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19.05.2014, 16:19

Kaiserslautern: Stürmer enttäuscht vom Trainer

Bunjaku: "Das wäre ein Horrorszenario"

Der 1. FC Kaiserslautern plant nach der enttäuschenden Saison und dem verpassten Ziel des Wiederaufstiegs einen großen Umbau. Während die Suche nach einem Sportdirektor weitergeht, ist eine Entschlackungskur des breiten Kaders unumgänglich. Viele Spieler stehen auf dem Abstellgleis, nicht alle von ihnen zeigen allerdings Verständnis für die aktuellen Planungen.

Im Regen stehen gelassen: Lauterns Albert Bunjaku (Mitte) ist mit seiner Reservistenrolle unzufrieden.
Im Regen stehen gelassen: Lauterns Albert Bunjaku (Mitte) ist mit seiner Reservistenrolle unzufrieden.
© ImagoZoomansicht

Das Rätselraten um einen neuen möglichen Sportdirektor geht in die nächste Runde. Vorstandschef Stefan Kuntz bestätigte gegenüber dem kicker aber zumindest den Kontakt zu den bekannten Kandidaten Markus Schupp, Michael Oenning und Thomas Hengen. Eine Entscheidung soll allerdings in naher Zukunft fallen, schließlich wartet eine Menge Arbeit auf den neuen Sportdirektor. Bis der Favorit nicht installiert ist, wird sich der FCK auf dem Transfermarkt vornehm zurückhalten. Schließlich zähle "das", so Kuntz, "zu den primären Aufgaben des neuen Sportdirektors."

Um sich Gedanken über neue potentielle Spieler machen zu können, muss aber erst der Kader verdünnt werden. Angreifer Mo Idrissou, der seinen auslaufenden Kontrakt definitiv nicht verlängern wird, steht nach kicker-Information vor einem Wechsel zu Maccabi Haifa (Israel). Und auch der Abgang von Richard Sukuta-Pasu steht fest, der 23-Jährige schließt sich Cercle Brügge an. Das gaben die Lauterer am Sonntagabend auf ihrer Vereinswebsite bekannt. Fraglich dagegen bleibt, ob sich für die anderen Streichkandidaten am Betzenberg noch ein Abnehmer findet. Besser wäre es: Einige Reservisten belasten die Gehaltsliste ungemein.

Occean: "Hier werde ich nicht nochmal umziehen"

Will den Verein nicht verlassen: FCK-Angreifer Olivier Occean.
Will den Verein nicht verlassen: FCK-Angreifer Olivier Occean.
© ImagoZoomansicht

So zum Beispiel Stürmer Olivier Occean, der sich nicht "unter Druck sieht, einen neuen Verein zu finden". Der Kanadier ist bis 2015 von Eintracht Frankfurt ausgeliehen, wo er 2012 einen gut dotierten Kontrakt unterzeichnete. Aktuell teilen sich die beide Klubs das Salär des 32-Jährigen. Dazu kommen noch private Gründe: Der Vater zweier Töchter schließt einen Wechsel innerhalb Deutschlands gänzlich aus. "Hier werde ich nicht nochmal umziehen. Nur ein gutes Angebot aus dem Ausland käme infrage", erklärte Occean kürzlich.

Keine Berücksichtigung mehr findet auch Sturmkollege Albert Bunjaku. Der 30-Jährige kann sich nicht wirklich in Übungsleiter Kosta Runjaic hineinversetzen: "Ich habe hier immer meine Leistungen gebracht, wenn ich gespielt habe, und war sogar Kapitän, was mich sehr stolz macht. Ein halbes Jahr später soll dann alles falsch sein? Das ist schon komisch." Nach 13 Treffern in 28 Einsätzen in der Saison 2012/2013 fiel der Schweizer wegen einer Knieverletzung über ein halbes Jahr aus.

"Danach habe ich nicht eine Chance bekommen, von Anfang an zu spielen", hadert Bunjaku. Das stimmt den zweimaligen Familienvater traurig, weil er sich "in der Stadt, im Verein und mit den Fans sehr wohlfühlt". Bunjakus Kritik an der Ausbootung: "Der Trainer hat mir keinen Grund dafür genannt." Er scheint dennoch überzeugt, "bald wieder erfolgreich Fußball zu spielen", kann sich einen dauerhaften Tribünenplatz aber nicht vorstellen. "Das wäre ein Horrorszenario."

 
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weitere Infos zu Bunjaku

Vorname:Albert
Nachname:Bunjaku
Nation: Schweiz
  Kosovo
Verein:FC St. Gallen
Geboren am:29.11.1983

weitere Infos zu Occean

Vorname:Olivier
Nachname:Occean
Nation: Kanada
Verein:Odds BK Skien
Geboren am:23.10.1981

weitere Infos zu Idrissou

Vorname:Mohamadou
Nachname:Idrissou
Nation: Kamerun
Verein:Maccabi Haifa
Geboren am:08.03.1980

weitere Infos zu Runjaic

Vorname:Kosta
Nachname:Runjaic
Nation: Deutschland
Verein:1860 München