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30.09.2007, 14:59

GP von Japan: Alonso-Crash

Hamiltons Meisterstück?

Verrücktes Rennen im Regen von Fuji. Nach einer langen Safety-Car-Phase wurde der Betrieb nach 19 Runden freigegeben. Es folgten viele Dreher, Boxenstopps, Strategiewechsel, und als Höhepunkt in Runde 42 ein Crash des Weltmeisters. Alonso schied an Position fünf liegend aus. Lewis Hamilton profitierte davon, gewann vor den Finnen Kovalainen und Räikkönen und machte einen Riesenschritt in Richtung Titelgewinn!

Alonsos Bolide am Haken
Des einen Leid, ...: Während Alonsos Auto am Haken hängt, fährt Hamilton dem Sieg entgegen.
© dpaZoomansicht

Für Lewis Hamilton bedeutet der triumphale Erfolg in Fuji: zwölf Punkte Vorsprung in der Fahrerwertung vor Fernando Alonso! Bei noch zwei ausstehenden Rennen (China, Brasilien) kann der junge Brite den Titelgewinn im Rookie-Jahr bereits in Schanghai am 7. Oktober perfekt machen und jüngster Weltmeister der Formel-1-Geschichte werden.

Zum Rennen, das sich aufgrund der widrigen Bedingungen als äußerst chaotisch präsentierte: Die Autos starteten hinter dem Safety Car - und alle außer Ferrari hatten Intermediates aufgezogen. Nachdem Massa sich zeitig drehte, holte die Scuderia beide Autos schnell in die Box und ließ Heavy-Wet-Tires aufziehen. Die Italiener waren erbost darüber, dass eine Order der Rennleitung, doch unbedingt mit Regenreifen zu starten, angeblich nicht bis zu ihnen durchgedrungen war.

Bilder aus Fuji 2007
Großer Preis von Japan
Gridgirls in Fuji
Gridgirls

Nach 30 Jahren machte der Formel-1-Zirkus wieder einmal in Fuji Station. Die Gridgirls begrüßten die Zuschauer mit Regenschirmen in der Hand.
© imago

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19 Runden lang fuhren die Boliden bei der Rückkehr nach Fuji - zuletzt gastierte die Formel 1 vor 30 Jahren dort - hinter dem Safety Car her, ehe das Rennen freigegeben wurde. Und dann ging es gleich turbulent zu: Heidfeld und Button kollidierten, der Brite musste "ohne Nase" weiterfahren. Wurz und Massa crashten, der lange Österreicher musste als Erster aufgeben, der Brasilianer konnte weiterfahren, musste jedoch eine Durchfahrtsstrafe schlucken.

Die "Silberpfeile" fuhren vorneweg - bis zum ersten Boxenstopp. Und plötzlich führte Sebastian Vettel! Der junge Heppenheimer im Toro Rosso schrieb für einige Runden Geschichte, sollte später jedoch zu einem tragischen Helden werden. Die vollgetankten McLaren hatten nach dem Stopp indes Probleme und verloren einige Plätze. Alonso kollidierte mit Vettel, der sichtlich erbost die Faust hob. Kubica riskierte gegen Hamilton zuviel, beide kollidierten, der Pole kassierte eine Durchfahrtsstrafe.

Dann musste Ferrari wieder raus und Benzin nachfüllen, ehe es in Runde 42 zum Rennhöhepunkt kam. Fernando Alons krachte auf Rang fünf liegend in die Seitenbegrenzung und blieb mit einem Totalschaden auf der Strecke liegen. Zum Glück konnte der Weltmeister das Auto unverletzt verlassen, aber seine Titelhoffnungen hatten in dieser Szene möglicherweise den entscheidenden Dämpfer erhalten. "Aquaplaning", sagte der kleine Asturier knapp, "und die Mauer war sehr nahe. Jetzt wird es natürlich schwierig, ich brauche ein Wunder - oder Lewis geht in den Ruhestand! Bei normalem Verlauf ist der Titel für mich nicht mehr drin."

Es folgte eine weitere Safety-Car-Phase. In dieser meldeten sich Sebastian Vettel und Mark Webber ab. Der Deutsche fuhr dem Australier, der durch eine Lebensmittelvergiftung geschwächt war und sich im Auto übergeben hatte, ins Heck, beide mussten das Rennen beenden. Vettel blieb in der Box noch einige Minuten im Wagen sitzen, als könne er sein Pech nicht fassen!

Hamilton, Kovalainen, Massa - in dieser Reihenfolge ging das Rennen in die entscheidende Phase, während Räikkönen sich wieder nach vorne kämpfte. Bis auf Rang drei kam der Iceman noch nach vorn, weil er Coulthard in einem tollen Manöver schluckte, und weil Massa nochmal zum Tanken raus musste. An seinem Landsmann Kovalainen kam er nicht mehr vorbei, trotz aller Anstrengungen.

Lewis Hamilton fuhr am Ende einem trotz aller Nässe sicheren Sieg entgegen. "Es gab Phasen, wo wir uns alle gewünscht haben: Macht Schluss", sagte der Youngster nachher bei der Pressekonferenz der besten Drei. "Aber es trocknete und ich wollte nur noch fahren. Es war nicht leicht, bei meiner Kollision mit Kubica habe ich nichts gesehen." "Ein bisschen anfeiern können wir nun", gestand Mercedes-Sportchef Norbert Haug, der über Kubicas Verhalten sichtlich ungehalten war.

Einen spektakulären Schlussspurt lieferte sich der angesprochene Pole in den letzten Kurven mit Felipe Massa. Der Brasilianer gewann das Duell und holte sich Platz sechs hinter Coulthard und Fisichella. Adrian Sutil wurde zwar zunächst Neunter und schrammte knapp an den Punkterängen vorbei. Doch er profitierte von einer nachträglichen 25-Sekunden-Strafe für ein nicht erlaubtes Überholmanöver des Italieners Vitantonio Liuzzi während einer Gelbflaggen-Phase in der 55. Runde und rückte auf Platz acht vor. Der Gräfelfinger war zugleich bester Deutscher, da Rosberg und Ralf Schumacher ausschieden, Nick Heidfeld sein Auto kurz vor Schluss abstellen musste (Wertung: 14.).

30.09.07
 

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