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VfB Stuttgart

VfB Stuttgart

3
:
3

Halbzeitstand
1:3
Dynamo Dresden

Dynamo Dresden


VFB STUTTGART
DYNAMO DRESDEN
15.
30.
45.







60.
75.
90.







VfB wartet seit vier Spielen auf einen Sieg

Terodde antwortet in letzter Sekunde auf Kutschkes Hattrick

Dynamo Dresden und der VfB Stuttgart boten in einer ausverkauften Arena ein Fußballfest. Dank eines Hattricks von Kutschke sahen die Gäste lange wie der sichere Sieger aus. Doch die Schwaben zeigten Moral, kämpften sich nach einer katastrophalen Anfangsphase ins Match zurück und wurden nach 0:3-Rückstand mit einem Punkt und der Tabellenführung belohnt.

Stefan Kutschke
Bejubelte einen lupenreinen Hattrick: Dresdens Stefan Kutschke.
© imagoZoomansicht

Stuttgarts Coach Hannes Wolf überraschte im Vergleich zum 0:1 bei Greuther Fürth mit Debütant Ofori in der Startformation. Daneben rückten Green und Grgic ins Team. Zimmermann, Zimmer und Ginczek blieb zunächst nur die Bank.

Dresdens Trainer Uwe Neuhaus veränderte nach dem 2:0 gegen den SV Sandhausen seine Mannschaft auf zwei Positionen: Modica und Stefaniak ersetzten J. Müller und Berko.

Dresden erwischte gegen den VfB einen Traumstart und lag nach einem schönen Spielzug bereits nach fünf Minuten in Führung. Dabei zerlegten Aosman und Kreuzer mit zwei Pässen die Defensive der Schwaben und Kutschke schob aus kurzer Distanz ein - klar, dass man sich in Stuttgart schnell an die 0:5-Pleite aus dem Hinspiel erinnerte. Und es war erst der Anfang eines großen Spektakels des Dresdner Stürmers.

Der VfB war nach dem Rückstand bemüht, eine schnelle Reaktion zu zeigen und kam nach einer Viertelstunde auch besser in die Partie. Green (Pfosten) und Gentner (aus kurzer Distanz drüber) hatten jeweils die Chance zum Ausgleich. Doch gerade in dieser Phase fuhr Dynamo den nächsten Konter und brachte ihn über die Stationen Heise, der vom VfB nach Sachsen wechselte, und erneut Kutschke ins Ziel zum 2:0 (22.). Ausgangspunkt des Konters war ein Handspiel von Modica, der einen Schuss von Gentner wohl regelwidrig im Strafraum blockte. Doch damit nicht genug. Langerak verschuldete gegen Kutschke einen Elfmeter. Der Stürmer trat selbst an und zeigte sich eiskalt: 3:0 - Hattrick (26.).

Die Partie ließ Akteuren wie Zuschauern keine Atempause. Nur drei Minuten später erzielte Terodde den Anschluss. Auf Vorlage von Mané schloss er mit einem wuchtigen Schuss in zentraler Position ab (29.). Kurz zuvor hatte er wegen einer vermeintlichen Schwalbe die Gelbe Karte gesehen. Allerdings wurde er bei der Situation im Strafraum von Ballas berüht.

Die Sachsen standen bis zur Pause tiefer und überließen dem Wolf-Team das Mittelfeld. Am Strafraum war für den VfB dann aber Schluss und so kreiste der Ball wie beim Handball um das Tor, kam diesem meist aber nicht näher.

Terodde beendet das Spektakel per Elfmeter

Simon Terodde
Krönte die Stuttgarter Aufholjagd: Simon Terodde rettete dem VfB ein Remis.
© imago

Stuttgart kam sehr engagiert aus der Kabine, setzte bei jeder Aktion nach, presste teilweise extrem früh, lief die Gäste permanent mit viel Einsatz an. Das Team von Neuhaus wurde dadurch nervös, verlor viele Bälle, doch der VfB versäumte es, den Anschluss herzustellen. Grgic und Terodde scheiterten beide an der Latte (57.). Dresden bekam keine Atempause, war unter Dauerdruck und Beschuss. Doch die Hausherren hatten eine Menge Pech, denn auch Gentner traf nur die Latte (69.).

