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SV Sandhausen

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Hertha BSC

 
SV Sandhausen

1:6 (0:2)

Hertha BSC
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SV Sandhausen
Hertha BSC
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.














Der SVS gerät zuhause böse unter die Räder

Langers Lapsus beseitigt früh die Spannung

Hertha BSC hat durch einen 6:1-Kantersieg beim SV Sandhausen seine Aufstiegsambitionen eindrucksvoll verdeutlich. Während sich der Hauptstadt-Klub vor allem in den Schlussminuten gegen dezimierte Hausherren in einen Rausch spielte, dürfte der Kater beim SVS, dessen Torwart einen rabenschwarzen Abend erlebte, enorm werden.

Michael Langer, Julian Schauerte (rechts, beide SV Sandhausen)
Die Fürsprache von Teamkollege Julian Schauerte nutzte nichts: SVS-Keeper Michael Langer bekommt von Schiedsrichter Christian Dietz die Rote Karte vorgehalten.
© picture allianceZoomansicht

Sandhausens Trainer Gerd Dais baute seine Anfangsformation im Vergleich zum 1:2 bei Liga-Primus Braunschweig auf gleich fünf Positionen um: Langer vertrat Stammkeeper Ischdonat (Magen- und Darmprobleme) zwischen den Pfosten. Kandziora, Glibo und Danneberg ersetzen Achenbach, Fießer und Ulm. Angreifer Löning - zugleich mit der Kapitänsbinde ausgestattet - verdrängte Onuegbu. Hertha-Coach Jos Luhukay tauschte derweil gegenüber der Nullnummer gegen Ingolstadt zweimal Personal: Bastians verteidigte anstelle von Holland (Oberschenkelzerrung) links in der Viererkette. Niemeyer kehrte nach Gelbsperre für Wagner in die Startelf zurück.

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Jos Luhukay hatte Hertha-Eigengewächs Brooks jüngst ermahnt, nach Standards torgefährlicher zu werden. Schon kurz nach Anpfiff hätte der großgewachsene Innenverteidiger die Aufforderung seines Trainers um ein Haar befolgt: Nach einer Ndjeng-Ecke tauchte er vorne auf, köpfte die Kugel ungedeckt aber über das Gehäuse (2.). Die Berliner hatten das Geschehen am Hardtwald auch fortan im Griff. Während der SVS mit Ausnahme einer Klotz-Flanke, die im Zentrum keinen Abnehmer fand, offensiv nicht in Erscheinung trat, kombinierte der Hauptstadtklub sicher durchs Mittelfeld und erspielte sich rasch Feldvorteile und ein deutliches Chancenplus.

Vor allem Ronnys tückische Freistöße wurden stets gefährlich: Im Anschluss an einen solchen köpfte erst Niemeyer das Leder an den linken Pfosten, ehe Langer Ramos' Nachschuss aus der Nahdistanz parierte (9.). Das Niveau der Partie war überschaubar, doch die Hertha bemühte sich, es zu heben und meldete sich immer wieder zu Wort.

Ramos zeigt sich lernfähig

Nach knapp einer halben Stunde wurden die konstanten Angriffsbemühungen der Berliner belohnt. Keine 60 Sekunden, nachdem Ramos nach einer Ndjeng-Ecke den Ball rechts am Tor vorbeigeköpft hatte, machte es der Kolumbianer besser. Erneut brachte Ndjeng die Kugel per Ecke herein. Lustenberger verlängerte sie mit dem Kopf zu Ramos, der das Spielgerät entschlossen in die Maschen wuchtete (28.).

Gegen Hausherren, denen im Spiel nach vorne auch in der Folge die Mittel und der Mut fehlten, hätte Ndjeng beinahe nachgelegt (32.). Es brauchte aber eine Episode aus dem Kuriositätenkabinett für den zweiten Berliner Treffer: Ronny brachte den Ball per Freistoß aus dem rechten Halbfeld vor den Kasten. Dort faustet ihn Langer unbeholfen an den Rücken von Niemeyer, von wo die Kugel ins Tor sprang (35.). Während die Gäste bis zum Kabinengang eine Reihe weiterer Chancen kreierten, wirkten die Sandhäuser fast sogar etwas apathisch.

