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15.09.2016, 15:51

Stuttgart: Janßen, Gerber und Hinkel übernehmen vorerst

Schindelmeiser: "Sofort gefühlt, dass es nicht passt"

Nach einem Gespräch zwischen Trainer und Vereinsführung am Donnerstagvormittag stand für Coach Jos Luhukay fest, den VfB Stuttgart sofort zu verlassen. In einer Pressekonferenz am Nachmittag bezog Sportvorstand Jan Schindelmeiser Stellung zum plötzlichen Rücktritt. Dabei räumte der 52-Jährige ein, schon beim ersten Gespräch mit Luhukay gemerkt zu haben, dass die Chemie nicht stimmt. Derweil haben die Schwaben einen Interimslösung gefunden.

Jos Luhukay & Jan Schindelmeiser
Kommunikationsprobleme: Stuttgarts Sportvorstand Jan Schindelmeiser (r.) und Coach Jos Luhukay (l.).
© picture allianceZoomansicht

"Ich habe schon nach dem ersten Gespräch gefühlt, dass es nicht passt", erklärte Schindelmeiser. In den folgenden zwei Monaten der Zusammenarbeit mit Luhukay wurden die Gräben dann immer tiefer. "Wir haben gehofft, noch zusammenzukommen. Irgendwann ist dann aber der Punkt erreicht, wo es nicht mehr weiter geht", erklärte der Sportvorstand.

Dieser Punkt war bei einem Treffen "in total entspannter Atmosphäre" am Donnerstagvormittag erreicht: "Wir haben Jos Luhukay heute morgen zum Gepräch gebeten, um die weitere Vorgehensweise abzusprechen", berichtete Schindelmeiser. Schnell kristallisierte sich dabei heraus, dass der Trainer nicht weitermachen wolle. "Er kam in das Gespräch, um uns das kund zu tun. Es war keine Affekthandlung", so der 52-Jährige, der "ein klein wenig überrascht war, dass das heute passiert", grundsätzlich eine solche Konsequenz aber auch "nicht ausgeschlossen" und gar eine "Vorahnung" hatte.

"Jos hatte seine eigenen Vorstellungen"

Über die Gründe für das Zerwürfnis machte Schindelmeiser nur vage Angaben. Immer wieder erwähnte er den Teamgedanken, den Luhukay offenbar nicht in ausgeprägter Form inne hatte: "Der Jos hatte seine eigenen Vorstellungen, wie er mit der Mannschaft arbeiten möchte", so der Sportvorstand, "alleine kann man keinen Erfolg haben. Nur als Team. Wir haben den gemeinsamen Wunsch, zusammenzuarbeiten, nicht hinbekommen."


UMFRAGE: Luhukays Rücktritt - gut für den VfB Stuttgart?


Die Dissonanzen in Sachen Transferpolitik seien nicht der Hauptaspekt gewesen: "Selbstverständlich war Jos Lukuhkay informiert, wen wir verpflichten wollen. Er hat uns drei Tage vor dem Ende der Transferperiode gesagt, dass er die Spieler doch nicht haben möchte. Ich habe gesagt, dass wir sie trotzdem verpflichten, weil wir sie brauchen", schilderte Schindelmeiser die Deals mit Takuma Asano (Arsenal), Benjamin Pavard (Lille) und Carlos Mané (Sporting).

Janßen übernimmt - Hinkel und Gerber assistieren

Olaf Janßen, Andreas Hinkel & Heiko Gerber
Stuttgarts Interims-Trainer-Trio: Olaf Janßen (l.), Andreas Hinkel (M.) und Heiko Gerber (r.).
© imagoZoomansicht

Ein neues Trainerteam, das die Mannschaft interimsmäßig ab dem nun anstehenden Auswärtsspiel in Kaiserslautern am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker.de) bis auf weiteres betreuen wird, ist bereits gefunden: Olaf Janßen (49) als Chefcoach sowie die ehemaligen VfB-Spieler Andreas Hinkel (34) und Heiko Gerber (44) als Assistenten haben "100-prozentige Rückendeckung für das was sie tun", sagte Schindelmeiser. Gleichwohl ist dieses Gespann nur eine Lösung auf Zeit: "Auch wenn wir aus den ersten beiden Spielen sieben Punkte holen - es bleibt eine Interimslösung", rechnet Schindelmeiser vor.

Einen neuen Trainer möchte Schindelmeiser "zeitnah" präsentieren und hat dabei "klare Vorstellungen". Ein Anforderungsprofil wollte der 52-Jährige allerdings nicht nennen. "Wir werden einen Trainer verpflichten, der ganz genau weiß, was er will." An seinem Wunschkandidaten möchte sich dann auch Schindelmeiser messen lassen: "Wichtig ist, dass wir die Entscheidungen konsequent treffen. Wir haben klare Vorstellungen davon, wo wir hinwollen und wie wir da hinkommen. Wir treffen die Entscheidungen und werden dafür einstehen."

Die Mannschaft ist in der Pflicht

In der Pflicht sieht Schindelmeiser nun vor allem die Spieler. "Wir brauchen hier keine Ausreden", stellt der Sportvorstand klar, "es geht darum, jetzt anzugreifen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Jungs sind jetzt in der Pflicht."

cru

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Matthias Sammer
Matthias Sammer (Juli 2004 bis Juni 2005)

Im Juli 2004 nahm der VfB Matthias Sammer als Coach unter Vertrag. Sammer war schon als Spieler für die Schwaben aktiv und packte im Training selbst mit an. Der Kontrakt des ehemaligen Nationalspielers wurde Anfang Juni 2005 vorzeitig aufgelöst.
© imago

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49 Leserkommentare

bawue_herthaner
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21.09.2016 | 12:31

@riojackblue: Soso, mehr los als in jeder anderen Großstadt......

deswegen ziehen die Schwaben dann ins hippe Berlin und wollen da für Ruhe sorgen weil es ihnen zu laut [...]
bawue_herthaner
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21.09.2016 | 12:24

JL ist kein Übetrainer, aber....

Er hat damals die deprimierte Hertha aufgerichtet, fit gemacht, prognostiziert man werde ab Oktober [...]
riojackblue
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16.09.2016 | 16:17

Aladinkicker 16.09.16, 00:34

von was träumst du nachts?

Und übrigends, in Stuttgart ist nachts mehr los als in irgendeiner an[...]
riojackblue
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16.09.2016 | 16:17

VfB1893-Olli 16.09.16, 08:47

Alle Achtung für deinen Beitrag.

Aber die VfB-Fans brauchen keinen Motivator, die puschen sich [...]
riojackblue
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16.09.2016 | 16:16

Xela92d 16.09.16, 13:39

ich bin seit 1968 eingefleischter VfB Fan.
In guten wie in schlechten Zeiten.

Ich kann deinen K[...]

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Vereinsname:VfB Stuttgart
Gründungsdatum:09.09.1893
Mitglieder:64.000 (01.07.2018)
Vereinsfarben:Weiß-Rot
Anschrift:Mercedesstraße 109
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Telefon: 01 80 6 - 991893
Telefax: (07 11) 55 00 71 96
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