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24.05.2015, 17:23

Überblick: Kaiserslautern nur Vierter

Lilien rauf, KSC Dritter - Aue runter, 1860 in Relegation

Hochspannung bis zum Ende oben wie unten: Kempe machte für Darmstadt den Durchmarsch und eine der größten Sensationen im deutschen Fußball perfekt. In der Relegation fordert der KSC den HSV, Lautern muss in der neuen Saison einen weiteren Anlauf nehmen. Aue wehrte sich in Heidenheim mit allen Mitteln, muss aber runter. Die Löwen stehen gegen Holstein Kiel in der Relegation. St. Pauli und Fürth zitterten sich zum Klassenerhalt, der FSV Frankfurt erledigte als einziger unten seine Aufgaben.

Aufstiegsrennen: Kempe schießt die Lilien in den Himmel

Darmstadts Kempe, hier gegen St. Paulis Schachten, schoss die Lilien in die Bundesliga.
Darmstadts Kempe, hier gegen St. Paulis Schachten, schoss die Lilien in die Bundesliga.
© imagoZoomansicht

Darmstadt brauchte gegen den FC St. Pauli etwa zehn Minuten, um in die Partie reinzufinden, doch dann entwickelten die Lilien Druck und forderten die Hamburger Defensive mit zahlreichen Flanken. In der Luft hatte die Lienen-Elf in Hälfte eins allerdings ein Übergewicht und konnte das Zu-Null zur Pause halten. Auch in der zweiten Halbzeit das selbe Bild: Darmstadt rannte an, St. Pauli stand dicht gestaffelt und konnte so die 98er weitestgehend von der Gefahrenzone fernhalten. Folglich musste für die Schuster-Elf eine Standard herhalten, um zum Erfolg zu kommen. Kempe trat die ruhende Kugel von halblinks und überraschte Torwart Himmelmann mit einem Schuss ins kurze Eck. Es war nach 33 Jahren Erstliga-Abstinenz das Tor in den "Himmel Bundesliga" - der Aufsteiger schafft den direkten Durchmarsch (wie zuvor Nürnberg, Bielefeld, Ulm, Hoffenheim, 1860), der Traditionsklub vom Kiez bleibt trotz der Pleite zweitklassig.

Dank Torres auf Platz drei - 1860 zittert weiter

Der Karlsruher SC ging im Rennen um die Aufstiegsränge als eindeutiger Sieger aus dem 33. und vorletzten Spieltag hervor und auch zum Saison-Finale waren die Badener gegen 1860 München die ersten, die im Aufstiegskrimi jubelten. Nach einem leichten Ballverlust in der eigenen Hälfte war es der Löwe Bülow, der eine Torres-Flanke ins eigene Netz lenkte. In der zweiten Halbzeit hätte die Kauczinski-Elf den Sack frühzeitig zumachen können, doch KSC-Torjäger Hennings hatte entweder das Visier nicht scharf gestellt oder scheiterte an 1860-Torwart Eicher. Für Hennings in die Bresche sprang diesmal Torres, der für den KSC auf 2:0 stellte. Danach gab es reichlich Nebel in der Kurve der Sechziger und einige Minuten Spielunterbrechung. Am Ergebnis änderte sich aber in der Schlussphase nichts mehr, so dass der KSC in die Relegation gegen den Hamburger SV geht (Donnerstag, 28. Mai und Montag, 1. Juni). Die Löwen indes müssen ebenfalls nachsitzen. In der Abstiegsrelegation wartet der Drittliga-Dritte Holstein Kiel (Freitag, 29. Mai und Dienstag, 2. Juni).

