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Holstein Kiel

Holstein Kiel

0
:
1

Halbzeitstand
0:1
FC St. Pauli

FC St. Pauli


HOLSTEIN KIEL
FC ST. PAULI
15.
30.
45.





60.
75.
90.










Vermummte stürmten den Platz beim Aufwärmen

Dank Flum: St. Pauli gewinnt Nordderby

Der FC St. Pauli hat das Nordderby bei Holstein Kiel für sich entschieden und den KSV nach Punkten eingeholt. In einer intensiven Begegnung besorgte Flum spät im ersten Durchgang die Führung, die die Hamburger mit viel Geschick über die Zeit retteten. Überschattet wurde das Nordderby von Randalen, die sich bereits während des Aufwärmens ereignet hatten.

Johannes Flum
Matchwinner: Johannes Flum sorgte im rasanten Nordderby für den einzigen Treffer.
© imagoZoomansicht

Kiels Trainer Markus Anfang brachte nach dem 3:0-Auswärtssieg in Aue Kinsombi für Peitz im defensiven Mittelfeld.

Auf der Gegenseite wechselte St. Paulis Coach Olaf Janßen im Vergleich zum 0:4-Heimdebakel gegen Ingolstadt dreimal: Sobiech, Neudecker und Buballa rückten für Hornschuh, Cenk Sahin und Litka in die Startelf.

Platzsturm beim Aufwärmen

Den ersten Aufreger gab es bereits beim Aufwärmen: Um kurz nach 18 Uhr stürmten einige vermummte Chaoten aus dem Kieler Fanblock den Platz und rannten in Richtung des Gästefanblocks. Unter Einsatz eines Leuchtfeuers entwendeten die Randalierer dort ein Banner und liefen anschließend über den Platz zurück zum eigenen Block. Auf dem Weg stellten einige Spieler St. Paulis - unter anderem Allagui - die Chaoten und brachten das Banner wieder in Besitz der Gästefans. Mit einer zehnminütigen Verspätung und der Ansage, dass Schiedsrichter Harm Osmers das Spiel bei einem weiteren Platzsturm sofort abbrechen würde, rollte der Ball.

Die 22 Akteure auf dem Platz machten es anschließend vor und beackerten sich intensiv aber fair. Einen klaren Feldvorteil erspielte sich dabei keine der beiden Mannschaften, beide Defensivreihen waren glänzend auf den Gegner eingestellt worden. Einzig Schindler vermochte es, über seine rechte Offensivseite für Unordnung in der Gästeabwehr zu sorgen. Den ersten ernstzunehmenden Abschluss hatte Kinsombi, sein Kopfball wurde von Himmelmann zunichte gemacht (12.). Auf der Gegenseite prüfte Neudecker Kronholm (13.), Flum und Drexler verbuchten in der Folge Halbchancen (24. und 29.).

Eiskalter Flum

Kiel erspielte sich leichte optische Vorteile, St. Pauli kam einige Male zu spät - es wurde ruppiger. Dudziak fand in Kronholm seinen Meister (34.), dann war Schiedsrichter Harm Osmers gefordert, die aufkeimende überbordende Aggressivität zu moderieren, und zeigte viermal Gelb. Den einzigen lichten Moment in der Holstein-Defensive nutzten die Gäste dann: Neudecker bediente Flum, der aus zehn Metern direkt vollendete (44.). Im Gegenzug hatte Ducksch noch die große Möglichkeit auf den Ausgleich, verzog aber aus kurzer Distanz (45.).

Der zweite Durchgang begann ausgeglichen, St. Pauli startete hellwach und hielt die Störche zunächst vom eigenen Tor fern. Die einzige Chance Kiels in dieser Phase ging von einem Gast aus: Zander hatte Himmelmann per ungenauem Rückpass in Bedrängnis gebracht, der Schlussmann rettete seinen Kollegen mit einer Grätsche vor dem Eigentor (59.).

Clevere Gäste verteidigen gekonnt

In der Folge war die Begegnung oft unterbrochen, immer wieder lagen Akteure nach harten Einsteigen am Boden, für Dudziak ging es nach einem Luftzweikampf mit Herrmann nicht mehr weiter, Litka kam für den Verletzten (70.). Es wurde rasanter und noch intensiver. Kiel war der unbedingte Wille anzusehen, das Derby nicht zu verlieren - und St. Pauli wehrte sich nicht minder leidenschaftlich.

