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Dynamo Dresden

Dynamo Dresden

1
:
1

Halbzeitstand
0:1
1. FC Nürnberg

1. FC Nürnberg


DYNAMO DRESDEN
1. FC NÜRNBERG
15.
30.
45.


60.
75.
90.









Nürnbergs Defensive hält 93 Minuten - Burgstaller nervenstark

Testroet: Vom Chancentod zum Retter

Aufsteiger Dresden ist mit einem 1:1 gegen Nürnberg in die Saison 2016/17 gestartet. Am Samstagnachmittag agierte Dynamo mitunter frech nach vorne und hatte vor allem in Person von Testroet Tore auf dem Fuß. Der Treffer aber gelang zunächst dem Club, der sich auf eine sattelfeste Defensive verlassen konnte und durch einen Burgstaller-Elfmeter in Führung ging. Erst in der Nachspielzeit fiel der verdiente Ausgleich: Ausgerechnet Testroet erlöste die SGD.

Lambertz an die Latte

Guido Burgstaller
Behielt die Nerven vom Punkt: Nürnbergs Guido Burgstaller versenkte einen Elfmeter.
© imagoZoomansicht

Dresdens Trainer Uwe Neuhaus brachte mit Torwart Schwäbe und Innenverteidiger Ballas zwei Neuzugänge von Anfang an. Der neue Kapitän Hartmann nahm auch auf dem Platz eine zentrale Rolle auf der Sechs ein. Nürnbergs neuer Coach Alois Schwartz stellte mit Alushi nur einen externen Neuzugang in seine Startelf. Neu waren aber auch Eigengewächs Mühl sowie der zuvor verliehene Sylvestr.

Dynamo nahm den Schwung der Drittliga-Meisterschaft mit in den Zweitliga-Auftakt und spielte direkt frech nach vorne. Der Großteil der Fans im mit 29.453 Zuschauern gefüllten DDV-Stadion hatte den Torschrei schon auf den Lippen, als Lambertz eine Stefaniak-Flanke an die Latte abfälschte. Den Nachschuss köpfte der überraschte Testroet in die Arme von Schäfer (6.). Auch der Club deutete kurz darauf Gefahr an, der umtriebige Sylvestr aber traf nur das Außennetz (8.).

Burgstaller trifft von Punkt

Nach diesem kurzweiligen Beginn brach eine langatmigere Phase an. Dresden hatte mehr Ballbesitz und ließ die Kugel lange geduldig in den eigenen Reihen laufen. Gegen sehr kompakt im 4-1-4-1 stehende Nürnberger fand die SGD aber nur selten eine Lücke. Der FCN kam punktuell nach vorne, brachte meist den finalen Pass aber nicht zum Mitspieler. Meist rieben sich beide Mannschaften in vielen Zweikämpfen im Mittelfeld auf.

Torlos sollte es trotzdem nicht in die Pause gehen. In einer Situation schafften es die Sachsen nicht, das Spielgerät zu klären, also drang Leibold in den Strafraum und ging dort nach leichtem Kontakt mit Ballas zu Boden - Elfmeter entschied Schiedsrichter Tobias Welz (44.). Für die Franken trat der ausgebuffte Torjäger Burgstaller an, der den Strafstoß stramm hoch in die Mitte zum 1:0 versenkte (45.).

Keine Durchschlagskraft bei Dynamo

Mit Wiederanpfiff verbuchte Sylvestr direkt eine gute Möglichkeit, schoss aus 16 Metern aber direkt in die Arme von Schwäbe (46.). Es sollte für längere Zeit die letzte nennenswerte Strafraumszene bleiben. Dresden saß zwar weiterhin auf dem Fahrersitz, spielte aber meist nur quer statt vertikal. Meist rissen die Dynamos erst dann Lücken, wenn es einmal mit Tempo über die Flügel nach vorne ging. Durchs massive Zentrum der Franken ging hingegen nur wenig, zumal Mühl als Abräumer zwischen den Viererketten immer wieder Löcher stopfen konnte und damit die defensive Stabilität erhöhte.