Nach Wiederanpfiff gestaltete sich die Begegnung vor den Toren Heidelbergs zunächst höhepunktarm. Der SVS mühte sich, mehr nach vorne zu entwickeln, tat sich dabei aber enorm schwer. Torgefahr gab es weiterhin - etwa bei einem Schulz-Schuss, den Langer entschärfte (50.) - nur auf einer Seite zu notieren. Nach 65 Minuten wurde der eh schon gebrauchte Abend für Langer noch unangenehmer: Schulz steuerte alleine auf den SVS-Keeper zu, der vehement herausstürzte, den Herthaner traf und anschließend die Rote Karte vorgehalten bekam. Ronny schnappte sich die Kugel und verwandelte sicher ins linke Eck (68.).

Die Berliner hatten nun ein noch leichteres Spiel als zuvor. Exakt eine Viertelstunde vor Ablauf der regulären Spielzeit hatte gleichwohl der eingewechselte Wooten ein Mini-Trostpflaster für die Nordbadener parat: Riemann nutzte seinen Freiraum auf links für eine maßgenaue, flache Hereingabe, welche die Lauterer Leihgabe veredelte.

Allagui, Ndjeng, Sahar: Keine Gnade

Doch auf den kurzen Stimmungsaufheller folgten für die Sandhäuser in der Schlussphase noch drei weitere Gegentreffer: Der eingewechselte Allagui befördert nach Ndjengs kluger Vorarbeit das Leder trocken in die Maschen (81.). Ndjengs Ball - halb Schuss, halb Flanke - rutschte ins Netz (89.). Für Packung-Teil Nummer sechs sorgte Sahar: Der eingewechselte Israeli schnappte sich von Kluge das Leder, trieb es energisch nach vorne und setzte mit seinem überlegten Abschluss den Schlusspunkt (90.).

Am Sonntag gastiert der SV Sandhausen beim VfL Bochum, tags darauf empfängt Hertha BSC den FC St. Pauli zum Topspiel der 2. Liga.

09.11.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SV Sandhausen
Aufstellung:
Langer (6)    
Schauerte (4,5) , 
Pischorn (5) , 
Morena (5) , 
Kandziora (4,5) - 
Glibo (5) - 
Klotz (4,5)    
Danneberg (4,5)    
Tüting (4,5) , 
A. Riemann (4)    
Löning (4,5)    

Einwechslungen:
62. Wooten     für Klotz
67. Kühn für Danneberg
85. Blacha für A. Riemann


Trainer:
Dais
Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (3) - 
Pekarik (3) , 
Lustenberger (2) , 
Brooks (2,5) , 
Bastians (3,5) - 
Niemeyer (1,5)        
Kluge (2,5) - 
M. Ndjeng (1,5)    
Ronny (1,5)        
N. Schulz (2,5)    
Ramos (2,5)        

Einwechslungen:
73. Allagui     für Ramos
76. Sahar     für N. Schulz
83. Mukhtar für Ronny

Trainer:
Luhukay

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Ramos (28., Kopfball, Lustenberger)
0:2
Niemeyer (35., Rücken, Ronny)
0:3
Ronny (68., Foulelfmeter, Linksschuss, N. Schulz)
1:3
Wooten (75., Rechtsschuss, A. Riemann)
1:4
Allagui (81., Rechtsschuss, M. Ndjeng)
1:5
M. Ndjeng (89., Rechtsschuss, Kluge)
1:6
Sahar (90., Rechtsschuss, Kluge)
Rote Karten
Sandhausen:
Langer
(65., Notbremse, N. Schulz)
Hertha:
-

Spielinfo

Anstoß:
09.11.2012 18:00 Uhr
Stadion:
Hardtwaldstadion, Sandhausen
Zuschauer:
8300
Schiedsrichter:
Christian Dietz (Kronach)   Note 2
leitete die Partie unauffällig. Der Platzverweis für Langer war korrekt. Erkannte beim 0:2 trotz unübersichtlicher Situation, dass kein Stürmerfoul vorlag.
Spieler des Spiels:
Ronny
der Offensivspieler war ein ständiger Unruheherd und von Sandhausen zu keiner Zeit in den Griff zu bekommen.
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