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1. FC Union Berlin

1. FC Union Berlin

1
:
0

Halbzeitstand
0:0
Erzgebirge Aue

Erzgebirge Aue


1. FC UNION BERLIN
ERZGEBIRGE AUE
15.
30.
45.


60.
75.
90.










Aue im zweiten Abschnitt zu passiv

Kroos' Sahne-Freistoß lässt Fischers Debüt glücken

Es war kein Fußball-Leckerbissen an der Alten Försterei, doch das Siegtor entschädigte für alles. Das Freistoßtor von Joker Kroos in der Schlussphase fiel unter die Kategorie Weltklasse. Somit durfte von den beiden Trainer-Debütanten lediglich der von Berlin jubeln.

Wenn kaum ein Blatt Papier dazwischen passt: Felix Kroos' Freistoß war nahe an der Perfektion.
Wenn kaum ein Blatt Papier dazwischen passt: Felix Kroos' Freistoß war nahe an der Perfektion.
© imagoZoomansicht

Unions Trainer Urs Fischer setzte bei seiner Liga-Premiere auf Gikiewicz im Tor, auch die Neuzugänge Schmiedebach, Reichel und Andersson standen in der Startelf. Der jüngst angeschlagene Kroos nahm auf der Bank Platz.

Auch Aues Coach Daniel Meyer feierte seine Premiere. Bei den Sachsen waren die beiden Neuen Hochscheidt und Herrmann mit dabei. Breitkreuz schaffte es wegen seiner Knieprobleme nicht in den Kader.

Saisonauftakt, Stimmung optimal, das Wetter traumhaft - es war alles angerichtet für einen herrlichen Fußballnachmittag. Zunächst ließ sich die Partie in Köpenick auch ganz gut an, zumindest von Seiten der Hausherren. Gogia setzte mit einem Distanzschuss eine erste Duftmarke, Männel klärte mit Not zur Ecke. Auch die wurde gefährlich, doch Andersson köpfte einen Tick zu hoch (6.).

Doch ab diesem Zeitpunkt hielt die Dreierkette der Sachsen sämtlichen Angriffsversuchen stand, ohne zunächst allerdings selbst offensiv tätig zu werden. Referee Cortus musste wegen der zahlreichen Foulspiele auf beiden Seiten immer wieder eingreifen, der Kampf regierte in Köpenick. Erst in der 32. Minute wurde es im Strafraum wieder brenzlig, und diesmal in dem der Berliner. Aus über 35 Metern versuchte es Kvesic mit einem Flatterball, der Gikiewicz in Bedrängnis brachte. Beim Abpraller war jedoch kein Auer zur Stelle. Aue witterte nun aber sein Chance: Der freistehende Kalig brachte das Leder nach einer Ecke nicht auf das Tor (34.), zwei Minuten später hätte es aber klingeln müssen im Union-Kasten. Kvesic spielte das Leder flach und hart nach innen auf Nazarov, der einen Meter vor der Torlinie seine Füße nicht sortiert bekam und die Großchance liegen ließ.

Und Union? Die erstaunlich defensiv eingestellte Fischer-Elf zeigte erst kurz vor der Pause wieder ein wenig mehr Esprit, mehr als ein "Schüsschen" von Hartel (42.) sprang vor dem Pausenpfiff aber nicht mehr heraus.

Im zweiten Abschnitt tat sich zunächst nicht viel, wobei Union nun deutlich forscher zu Werke ging und Aue den Mut der ersten Halbzeit etwas vermissen ließ. Folgerichtig gab's die erste Chance für die Berliner: Ein langer Ball in den Strafraum landete bei Gogia, der Andersson am kurzen Pfosten suchte. Der Angreifer bekam zwar den Fuß noch rein, aber das Leder nicht auf das Tor (56.).

Den Sachsen war indes kämpferisch nichts vorzuwerfen, doch sie blieben ihrer defensiven Ausrichtung im zweiten Abschnitt ein wenig zu treu. Lediglich über Konter zeigte der Tabellen-16. der Vorsaison ab und an ein wenig Engagement in Sachen Vorwärtsgang. Union indes fehlten die Ideen, um die kompromisslos agierende Abwehr der Gäste in die Bredouille zu bringen.

