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22.02.2010, 09:25

St. Pauli: Auch defensiv überzeugt das Team

Stanislawski schafft die Symbiose

Der FC St. Pauli hat in der Winterpause personell wie taktisch an seinen Schwächen gearbeitet und ist in der Rückrunde noch ungeschlagen. Entsprechend selbstbewusst reisen die Hamburger zum Spitzenspiel. Hier die Gründe:

Fußball, 2. Bundesliga: St. Paulis Trainer Holger Stanislawski
Blickt optimistisch nach vorne: St. Paulis Trainer Holger Stanislawski.
© imagoZoomansicht

Torwart: Der 37-jährige Mathias Hain konnte seine Fehlerquote im Vergleich zum Vorjahr minimieren. In Eins-gegen-eins-Situationen gehört er zu den besten Torhütern der Liga, verfügt über gute Reflexe, zeigt aber weiterhin Schwächen in der Strafraumbeherrschung, was St. Pauli vor allem bei Standards anfällig macht.

Abwehr: Der verstärkte Konkurrenzkampf im Abwehrzentrum hat sich leistungssteigernd ausgewirkt. Kapitän Fabio Morena und Ralph Gunesch vollzogen einen Entwicklungsschritt. Die Schwachstelle auf der linken Abwehrseite wurde mit Bastian Oczipka im Winter behoben. Der 21-Jährige interpretiert seine Rolle ähnlich offensiv wie Carsten Rothenbach, der auf der rechten Seite seit Jahren eine feste Größe ist.

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Mittelfeld: Matthias Lehmann ist in der Defensivzentrale Herz und Hirn der Mannschaft. Als Nebenmann bieten sich zwei Spieler an: Fabian Boll wäre die defensivere, Florian Bruns die offensivere Variante. Davor wirbeln mit Max Kruse (21), Deniz Naki (20) und Rouwen Hennings (22) St. Paulis junge Wilde. Kruse und Naki steckten zuletzt aber in einem kleinen Formtief.

Angriff: Mit zwölf Toren gehört Marius Ebbers zu den erfolgreichsten Stürmern der Liga. Er arbeitet zudem viel in der Defensivbewegung und lässt sich ins Mittelfeld zurückfallen. Ohnehin ist Flexibilität das Geheimnis der besten Offensive der Liga (48 Tore).

Bank: Trainer Holger Stanislawski verfügt über viele Alternativen. Nahezu jeder Spieler ist ersetzbar. Eine hohe Dichte, die das Leistungsniveau im Kader hoch hält.

Fazit: In der Hinrunde stand St. Pauli ausschließlich für Offensivspektakel, verfügt mittlerweile aber auch über die nötige defensive Stabilität (erst ein Gegentor im Jahr 2010). Sollte diese Symbiose auch gegen den FCK gelingen, ist der erste Sieg in Lautern möglich

Lutz Wöckener

22.02.10
 
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