Kiel rannte an, kam aber nur selten zu Torchancen. Seydel verzeichnete die beste, als er aus kurzer Distanz knapp vorbeischoss (75.). Avevor und Sobiech standen stabil im Abwehrzentrum und ließen wenig anbrennen. Herrmann sah nach hartem Einsteigen noch Gelb-Rot (83.), dann kam Kinsombi: Sein Volleyschuss in der letzten Minute visierte das rechte Kreuzeck an, doch Himmelmann packte eine starke Parade aus und hielt den Ball fest. Kurz darauf war Schluss.

St. Pauli schloss dank der drei Punkte zu Kiel auf und hat sich nach der Klatsche gegen Ingolstadt wieder im oberen Segment der Tabelle zurückgemeldet. Bereits am Freitagabend (18.30 Uhr) gastiert die KSV beim MSV Duisburg. St. Pauli empfängt am Samstag um 13 Uhr Fortuna Düsseldorf.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Holstein Kiel
Aufstellung:
Kronholm (3) - 
Herrmann (3,5)    
Schmidt (2,5) , 
Czichos (3,5)    
Heidinger (4)    
Kinsombi (3,5) - 
Schindler (3,5)    
Mühling (3,5) , 
Drexler (3)    
Lewerenz (4)    
Ducksch (4)    

Einwechslungen:
66. Seydel für Schindler
79. Peitz für Lewerenz
89. Hoheneder für Ducksch

Trainer:
Anfang
FC St. Pauli
Aufstellung:
Himmelmann (2) - 
Zander (4)    
L. Sobiech (2)    
Avevor (2,5) , 
Buballa (3) - 
Nehrig (3)    
Neudecker (2,5) - 
Dudziak (3,5)    
Flum (3)        
Sobota (3)    
Bouhaddouz (4)        

Einwechslungen:
63. Allagui für Bouhaddouz
70. Litka für Dudziak
76. Kalla für Sobota

Trainer:
Janßen

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Flum (44., Rechtsschuss, Neudecker)
Gelb-Rote Karten
Kiel:
Herrmann
(84.)
St. Pauli:
-
Gelbe Karten
Kiel:
Drexler
(1. Gelbe Karte)
,
Heidinger
(3.)
St. Pauli:
Zander
(1. Gelbe Karte)
,
Bouhaddouz
(1.)
,
L. Sobiech
(1.)
,
Flum
(1.)

Spieldaten

Holstein Kiel       FC St. Pauli
Tore 0 : 1 Tore
 
Torschüsse 15 : 7 Torschüsse
 
gespielte Pässe 490 : 326 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 378 : 231 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 112 : 95 Fehlpässe
 
Passquote 77% : 71% Passquote
 
Ballbesitz 61% : 39% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 46% : 54% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 12 : 11 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 11 : 12 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 0 Abseits
 
Ecken 6 : 1 Ecken
 
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1.
Pollersbeck, Julian
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Hamburger SV
13
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2.
Riemann, Manuel
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VfL Bochum
13
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Gikiewicz, Rafal
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1. FC Union Berlin
13
6x
 
4.
Lomb, Niklas
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SV Sandhausen
11
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5.
Heuer Fernandes, Daniel
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SV Darmstadt 98
13
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Spielinfo

Anstoß:
19.09.2017 18:30 Uhr
Stadion:
Holstein-Stadion, Kiel
Zuschauer:
11935
Spielnote:  4
in Hälfte eins kamen beide Seiten trotz hoher Fehlpassquote zu Torchancen. Nach der Pause verflachte die Partie. St. Pauli stand tief, Kiel mühte sich erfolglos.
Chancenverhältnis:
5:5
Eckenverhältnis:
6:1
Schiedsrichter:
Harm Osmers (Hannover)   Note 3
leitete die Partie ohne große Probleme, mitunter aber etwas kleinlich. Hätte es bei Herrmanns Foul bei einer Ermahnung statt eines Platzverweises belassen können.
Spieler des Spiels:
Lasse Sobiech
wirkte bei seiner Rückkehr in die Startelf, als wäre er nie weg gewesen. Wurde bei Kiels hohen Bällen zum Turm in der Schlacht und verlor kaum ein Kopfballduell.

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