Kroos und der Freistoß aus dem Lehrbuch

Die meisten hatten sich wohl schon mit dem torlosen Remis abgefunden, als Union einen Freistoß aus 22 Metern in bester Position zugesprochen bekam. Der eingewechselte Kroos nahm sich der Sache an - und vollendete schlichtweg perfekt. Der Ex-Kapitän schlenzte das Leder ins linke obere Toreck, Männel war vollkommen chancenlos (87.). Es war die Entscheidung an der Alten Försterei, Aue hatte keine Körner mehr für eine Schlussoffensive parat. Während Toni Kroos der Mann des Jahres wurde, durfte sich Bruder Felix zumindest zum Mann des Tages in Berlin küren lassen.

Am 2. Spieltag tritt der 1. FC Union Berlin am Montagabend (20.30 Uhr) beim 1. FC Köln an, Aue erwartet am Sonntag (15.30 Uhr) Aufsteiger Magdeburg.

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Union Berlin
Aufstellung:
Gikiewicz (3) - 
Trimmel (3,5)    
Friedrich (3) , 
Parensen (3) , 
Reichel (4) - 
Schmiedebach (3,5)        
Hartel (3,5) , 
Prömel (4)    
Gogia (4,5)    
Andersson (4) , 
Redondo (5)    

Einwechslungen:
58. Hedlund (4) für Gogia
66. Mees für Redondo
81. F. Kroos     für Schmiedebach

Trainer:
Fischer
Erzgebirge Aue
Aufstellung:
Männel (3)    
Kalig (3) , 
Tiffert (3)    
Cacutalua (4)    
Rizzuto (3,5) , 
Fandrich (4) , 
Hochscheidt (4)    
Herrmann (4,5) - 
Kvesic (3,5)    
Nazarov (4)    
Bertram (3,5)

Einwechslungen:
69. Rapp für Kvesic
78. Baumgart     für Hochscheidt
86. Iyoha für Nazarov

Trainer:
Meyer

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
F. Kroos (87., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Union:
Schmiedebach
(1. Gelbe Karte)
,
Prömel
(1.)
Aue:
Cacutalua
(1. Gelbe Karte)
,
Baumgart
(1.)
,
Tiffert
(1.)

Spieldaten

1. FC Union Berlin       Erzgebirge Aue
Tore 1 : 0 Tore
 
Torschüsse 17 : 7 Torschüsse
 
gespielte Pässe 378 : 374 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 290 : 274 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 88 : 100 Fehlpässe
 
Passquote 77% : 73% Passquote
 
Ballbesitz 50% : 50% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 48% : 52% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 20 : 19 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 18 : 20 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 3 Abseits
 
Ecken 5 : 2 Ecken
 
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Pl. Torhüter Sp. Weisse Westen
1.
Pollersbeck, Julian
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Hamburger SV
16
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2.
Riemann, Manuel
Riemann, Manuel
VfL Bochum
16
7x
 
3.
Gikiewicz, Rafal
Gikiewicz, Rafal
1. FC Union Berlin
16
6x
 
4.
Kronholm, Kenneth
Kronholm, Kenneth
Holstein Kiel
16
5x
 
Schubert, Markus
Schubert, Markus
Dynamo Dresden
16
5x
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Spielinfo

Anstoß:
05.08.2018 15:30 Uhr
Zuschauer:
21752
Spielnote:  4
eine umkämpfte Partie, die aber spielerisch wenige Höhepunkte bot. Union und Aue begegneten sich auf Augenhöhe.
Chancenverhältnis:
4:3
Eckenverhältnis:
5:2
Schiedsrichter:
Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)   Note 2
hatte keine Probleme mit einer insgesamt fairen Partie. Die persönlichen Strafen waren angemessen.
Spieler des Spiels:
Marvin Friedrich
nicht frei von Fehlern, aber insgesamt sicher. Der junge Innenverteidiger bestand seine Bewährungsprobe als Abwehrchef.

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