Freiburg dominiert über weite Strecken - Großchance für Chihi
Der SC Freiburg trat im Vergleich zum 0:2 in Augsburg auf zwei Positionen verändert an: Volker Finke brachte Hansen und den zuletzt gesperrten Mohamad für Sanou und Khizaneishvili. Der 1. FC Köln spielte nach dem 0:1 gegen Aue und der darauf folgenden Entlassung von Trainer Hanspeter Latour mit Cullmann, Lagerblom und Chihi für Ehret, den verletzten Gambino und Epstein.
Nach einigen Minuten des Abtastens kamen zunächst die Hausherren zu ersten Gelegenheiten. Pitroipa hob den Ball nach einem Befreiungsschlag von Schwaab frei vor Wessels über das Tor (7.), kurz darauf zielte auch Ibertsberger bei seinem Direktschuss von der Strafraumgrenze vorbei (9.). Doch unter dem Strich tat sich die Finke-Elf vor der Pause sehr schwer, weil die Rheinländer sich weit zurückfallen ließen, um so die Räume eng zu machen. Eigene Torchancen verzeichnete der FC zunächst nicht.
Gefällig, aber kaum druckvoll - so lässt sich das Freiburger Spiel in der ersten Halbzeit zusammenfassen. Der finale Pass kam meist nicht an, Torabschlüsse fanden in der Regel nicht den Weg in Richtung Tor. Eine Direktabnahme von Antar (22.), sichere Beute für Wessels, sowie ein Schrägschuss Iashvilis (45.), ebenfalls gemeistert vom Kölner Schlussmann, waren noch die besten Gelegenheit der Badener bis zum Pausenpfiff.
Der zweite Abschnitt begann mit der ersten Kölner Chance. Novakovic zwang Walke durch eine Kopfball-Bogenlampe zu einer Parade (47.). Freiburg fand zunächst nicht wie erhofft ins Spiel. Erst Iashvili sorgte mit seinem 20-Meter-Kracher für einen ersten Höhepunkt aus Sicht der Gastgeber (55.).
Nach einer Stunde stockte den Freiburger Anhängern dann der Atem. Scherz hebelte die in diesem Moment schlecht postierte SC-Abwehr durch einen klugen Pass auf Chihi aus. Der Youngster eilte allein aufs Tor zu, doch Walke warf sich ihm erfolgreich entgegen und klärte (60.). Scherz ließ Sekunden später einen gefährlichen Aufsetzer folgen, den Walke erst im Nachfassen unter Kontrolle bekam. Köln war nun also im Spiel, während der SC-Motor ins Stottern kam. Vergeblich forderten die Freiburger Elfmeter, als Antar nach einem Stoß von Cullmann im Strafraum zu Fall gekommen war (73.).
In der Schlussviertelstunde versuchte Volker Finke mit der Einwechslung von Bencik noch einmal neue Impulse für das Offensivspiel zu geben. Und Freiburg übernahm auch wieder mehr die Kontrolle. Iashvili hatte nach 77 Minuten aus 14 Metern das 1:0 auf dem Fuß, doch der kleine Georgier fand in Wessels seinen Meister.

Die beste Chance in der Schlussphase hatte Bencik nach einem weiten Ball aus dem Halbfeld. Doch den Kopfball des Stürmers fischte Wessels mit einer tollen Parade aus dem rechten Eck (85.). Die Gäste waren in dieser Phase hauptsächlich darauf aus, den Auswärtspunkt zu sichern. Ein Vorhaben, das letztlich auch glückte. Der FC bleibt dadurch auch im siebten Spiel in Serie ohne Dreier und ist mittlerweile seit mehr als zehn Jahren in Freiburg sieglos.
Für den SC Freiburg geht es nun mit der Reise zum Aufsteiger nach Jena weiter. Der 1. FC Köln hingegen empfängt den TSV 1860 München im RheinEnergieStadion.
| SC Freiburg |
|---|
| 1. FC Köln |

