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Eintracht Braunschweig

Eintracht Braunschweig

6
:
1

Halbzeitstand
2:1
1. FC Nürnberg

1. FC Nürnberg


EINTRACHT BRAUNSCHWEIG
1. FC NÜRNBERG
15.
30.
45.






60.
75.
90.














Club gibt frühe Führung komplett aus der Hand

Doppelpacker Decarli leitet FCN-Packung ein

48 Jahre lang holte der 1. FC Nürnberg keinen Liga-Sieg bei Eintracht Braunschweig - das änderte sich auch in diesem Jahr nicht. Im Gegenteil: Die Franken gerieten trotz früher Führung unter die Räder und handelten sich eine deftige 1:6-Packung ein. 40 Minuten machten die Franken ein gutes Spiel, ehe sie die defensive Ordnung komplett verloren und besonders nach Wiederanpfiff nach allen Regeln der Kunst zerlegt wurden. Während die Eintracht vom Platz an der Sonne grüßt, bleibt der FCN sieglos.

Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht genügte gegenüber der ersten Pflichtspielniederlage in dieser Saison, einem 0:1 im DFB-Pokal bei den Würzburger Kickers, ein personeller Wechsel: Decarli erhielt den Vorzug vor Baffo.

Auf der Gegenseite musste FCN-Coach Alois Schwartz im Vergleich zum 6:5-Sieg in der Elfmeter-Lotterie bei Viktoria Köln auf Margreitter verzichten (Adduktorenprobleme), Hovland sprang ein. Außerdem begann Kempe anstelle von Sylvestr.

Braunschweiger Jubel
Gratulationen für den Doppelpacker: Saulo Decarli (Mitte).
© imagoZoomansicht

Burgstaller im Sturzflug

Die Braunschweiger Brust war angesichts des Sechs-Punkte-Starts in die neue Zweitligasaison breit - das zeigten die Hausherren vom Anpfiff weg. Besonders die agilen Außen Omladic und Khelifi spielten sich in den Anfangsminuten in den Vordergrund, schlugen immer wieder gefährliche Hereingaben ins Zentrum. Decarli verpasste die Kugel als Abnehmer knapp (3.), Valsvik verlor etwas die Orientierung (4.) und Biada scheiterte per Flachschuss an Schäfer (6.).

Bei allem Offensivdrang vergaßen die Lieberknecht-Schützlinge das Verteidigen - und wurden bitterböse bestraft: Bei einem Konter des Club stand Decarli schlecht, sodass Leibold auf der linken Seite mächtig Platz hatte. Der Flügelspieler legte von der Grundlinie für Burgstaller ab, dem der Ball über Umwege auf den Kopf fiel. Liegend drückte der Österreicher die Kugel aus drei Metern über die Linie, Schönfelds Rettungstat kam zu spät (8.).

Der frühe Gegentreffer nahm den Löwen etwas den Wind aus den Segeln, zugleich tankte der FCN Selbstvertrauen und holte sich durch gepflegtes Kurzpassspiel Sicherheit, ohne aber das letzte Risiko im vordersten Drittel eingehen zu wollen. Nach fünfzehnminütigem Durchpusten näherte sich der BTSV durch Versuche von Omladic (29.) und Biada (32.) zumindest wieder etwas an.

Braunschweig und die Ecken

Kurz vor der Pause drückten die Niedersachsen das Gaspedal dann komplett durch. Zunächst klärte Sepsi für den FCN noch in höchster Not, als Kumbela bei einem Querpass einschussbereit hinter ihm lauerte (42.). Eine Zeigerumdrehung später besorgte der Angreifer aber den Ausgleich, als ihm der Ball nach einem unberechtigten Eckball sieben Meter vor dem Tor direkt vor die Füße fiel und Kumbela wuchtig vollstreckte (43.). Doch damit nicht genug: Auch bei der nächsten Standardsituation brannte es in der FCN-Defensive, Reichel zog aus 21 Metern freistehend ab. Zunächst hielt Schäfer per Fußabwehr, bei Decarlis Nachschuss aus 17 Metern war der Routinier aber chancenlos (45. +2). 2:1 - Spiel gedreht!

