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Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf

1
:
6

Halbzeitstand
1:2
SC Paderborn 07

SC Paderborn 07


FORTUNA DÜSSELDORF
SC PADERBORN 07
15.
30.
45.






60.
75.
90.












Schmidtgal verletzt - SCP bleibt Fortunas Angstgegner

Düsseldorfer Debakel - Saglik schnürt Viererpack

Der SC Paderborn bleibt der Angstgegner der Düsseldorfer Fortuna, die auch im sechsten Anlauf in Folge den SCP nicht bezwingen konnte, vielmehr ein Debakel erlebte. In einem durchschnittlichen Spiel überzeugten die Ostwestfalen vor allem durch Konterstärke und einen treffsicheren Saglik, während die Rheinländer immer wieder zu kompliziert spielten und die Paderborner deshalb zu selten ernsthaft auf die Probe stellten.

Mahir Saglik
Doppelpack vor und nach der Pause: Mahir Saglik.
© picture allianceZoomansicht

Fortuna-Coach Mike Büskens beließ es nach dem 2:1-Sieg in Ingolstadt bei einem Wechsel und ließ Hoffer anstelle von Reisinger stürmen. Auf der anderen Seite brachte Paderborns Trainer André Breitenreiter im Vergleich zum 4:2-Sieg gegen Frankfurt zwei Neue: Strohdiek (nach Zahn-OP) und Bertels spielten für Ziegler und Kachunga.

Von Beginn an zeigten die Düsseldorfer, wo der Hase in der Esprit-Arena lang laufen sollte - und zwar in Richtung Paderborner Tor. Rasch erspielten sich die Gastgeber Feldvorteile, aus denen sie jedoch kein Kapital schlugen. Das Spiel der Düsseldorfer war zu kompliziert und fehlerbehaftet, sodass die Fortunen lange Zeit über Ansätze nicht hinauskamen. Auf der anderen Seite konzentrierten sich die Ostwestfalen vorwiegend auf die eigene Deckung und beließen es offensiv bei gelegentlichen Kontern (Meha, 10., 22.).

Es war ein durchschnittliches Zweitligaspiel, das zwar durch hohe Intensität und viel Einsatzbereitschaft glänzte, spielerisch dafür aber vieles schuldig blieb. Gerade den Gastgebern fehlte es an zündenden Ideen und Zielstrebigkeit. Besser machte es da schon der SCP, der nach 28 Minuten nicht unverdient in Führung ging: Bertels entwischte auf links und flankte auf die andere Seite zu Saglik. Dieser ließ zunächst Schmidtgal aussteigen und schlenzte das Leder danach gekonnt aus acht Metern ins lange Eck zum 1:0.

Die Rheinländer ließen sich von dem Rückschlag nicht verunsichern und drängten fortan auf den Ausgleich, der ihnen in der 40. Minute auch glückte - aus einem Standard heraus: Bellinghausen zirkelte den Ball von links mit Gefühl nach innen. Dort schraubte sich Latka hoch und bugsierte die Kugel per Kopf aus fünf Metern unter die Latte.

Schmidtgal verletzt - Denkbar schlechter Einstand von Ramirez

Paderborns Wurtz im Duell mit Paurevic (re.)
Aus dem Weg: Paderborns Wurtz im Duell mit Paurevic (re.).
© picture alliance

Kurz darauf war für Schmidtgal Schicht im Schacht! Der Deutsch-Kasache hatte sich zuvor bei einem Foul von Meha, für das dieser verwarnt worden war, am linken Knöchel verletzt und musste gegen Ramirez ausgewechselt werden. Der Ecuadorianer hatte dann einen denkbar schlechten Einstand, denn er verlor leichtfertig den Ball an Meha, der daraufhin das Auge für Saglik hatte. Der Deutsch-Türke erzielte aus Nahdistanz seinen siebten Saisontreffer und sicherte den Gästen damit die 2:1-Pausenführung (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel wurde es hektisch, Schiedsrichter Benjamin Brand bekam nun viel zu tun. Zahlreiche Spielunterbrechungen sorgten folglich dafür, dass kein echter Spielfluss mehr aufkam. Das hielt die Paderborner nicht davon ab, auf 3:1 zu erhöhen: Nach einer Ecke passte Meha flach und scharf in den Fünfer auf Saglik, der den Ball gekonnt aus fünf Metern in die Maschen drosch (63.). Das war der Anfang vom Ende aus Sicht der 95er, für die das Spiel dann zum Debakel wurde - auch wegen eigener grober individueller Fehler. Zuerst machte Saglik seinen Viererpack perfekt (70.), ehe der eingewechselte Kachunga einen Schnitzer von Latka direkt bestrafte und auf 5:1 erhöhte. Damit waren sämtliche Zweifel ausgeräumt. Die Düsseldorfer ließen nun die Köpfe hängen, sodass der SCP den klaren Auswärtssieg routiniert über die Zeit bringen konnte. Dieser fiel sogar noch höher aus, denn Latka fälschte nach 86 Minuten eine Kachunga-Hereingabe unglücklich ins eigene Netz ab und markierte damit den 1:6-Endstand.

Beide Mannschaften sind am kommenden Freitag ab 18.30 Uhr wieder gefordert: Düsseldorf in Aalen, Paderborn empfängt Ingolstadt.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Fortuna Düsseldorf
Aufstellung:
Giefer (4) - 
Levels (5) , 
Latka (5,5)        
Malezas (5) , 
Schmidtgal (4)        
Paurevic (5)    
O. Fink (5)    
Lambertz (5)    
Bellinghausen (5)    
Hoffer (5)    

Einwechslungen:
43. Ramirez (5) für Schmidtgal
62. Reisinger für Paurevic
62. Bolly für Hoffer

Trainer:
Büskens
SC Paderborn 07
Aufstellung:
L. Kruse (3) - 
Wemmer (2) , 
Hünemeier (2) , 
Strohdiek (2,5) , 
Brückner (2) - 
Krösche (3)        
Vrancic (2) - 
Meha (2)    
Bertels (3)    
Wurtz (4,5)    
Saglik (1)                

Einwechslungen:
56. Demme (3) für Krösche
67. Kachunga     für Wurtz
80. Ziegler für Bertels

Trainer:
Breitenreiter

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Saglik (28., Linksschuss, Bertels)
1:1
Latka (40., Kopfball, Bellinghausen)
1:2
Saglik (45. + 1, Rechtsschuss, Meha)
1:3
Saglik (63., Rechtsschuss, Meha)
1:4
Saglik (70., Linksschuss, Vrancic)
1:5
Kachunga (76., Rechtsschuss, Brückner)
1:6
Latka (86., Eigentor, Rechtsschuss, Kachunga)
Gelbe Karten
Düsseldorf:
Schmidtgal
(3. Gelbe Karte)
,
Bellinghausen
(3.)
,
Latka
(1.)
,
O. Fink
(2.)
Paderborn:
Meha
(2. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
26.10.2013 13:00 Uhr
Stadion:
Esprit-Arena, Düsseldorf
Zuschauer:
31827
Schiedsrichter:
Benjamin Brand (Unterspiesheim)   Note 4
traf in einer teils hektischen Partie nicht immer die richtige Entscheidung, ahndete eine Tätlichkeit von Latka nur mit Gelb statt mit Rot (59.).
Spieler des Spiels:
Mahir Saglik
immer hellwach, immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort, immer gedankenschneller als die behäbige Fortuna-Abwehr, vier Tore sprechen für sich.

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