Thommy und Christiansen treffen - FCK Vierter

Auf dem Lauterer Betzenberg stand ein echtes Spitzenspiel an, denn die aufstiegsambitionierten Pfälzer empfingen die seit dem letzten Spieltag als Zweitliga-Meister feststehenden Ingolstädter. Die ersten 45 Minuten entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel, in dem der FCK mit einer überraschenden Führung in die Pause ging. Kurz vor der Pause stand Thommy sträflich frei und ließ den "Betze" beben. Mit Wiederbeginn wollte sich am Niveau der Partie wenig ändern. Das Duell blieb zerfahren, der FCI machte etwas mehr Druck, der FCK stand defensiver und lauerte auf Konter. Die Bemühungen der Hasenhüttl-Elf wurden aber dann doch noch durch Christiansen mit dem 1:1-Endstand belohnt - dem FCK bleibt damit nur der vierte Platz.

Abstiegskampf: Aue erwischt es trotz Männels Ausgleich

Die Auer Paulus (li.) und Könnecke tief enttäuscht nach dem Abstieg in die 3. Liga.
Die Auer Paulus (li.) und Könnecke tief enttäuscht nach dem Abstieg in die 3. Liga.
© picture-allianceZoomansicht

In Heidenheim ging die Rettungsmission des FC Erzgebirge Aue in die letzte Runde. Die Sachsen konnten auf der Ostalb dann auch schnell die Initiative an sich reißen. Die Stipic-Elf suchte ihr Heil vor allem in Standards, allerdings landete die Kugel nach einem ruhenden Ball nur einmal bei Aues Offensivmann Mugosa, der jedoch vergab - das torlose Remis zur Halbzeit ging in Ordnung. In der zweiten Halbzeit zeigten die Heidenheimer dann in dieser Hinsicht deutlich mehr Effizienz. Nach einer Ecke von Heise konnte der Ex-Fürther Kraus mühelos einnicken und die Schmidt-Elf etwas überraschend in Front bringen. In der zweiten Hälfte erhöhte Leipertz für die Hausherren, doch in der Schlussphase machte es der Auer Schönfeld mit dem Anschlusstor vom Elfmeterpunkt nochmal spannend. Das zweite Tor war das wieder ein absolutes Kuriosum, denn Aues Keeper Männel köpfte eine Ecke gekonnt ins lange Eck zum 2:2. Nun warfen die Veilchen alles nach vorne, schnupperten zweimal am dritten Tor, doch fallen wollte dieses nicht mehr. Der Punkt für die Sachsen reichte nicht, so dass es sie letztlich als Tabellenvorletzten mit dem Gang in die 3. Liga erwischte.

Orals Rettungsmission gelingt dank Dedic

In der Partie zwischen Düsseldorf und dem gefährdeten FSV Frankfurt war im ersten Abschnitt einiges geboten. Die Hessen, die nach dem Absturz auf Rang 16 Benno Möhlmann entließen und Tomas Oral als Feuerwehrmann engagierten, gingen durch Kapllani früh in Führung. Die Fortunen schlugen jedoch gleich doppelt zurück und drehten den Spieß durch Schmitz und Bebou um. Oral signalisierte nach dem doppelten Rückschlag seinen Mannen, sie sollen den Kopf oben behalten und abermals Kapllani markierte mit einem Elfmeter-Nachschuss den 2:2-Halbzeitstand. Im zweiten Durchgang dauerte es lange, bis wieder etwas passierte, dann aber war Dedic zur Stelle und machte mit seinem siebten Saisontor den 3:2-Siegtreffer, der die Hessen in der Liga hält. Orals Rettungsmission war damit erfolgreich.