Die Schlussphase sollte dennoch genauso packend werden wie das ganze Spiel, denn Insua erzielte aus kurzer Distanz den verdienten Anschlusstreffer (75.). Die ganz große Schlussoffensive gab es aber nicht mehr, denn Stuttgart hatte bereits zu viel investiert und so waren die Kräfte begrenzt. Dresden hatte wieder mehr Ballbesitz, kam nicht mehr so viel unter Druck und fuhr auch den einen oder anderen Konter.

In der Nachspielzeit sollte die Partie aber ihren dramatischen Höhepunkt bekommen. Nach einem unglücklichen Einsteigen von Heise gegen den bereits angeschlagenen Mané gab Schiedsrichter Günter Perl Elfmeter für Stuttgart. Terodde wagte sich in der Nachspielzeit an die Aufgabe heran und erledigte sie souverän. Letztlich war das Remis für Dresden zwar unglücklich, aber für die Hausherren nicht unverdient. Die Gewinner waren die Fans, die ein tolles Match vor ausverkauftem Haus in Stuttgart erlebten.

Für den VfB Stuttgart steht nun das Auswärtsspiel bei 1860 München auf dem Programm (Mittwoch, 17.30 Uhr). Die Dresdner machen zur selben Zeit mit dem Heimspiel gegen den FC Heidenheim weiter.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfB Stuttgart
Aufstellung:
Langerak (3,5)    
Pavard (3,5) , 
Baumgartl (5) , 
M. Kaminski (5) , 
Insua (3)    
Grgic (3) , 
Ofori (3,5)    
Green (3)    
Gentner (3,5)        
Terodde (2,5)            

Einwechslungen:
68. Brekalo für Green
72. Ginczek für Gentner
83. B. Özcan für Ofori

Trainer:
Wolf
Dynamo Dresden
Aufstellung:
Schwäbe (3) - 
Kreuzer (3) , 
Modica (3) , 
Ballas (3) , 
Heise (3,5) - 
Mar. Hartmann        
Hauptmann (2,5)    
Lambertz (3,5) - 
Aosman (3)    
Stefaniak (3,5) - 
Kutschke (1)            

Einwechslungen:
12. Konrad (3) für Mar. Hartmann
58. Teixeira (3,5) für Aosman
70. Berko für Hauptmann

Trainer:
Neuhaus

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Kutschke (4., Rechtsschuss, Kreuzer)
0:2
Kutschke (22., Rechtsschuss, Heise)
0:3
Kutschke (26., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Kutschke)
1:3
Terodde (29., Linksschuss, Carlos Mané)
2:3
Insua (75., Linksschuss, Grgic)
3:3
Terodde (90. + 4, Foulelfmeter, Rechtsschuss, Carlos Mané)
Gelbe Karten
Stuttgart:
Langerak
(1. Gelbe Karte)
,
Terodde
(4.)
Dresden:
-

Spielinfo

Anstoß:
02.04.2017 13:30 Uhr
Stadion:
Mercedes-Benz-Arena, Stuttgart
Zuschauer:
58000 (ausverkauft)
Spielnote:  1
temporeiche Partie, Dresden mit exzellenter Chancenverwertung. Der VfB belohnte sich spät für die Mühen.
Chancenverhältnis:
8:3
Eckenverhältnis:
10:1
Schiedsrichter:
Günter Perl (Pullach)   Note 3
übersah vor dem 0:2 einen Handelfmeter für den VfB (21., Modica). Die Entscheidung auf Foulelfmeter in der 25. Minute (Langerak an Kutschke) war hart, aber vertretbar, die Gelbe Karte gegen Terodde (28. angebliche Schwalbe) überzogen.
Spieler des Spiels:
Stefan Kutschke
nutzte seine Gelegenheiten eiskalt.

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