

Sechs Spiele, kein Sieg, gerade mal ein Törchen, letzter Platz: Der Start in die Saison ist dem 1. FC Kaiserslautern gründlich misslungen. Im Heimspiel am Mittwoch gegen Dynamo Dresden sollte nun endlich der Bock umgestoßen werden. Und die Roten Teufel legten los wie die Feuerwehr, dominierten gegen passive Sachsen die Partie nach Belieben und erarbeiteten sich hochkarätige Chancen. Nachdem Stieber und Zoua diese zunächst vergaben, traf Zoua mit seiner zweiten Möglichkeit zur hochverdienten FCK-Führung. Anschließend verflachte die Partie etwas, Lautern hatte aber weiter das Kommando über die Partie. Von den Dynamos war nur wenig zu sehen, denn Lauterns Dominanz hielt auch nach dem Seitenwechsel an. Die Pfälzer spielten sich gar in einen Rausch, allerdings machten es ihnen die Sachsen auch leicht. Der eingewechselte Osawe (51.) und erneut Zoua (56.) schraubten das Ergebnis auf 3:0 an. Das war natürlich die vorzeitige Entscheidung. Die Roten Teufel brachten den ersten Saisonsieg souverän unter Dach und Fach und gaben die Rote Laterne an den 1. FC Nürnberg weiter. Dresden musste nach dem 0:3 im Sachsen-Derby gegen Aue zum zweiten Mal in Folge eine empfindliche Niederlage einstecken.

Klaus schießt Hannover in die Erfolgsspur zurück

Drei Spiele in Folge hatte Hannover 96 zuletzt nicht gewonnen, am Mittwochabend wollte der Mitfavorit auf den Aufstieg im Heimspiel gegen den Karlsruher SC wieder in die Erfolgsspur zurück. Dementsprechend engagiert begann die Elf von Trainer Daniel Stendel, Klaus münzte die Überlegenheit bereits in der 7. Minute in Zählbares um. Die Niedersachsen hatten gegen harmlose Badener auch in der Folgezeit alles unter Kontrolle, ein weiteres Tor gelang bis zur Pause aber nicht mehr. Im zweiten Durchgang überwog das kämpferische Element, spielerische Leckerbissen bekamen die Zuschauer nur selten zu sehen. Torchancen blieben Mangelware, der KSC war zwar bemüht, doch im Angriff zu bieder, um die 96-Abwehr großartig in Gefahr zu bringen. So blieb es letztendlich beim knappen Erfolg für 96, das damit in der Tabelle vorrückte.

Bielefeld wartet weiter auf den ersten Sieg

Malcolm Cacutalua
Bielfelds Cacutalua jubelt über sein Ausgleichstor in Aue.
© imago

Wieder nichts wurde es mit dem ersten Sieg für Arminia Bielefeld. Die Ostwestfalen kamen bei Aufsteiger Erzgebirge Aue immerhin zu einem 1:1. Die Sachsen waren in Durchgang das aktivere Team, kurz vor der Pause belohnte Köpke den couragierten Auftritt mit dem 1:0 (43.). Bitter: Zuvor hatte sich Keeper Männel bei einem Zweikampf den Ellenbogen ausgerenkt, Jendrusch kam so zu seinem Profi-Debüt. Doch mit der ersten gefährlichen Aktion in Durchgang zwei gelang Bielefeld durch Cacutalua in der 48. Minute der unerwartete Ausgleich. Anschließend wogte die Partie hin und her, trotz einiger guter Möglichkeiten hüben wie drüben passierte aber nichts mehr.

Quaner beendet Kickers-Siegesserie

Mit breiter Brust empfingen die Würzburger Kickers nach dem tollen Saisonstart (drei Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage) Union Berlin. Die Unterfranken waren das aktivere Team, doch die dickste Chance in Durchgang eins hatten die Eisernen: Kreilach scheiterte in der 34. Minute per Kopf an der Querlatte. Nach dem Seitenwechsel waren die Kickers in einer umkämpften Partie dem Führungstor näher, der aber kurz vor Schluss auf der anderen Seite fiel: Quaner schloss nach einer feinen Einzelleistung zum schmeichelhaften Siegtor für die Köpenicker ab (84.). Würzburg musste erstmals nach drei Siegen den Platz wieder als Verlierer verlassen.

