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Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf

2
:
3

Halbzeitstand
0:1
SC Paderborn 07

SC Paderborn 07


FORTUNA DÜSSELDORF
SC PADERBORN 07
15.
30.
45.

60.
75.
90.














Düsseldorf wacht zu spät auf - SCP seit 15 Spielen ungeschlagen

Mohr beendet Fortunas Fabelserie

Die Fabelserie der Fortuna aus Düsseldorf von 25 ungeschlagenen Ligaspielen in Folge hat ein Ende gefunden. In einem rassigen Topspiel unterlagen die Rheinländer dem SC Paderborn mit 2:3 und mussten zudem die erste Heimniederlage in der laufenden Saison einstecken. Der Tabellenführer hatte über weite Strecken klare Feldvorteile, machte daraus aber zu wenig und wachte erst viel zu spät auf. Auf der anderen Seite haben die Paderborner jetzt die längste Serie von ungeschlagenen Ligaspielen in Folge vorzuweisen - der SCP konnte nämlich zum 15. Mal in Serie nicht bezwungen werden.

Alushi, Brückner, Bertels und Proschwitz freuen sich über das 1:0
SCP-Jubel: Alushi, Brückner, Bertels und Proschwitz freuen sich über das 1:0.
© picture allianceZoomansicht

Düsseldorfs Trainer Norbert Meier setzte im letzten Ligaspiel vor dem Jahreswechsel auf Kontinuität und vertraute derselben Elf wie beim 1:1 in Bochum. Paderborns Coach Roger Schmidt musste hingegen wechseln: Brandy hatte beim 2:0-Sieg gegen Rostock seine fünfte Gelbe gesehen und musste daher zuschauen. Für den Angreifer rückte Defensivspezialist Strohdiek in die Startelf, was eine Systemumstellung mit sich brachte. Der SCP begann in einem 4-2-3-1 und nicht im 4-4-2.

Von Beginn an war es ein intensives und durchaus ausgeglichenes Spiel zweier Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegneten. Als Gastgeber standen die Düsseldorfer natürlich in der Pflicht, das Spiel zu machen. Und die Fortuna war Willens, sich dieser Aufgabe anzunehmen. Die ersten nennenswerten Chancen hatte allerdings der SCP, der zunächst konsequenter nach vorne spielte. Proschwitz (2.) und Krösche (6.) scheiterten an Ratajczak, Gonther am Querbalken (6.).

Die Rheinländer hatten mehr vom Spiel, fanden aber nur selten Zugang zum gegnerischen Sechzehner. Einzige Ausnahme: Brökers Chance nach einem Eckball in der zwölften Minute, die der 26-Jährige jedoch vergab. Ansonsten neutralisierten sich beide Teams größtenteils im Mittelfeld, sodass Torabschlüsse lange Zeit überhaupt nicht zu sehen waren. Wenn überhaupt, dann zeichneten die Gäste sich für Chancen verantwortlich (31., Proschwitz).

Etwas später gingen die Ostwestfalen dann in Führung: Alushi beförderte das Leder sehenswert zu Proschwitz, der dann Lukimya abschüttelte und abgezockt aus 14 Metern ins linke Eck vollendete (37.). Der Stürmer traf somit auch im sechsten Spiel in Folge und schrieb damit seine persönliche Erfolgsgeschichte fort. Düsseldorf stand nun unter Zugzwang und war fortan um den Ausgleich bemüht. Die Fortunen konnten bis zur Pause aber nur einmal durch Röslers Fallrückzieher für Gefahr sorgen (40.) und mussten daher mit einem knappen Rückstand zum Pausentee.

Jovanovic läutet die spannenden Schlussphase ein

Paderborns Strohdiek eilt Lambertz hinterher
Auf den Fersen: Paderborns Strohdiek eilt Lambertz hinterher.
© picture alliance

Zum Seitenwechsel musste Meier reagieren, da Langeneke mit Magenproblemen passen musste. Juanan kam neu rein. Die Marschroute der Düsseldorfer wurde früh klar, schnell und aggressiv nach vorne spielen. Die Gastgeber sorgten dann auch rasch über Rösler (47.), Beister (49.) und Fink (52.) für Wirbel. Vier Minuten später war es soweit: Nach einer Freistoßflanke von rechts landete das Leder über Umwege beim eingewechselten Ilsö. Dessen missglückter Schuss mutierte zur Vorlage für Juanan, der aus kurzer Distanz einnetzte.