Statt sich auf dem knappen Vorsprung auszuruhen, machte die Eintracht genau da weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatte. Die Offensivkräfte zeigten sich flexibel, wirbelten überall und waren zumeist einen Schritt schneller als die steifen FCN-Defensivkräfte. So wussten sich Bulthuis und Hovland nur noch mit Fouls zu helfen, die Verwarnungen nach sich zogen - plus eine gefährliche Freistoßposition: Omladic zwirbelte das Leder in Richtung langer Pfosten, wo Decarli einlief und volley abschloss. Schäfer reagierte blitzschnell, hatte beim Nachschuss des Abwehrmanns aus einem Meter aber das Nachsehen (55.).

Der Club gab sich zwar nicht auf, verteidigte aber weiterhin hanebüchen. Khelifi marschierte links locker-leicht an Leibold vorbei, flankte von der Grundlinie Bulthuis den Ball an den Oberarm, von wo die Kugel über die Linie sprang - 4:1 (64.).

Für Nürnberg kommt's knüppeldick

Behrens (69.), Salli (70.) und Leibold (74.) hatten für die Schwartz-Schützlinge gute Gelegenheiten, um zumindest noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben, brachten das Spielgerät allerdings nicht im Kasten unter. Dann verließen die Akteure allmählich die Kräfte, das Spiel plätscherte relativ ereignislos dem Ende entgegen - bis der BTSV doch noch einmal den Vorwärtsgang einlegte: Zunächst dribbelte Omladic locker an zwei Gegenspielern vorbei und netzte aus 15 Metern ins lange Eck ein (86.), dann bediente er Neuzugang Nyman mustergültig, der nur noch den Fuß hinhalten musste und den 6:1-Endstand herbeiführte (88.).

Tabellenführer Braunschweig ist nach der Länderspielpause am Freitagabend bei Aufsteiger Erzgebirge Aue zu Gast (9. September, 18.30 Uhr). Der noch immer sieglose Club steht drei Tage später gegen 1860 München schon gehörig unter Druck (20.15 Uhr).

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Braunschweig
Aufstellung:
Fejzic (3) - 
Ofosu-Ayeh (3,5) , 
Decarli (1,5)        
Valsvik (3) , 
Reichel (3)        
Moll (3)        
Schönfeld (3,5) - 
Khelifi (2)    
Omladic (1,5)    
Biada (3,5)    
Kumbela (3)    

Einwechslungen:
67. Nyman     für Biada
79. Hernandez für Khelifi
83. Boland für Moll

Trainer:
Lieberknecht
1. FC Nürnberg
Aufstellung:
R. Schäfer (4,5) - 
Brecko (5)    
Hovland (5)    
Bulthuis (5,5)    
Sepsi (5,5) - 
Behrens (4,5)    
Alushi (5)        
Salli (5) , 
Kempe (4,5)    
Leibold (4)    
G. Burgstaller (4)    

Einwechslungen:
63. S. Parker für Kempe
74. Gislason     für Leibold
85. Möhwald für Alushi

Trainer:
Schwartz

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
G. Burgstaller (8., Kopfball)
1:1
Kumbela (43., Linksschuss)
2:1
Decarli (45. + 2, Rechtsschuss, Reichel)
3:1
Decarli (55., Rechtsschuss)
4:1
Bulthuis (64., Eigentor, angeschossener rechter Arm, Khelifi)
5:1
Omladic (86., Linksschuss)
6:1
Nyman (88., Rechtsschuss, Omladic)
Gelbe Karten
Braunschweig:
Reichel
(1. Gelbe Karte)
,
Moll
(1.)
Nürnberg:
Alushi
(2. Gelbe Karte)
,
Behrens
(1.)
,
Bulthuis
(1.)
,
Hovland
(1.)
,
Gislason
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
28.08.2016 13:30 Uhr
Stadion:
Eintracht-Stadion, Braunschweig
Zuschauer:
20840
Spielnote:  3
ein temporeiches Spiel bei großer Hitze. Bis zum Ausgleich war Nürnberg besser, danach spielte Braunschweig allerdings groß auf.
Chancenverhältnis:
9:4
Eckenverhältnis:
8:7
Schiedsrichter:
Felix Zwayer (Berlin)   Note 2
bewertete alle strittigen Zweikämpfe richtig und hatte so keine Probleme bei der Leitung der Partie.
Spieler des Spiels:
Saulo Decarli
erzielte in seinem ersten Saisonspiel gleich zwei Tore und brachte Braunschweig so auf die Siegerstraße.

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