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01.04.2015, 21:56

Zweiter Neuzugang bereits unter Dach und Fach

Union-Aufstieg bis 2017: Düwels ehrgeiziges Ziel

Nach sieben Jahren endete Ende der vergangenen Saison die Ära von Uwe Neuhaus bei Union Berlin - die Köpenicker und Präsident Dirk Zingler entschieden sich für einen Erneuerungsprozess auch auf der Trainer-Position. Die Wahl fiel auf Norbert Düwel, der bei den Eisernen im Profifußball seine erste Position als Chefcoach übernahm. Der 47-Jährige traf zunächst eine mutige Entscheidung und durchlief mit dem Team ein Tal - doch nun scheint er mit den Eisernen auf dem richtigen Weg.

Norbert Düwel
Blickrichtung Bundesliga: Union-Coach Norbert Düwel zeigt seine Wunschvorstellung an.
© imagoZoomansicht

Neue Reize wollte man bei den Hauptstädtern nach einer durchwachsenen Rückrunde 2013/14 setzen, der Status quo war der Führungsspitze nicht mehr genug. Präsident Dirk Zingler: "Wir kamen aus der Wohlfühlzone, landeten jedes Jahr im Mittelfeld. Vor der Entscheidung für einen Neustart hatten wir auch eine Menge Respekt." Trotz laufenden Vertrages von Neuhaus bis 2016 ging Union das Risiko aber ein.

Neue Taktik: Düwel bevorzugt das Umschaltspiel

Mit Düwel, vorher Mirko Slomkas Assistent bei Hannover 96, übertrug man die Verantwortung bei den Hauptstädtern einem nur Insidern bekannten Coach. Und der traf gleich unpopuläre Maßnahmen: Der 47-jährige Diplom-Sportlehrer demontierte Vereins-Ikone Torsten Mattuschka, dessen Laufvermögen ihm im neuen Umschaltspiel nicht als ausreichend erschien, um weiterhin eine prägende Rolle einnehmen zu können. Ein gewagtes Unterfangen, immerhin war Fan-Liebling Mattuschka in der abgelaufenen Saison Top-Scorer der Liga (12 Tore/12 Assists). Diese Personalentscheidung ging einher mit einem schlechten Start, die Eisernen zierten nach dem 9. Spieltag das Tabellenende. Und Mattuschka war mittlerweile zu Energie Cottbus abgewandert.

Es drohte eng zu werden für Düwel. Dann aber ging es bergauf, ein 3:1 gegen Sandhausen bedeutete die Wende, und seither holte Union 27 Punkte - die sechstbeste Bilanz aller Zweitligisten. "Wir haben gezeigt, was möglich ist", so der Trainer, der die "Gesamtsituation in Ordnung" findet. Ehrgeizige Ziele hat der Coach freilich auch: "Ich stehe noch bis 2017 unter Vertrag. Bis dahin möchte ich an die Tür zur Bundesliga klopfen und idealerweise aufsteigen."

Polter soll bleiben - Fürstner kommt

Dass der Kader dafür verstärkt muss, glaubt Düwel "auf jeden Fall". Die Verpflichtung von Stephan Fürstner und Benjamin Kessel von den Ligakonkurrenten SpVgg Greuther Fürth und Eintracht Braunschweig waren nur der Anfang Berliner Transferaktivitäten, sechs bis acht Neue sind geplant. Und Kontinuität bei Torjäger Sebastian Polter - die Mainzer Leihgabe soll gehalten werden.

Andreas Hunzinger/jch

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Vorname:Sebastian
Nachname:Polter
Nation: Deutschland
Verein:Queens Park Rangers
Geboren am:01.04.1991

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Vorname:Benjamin
Nachname:Kessel
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Union Berlin
Geboren am:01.10.1987

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Vorname:Norbert
Nachname:Düwel
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Union Berlin