Neuhaus musste reagieren und brachte mit Kutschke einen Brecher für die Spitze. Mehr Durchschlagskraft sollte diese Maßnahme aber nicht bringen. Oft stimmten bei der SGD die Abstände nicht, und die Mannschaftsteile konnten nur selten harmonisch verbunden werden. Entsprechend keimte nur selten Gefahr auf. Wenn es dann mal brannte, fehlte der Killerinstinkt: Nachdem Schäfer an einer Stefaniak-Ecke vorbeigesegelt war, hatte Testroet freie Bahn, köpfte aus drei Metern aber drüber (70.).

Testroet macht's doch noch

In der Schlussphase musste Dynamo alles auf eine Karte setzten, während der Club die Chance zur Entscheidung verpasste, als Sylvestr aus elf Metern haarscharf vorbei schoss (77.). Schwartz wechselte sehr defensiv (Petrak, 81.; Kempe, 87.; Hovland 90.) und musste zusehen, wie der FCN immer weiter hinten reingedrückt wurde. Kutschke (90.+2) und Konrad (90.+3) verpassten das Ziel denkbar knapp, dann erlöste ausgerechnet Testroet die Truppe aus Elbflorenz und avancierte vom Chancentod zum Vollstrecker: Von Joker Hauptmann freigespielt, traf der Stürmer aus schwierigem Winkel von links ins lange Eck (90.+4). Der Last-Minute-Ausgleich war perfekt.

In gut einer Woche bestreitet Dresden seine erste Auswärtspartie im Montagabendspiel (20.15 Uhr) bei Union Berlin. Nürnberg feiert seine Heimpremiere drei Tage zuvor am Freitag (18.30 Uhr) gegen Heidenheim.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Dynamo Dresden
Aufstellung:
Schwäbe (3) - 
Teixeira (3,5) , 
Modica (3,5) , 
Ballas (4,5) , 
Fa. Müller (4) - 
Mar. Hartmann (3)        
Aosman (4)    
Lambertz (4)    
Kreuzer (3) , 
Stefaniak (2,5) - 
Testroet (3)    

Einwechslungen:
62. Kutschke für Lambertz
70. Hauptmann für Aosman
78. Konrad für Mar. Hartmann

Trainer:
Neuhaus
1. FC Nürnberg
Aufstellung:
R. Schäfer (3) - 
Brecko (3)    
Margreitter (3,5)    
Bulthuis (3) , 
Sepsi (3,5) - 
Mühl (4)    
Leibold (3,5) , 
Behrens (3) , 
Alushi (3,5)        
G. Burgstaller (4)    
Sylvestr (3)        

Einwechslungen:
81. Petrak für Mühl
87. Kempe für Sylvestr
90. Hovland für Alushi

Trainer:
Schwartz

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
G. Burgstaller (45., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Leibold)
1:1
Testroet (90. + 4, Rechtsschuss, Hauptmann)
Gelbe Karten
Dresden:
-
Nürnberg:
Margreitter
(1. Gelbe Karte)
,
Alushi
(1.)
,
Sylvestr
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
06.08.2016 15:30 Uhr
Stadion:
DDV-Stadion, Dresden
Zuschauer:
29453
Spielnote:  2,5
eine sehr intensive, bis zum Schluss spannende Begegnung, in der Dynamo nach der Pause das aktivere Team war.
Chancenverhältnis:
6:4
Eckenverhältnis:
4:3
Schiedsrichter:
Tobias Welz (Wiesbaden)   Note 4
solide Vorstellung, beim Elfer lag zwar ein Kontakt vor, dennoch war er überzogen. Die Nachspielzeit war zu lang.
Spieler des Spiels:
Marvin Stefaniak
äußerst agil, mit guten Flanken und Standards.

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