Joker Großkreutz entscheidet Topspiel

Kevin Großkreutz
Traf in die Braunschweiger Drangphase: Kevin Großkreutz (2.v.r.).
© imagoZoomansicht

Beim VfB Stuttgart verabschiedete sich Interimscoach Olaf Janßen mit einem 2:0-Sieg gegen Braunschweig. Denn künftig wird Hannes Wolf aus Dortmund das Sagen haben. Janßen, dessen Zukunft völlig offen ist, musste derweil Werner (Adduktorenprobleme) kurzfristig ersetzen und so durfte wieder Youngster Özcan ran. Den ersten Akzent setzte aber Sunjic, der im Anschluss an einen Eckball zur Führung einköpfte. Und die war nicht unverdient, denn Stuttgart war hier vom Start weg um Kontrolle bemüht, allerdings fehlte in den Offensivaktionen die letzte Konsequenz. Braunschweig war dagegen zu passiv, wachte erst nach dem Wechsel auf und wurde besser. In die Druckphase der Eintracht traf aber der eingewechselte Großkreutz vor 36.800 Zuschauern und entschied die Partie zugunsten der Schwaben. Nach fünf Siegen in Serie war es für die Löwen der erste Punktverlust. Der VfB (12) rückt bis auf drei Punkte an den Tabellenführer ran.

Club-Krise weitet sich nach Derby-Pleite aus

Glückliche Führung: Fürth jubelt bei Nachbar Nürnberg.
Glückliche Führung: Fürth jubelt bei Nachbar Nürnberg.
© imagoZoomansicht

Die Herbstdepression hängt schwer über Nürnberg, denn Coach Alois Schwartz verlor mit seinem Team das 261. fränkische Derby gegen Fürth und richtet sich im Tabellenkeller ein. Nürnberg war in der hektischen Anfangsphase zwar das aktivere Team, allerdings gelang es dem Club nicht, die Gäste aus Fürth ernsthaft in Gefahr zu bringen und die Vorteile in Zählbares umzumünzen. Kurz vor der Pause sollte es sich rächen. Eine Flanke landete zunächst auf der Latte, Freis behielt im Anschluss die Übersicht und Dursun vollendete zur etwas glücklichen Führung für das Kleeblatt. Nürnberg hatte kaum die Gelegenheit, eine Reaktion zu zeigen, denn kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Youngster Steininger für die Spielvereinigung auf 2:0. Der Wille war dem FCN auch in der Folge nicht abzusprechen, allein das Glück im Abschluss fehlte. Der Anschlusstreffer zum 1:2 in der Nachspielzeit kam zu spät und so ging Fürth als Sieger vom Feld. In Nürnberg wird es angesichts von mageren zwei Punkten ein heißer Herbst.

Bei der Fortuna löst sich der Offensivknoten

Mit einem echten Offensivproblem war Düsseldorf gegen Bochum angetreten (nur vier Tore in fünf Spielen) und jubelte dann schon in der dritten Minute. Sobottka erzielte die frühe Führung, die sich die Hausherren in der Folge mehr als verdienten. Nach einer Viertelstunde erhöhte Hennings nach einer ganzen Reihe von Fehlern bereits auf 2:0. Der VfL durfte froh sein, dass die Partie zur Pause nicht schon endgültig entschieden war. Bochum wehrte sich in der zweiten Hälfte nur kurz, ehe Bellinghausen das Spiel mit dem 3:0 endgültig entschied. Das Team von Friedhelm Funkel macht durch den zweiten Erfolg wichtigen Boden in der Tabelle gut.

Keine Tore in Sandhausen

Heidenheims Coach Frank Schmidt warf beim SV Sandhausen die Rotationsmaschine an und wechselte auf sechs Positionen. Dem Spiel tat dies nicht gut, beide Teams lieferten eine schwache erste Hälfte ab. Auch in den zweiten 45 Minuten wurde es nicht wesentlich besser. Wooten, der nur den Pfosten traf, hatte noch die beste Chance. Am Ende blieb es beim torlosen Remis.

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