Frankfurts Coach Tomas Oral feierte einen lebenswichtigen Sieg - Mission erfüllt.
Frankfurts Coach Tomas Oral feierte einen lebenswichtigen Sieg - Mission erfüllt.
© imago

Schwache Fürther werden "fremd-gerettet"

Die abstiegsbedrohten Fürther mussten bei RB Leipzig antreten, die von Achim Beierlorzer, dem ehemaligen Spieler und Jugendtrainer der Franken, trainiert werden. Die Sachsen konnten befreit aufspielen, die SpVgg gingen zittrig in die Partie und konnten in den ersten 45 Minuten kaum Offensivschwung entwickeln. Leipzig dagegen spielte forsch nach vorne und führte zur Halbzeit hochverdient 2:0: Nach einer Zucker-Kombination schob Frahn die Kugel ins Fürther Gehäuse, unmittelbar vor der Pause schlenzte Kaiser einen Freistoß gefühlvoll über die Mauer in die Maschen. Auch nach dem Seitenwechsel kam von der Büskens-Elf wenig, vielmehr hätten die Leipziger das Ergebnis deutlich in die Höhe schrauben können. Allein SpVgg-Keeper Hesl wehrte sich gegen eine Packung und rettete mehrfach in höchster Not.

Nullnummer reicht Sandhausen

Mit der besten Ausgangsposition ins Rennen um den Klassenerhalt ging der SV Sandhausen, der beim VfL Bochum antreten musste. Der SVS begann nervös, Riemann verhinderte gegen Gregoritsch aber einen frühen Rückstand (7.). Anschließend stabilisierten sich die Gäste und ließen nur noch wenig zu. Nach vorne ging allerdings auch recht wenig, so dass es torlos in die Kabinen geht. Der SVS blieb auch nach dem Seitenwechsel konzentriert. Pech hatte Schulz in der 57. Minute, sein Kopfball sprang vom Innenpfosten genau in die Arme von VfL-Keeper Esser. Ansonsten hielt das Schwartz-Team den Ball vom eigenen Tor fern und spielt auch in der kommenden Saison zweitklassig!

Versöhnlicher Abschluss für den Club

Um die "goldene Ananas" ging es in der Partie zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem bereits vor der Partie als Absteiger feststehenden VfR Aalen. Der Club war besser in der Partie, die Aalener - hinter St. Pauli das zweitschlechteste Auswärtsteam der Liga - waren im Frankenland aber nicht chancenlos. Beide Mannschaften taten sich aber nicht großartig weh, eine Standardsituation ermöglichte dem 1. FCN dann die 1:0-Pausenführung: Bulthuis durfte eine Ecke einköpfen (28.). Frischer aus der Kabine kam der VfR, Nürnberg agierte zunächst zu passiv. Die Strafe folgte nach wenigen Minuten, Gjasula gelang in der 51. Minute das 1:1. In der Folgezeit prägten etliche Fehler die Partie, das glücklichere Ende hatte dann der Club. Burgstaller besorgte in der 87. Minute das 2:1-Siegtor und sorgte so dafür, dass sich die Franken mit einem Erfolgserlebnis von ihren Fans verabschiedeten.

Lockerer Sieg für Union

21.000 Zuschauer bereiteten dem 1. FC Union Berlin und Eintracht Braunschweig einen stimmungsvollen Saisonabschluss. Die beiden Teams dankten es den Fans mit einem flotten und sehenswerten Spiel. Im ersten Durchgang fehlte allerdings noch das Salz in der Suppe - sprich die Tore. Diese sollten in Abschnitt zwei dann folgen. Braunschweig erwies sich nämlich als ausgezeichneter Gast, Omladic, Kessel und Decarli ermöglichten mit drei schlafmützigen individuellen Fehlern Schönheim das 1:0 (48.). Und auch Polter stieß bei seinem 2:0 nach 59 Minuten nur auf wenig Gegenwehr. Das war es dann an der "Alten Försterei". Die Eisernen brachten den Sieg im letzten Saisonspiel locker nach Hause, Braunschweig leistete keine nennenswerte Gegenwehr.

jer/bst

Darmstadt feiert Rückkehr in die Bundesliga
"Uffsteiger 2015": "Lilien" ziehen ins Oberhaus ein
Dirk Schuster
"Uffgestiege!"

Darmstadts Trainer Dirk Schuster kann es direkt nach Schlusspfiff kaum fassen. Der SVD ist in die Bundesliga aufgestiegen.
© Picture Alliance

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