Die Düsseldorfer hatten sich also zurückgekämpft, durften sich über den Ausgleich aber nicht allzu lange freuen! Nach einer Stunde nahm Meha genau Maß und zirkelte einen Freistoß aus 24 Metern direkt in den linken Winkel. Danach zog sich der SCP tief in die eigene Hälfte zurück und rührte Beton an. Die Düsseldorfer rannten an, kamen aber nicht entscheidend zum Abschluss und kassierten etwas später die nächste kalte Dusche: Meha schlug einen Freistoß von links nach innen. Dort stieg Mohr hoch und köpfte aus fünf Metern wuchtig zum 3:1 ein.

Die Vorentscheidung? Keinesfalls! Denn nur zwei Minuten danach verkürzten die Rheinländer durch Joker Jovanovic, der eine Unsicherheit in der SCP-Abwehr eiskalt ausnutzte und damit eine spannende Schlussphase einläutete. In dieser warfen die Düsseldorfer alles nach vorne, Jovanovic (80.), Rösler (82.) und Ilsö (84., 89.) verpassten aber den Ausgleich, sodass die Paderborner letztlich ihre Abwehrschlacht erfolgreich bestritten.

Während sich der SC Paderborn damit in die Winterpause verabschiedete, müssen die Düsseldorfer noch einmal in diesem Kalenderjahr ran: Am kommenden Dienstag steht der Pokal-Kracher gegen Meister Borussia Dortmund auf dem Programm. In der 2. Liga geht es erst wieder Anfang Februar weiter: Am Freitag, den 3. Februar, empfangen die Ostwestfalen Union Berlin. Tags darauf sind die Fortunen in Ingolstadt an der Reihe.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Fortuna Düsseldorf
Aufstellung:
Ratajczak (5) - 
Levels (4) , 
Lukimya (3) , 
Langeneke (3,5)    
J. van den Bergh (3)    
Bodzek (3) - 
Beister (4,5)    
Lambertz (3,5)    
O. Fink (3,5) - 
Rösler (4)    
Bröker (4)    

Einwechslungen:
46. Juanan (2,5)     für Langeneke
55. Ilsö (2,5) für Bröker
68. Jovanovic     für J. van den Bergh

Trainer:
Meier
SC Paderborn 07
Aufstellung:
L. Kruse (2,5) - 
Wemmer (3,5) , 
Gonther (2) , 
Mohr (2)    
Strohdiek (3,5)    
Krösche (3)        
Alushi (2)    
Meha (2,5)        
Brückner (3,5)    
Bertels (4) - 
Proschwitz (2)    

Einwechslungen:
55. Palionis (3,5) für Strohdiek
90. Guié-Mien für Brückner
90. + 2 Taylor für Meha

Trainer:
Schmidt

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Proschwitz (38., Linksschuss, Alushi)
1:1
Juanan (56., Linksschuss, Ilsö)
1:2
Meha (60., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
1:3
Mohr (73., Kopfball, Meha)
2:3
Jovanovic (75., Linksschuss)
Gelbe Karten
Düsseldorf:
Rösler
(7. Gelbe Karte)
,
Beister
(4.)
Paderborn:
Alushi
(3. Gelbe Karte)
,
Krösche
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
16.12.2011 18:00 Uhr
Stadion:
Esprit-Arena, Düsseldorf
Zuschauer:
25240
Schiedsrichter:
Michael Weiner (Hasede)   Note 1
ohne Fehl und Tadel, ließ durch seine souveräne Spielführung keine übergroße Hektik aufkommen.
Spieler des Spiels:
Enis Alushi
durch seine Ballsicherheit nahm er immer wieder geschickt das Tempo aus dem Spiel, zudem wichtiger Ballverteiler im Mittelfeld.

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