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09.09.2007, 15:33

GP von Italien: Massa ausgeschieden

Silberpfeile demütigen Ferrari

Weltmeister Fernando Alonso feierte ausgerechnet beim Heimrennen von Ferrari einen überlegenen Start- und Zielsieg. Teamkollege Hamilton rettete aber Platz zwei und verliert demnach nur zwei Punkte. Räikkönen wurde Dritter, für Massa könnte die WM gelaufen sein. Der Brasilianer schied aus. Nick Heidfeld sicherte sich ohne Probleme den vierten Rang, Rosberg wurde guter Sechster.

Sektdusche: Die große Rivalität zwischen Hamilton (li.) und Monza-Sieger Alonso war auf dem Podest vergessen.
Sektdusche: Die große Rivalität zwischen Hamilton (li.) und Monza-Sieger Alonso war auf dem Podest vergessen.
© dpaZoomansicht

Was für Glücksgefühle im Lager der "Silbernen": Unbeeindruckt vom Spionage-Skandal hat McLaren- Mercedes mit einem Doppel-Erfolg den großen Rivalen Ferrari beim Heim-Grand-Prix gedemütigt. McLaren-Teamchef Ron Dennis ließ seinen Gefühlen nach Alonsos Zieldurchfahrt freien Lauf und heulte Freudentränen.

Doch nun droht den Silberpfeilen sogar das WM-Aus. Schon am Donnerstag in Paris könnte der strahlende Triumph beim Großen Preis von Italien durch Fernando Alonso und Lewis Hamilton nur noch Makulatur sein. Vom Saison-Ausschluss über den Abzug der Konstrukteurspunkte bis hin zu einer saftigen Geldstrafe ist bei der erneuten Anhörung durch den Weltrat des Automobil-Verbandes FIA alles möglich. Ein neuerlicher Freispruch für das britisch-deutsche Team dagegen erscheint eher unwahrscheinlich.

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GP von Italien 2007

Ohne Hilfe durch Gerichte scheint die WM für Ferrari aber gelaufen zu sein. Felipe Massa schied in der elften Runde mit Aufhängungsschaden aus, Kimi Räikkönen verlor als Dritter in Monza weitere wichtige WM-Punkte. Bei vier noch ausstehenden Rennen liegt Räikkönen bereits 18 Punkte hinter Hamilton zurück.

Freude dagegen bei BMW Sauber: Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld gewann als Vierter einmal mehr das teaminterne Duell gegen den Polen Robert Kubica, beide zusammen sicherten den Blau-Weißen neun Punkte. Auch Nico Rosberg (Wiesbaden) war zufrieden, der Williams-Toyota-Pilot wurde für eine starke Vorstellung mit Platz sechs und drei WM-Punkten belohnt.

Für Ralf Schumacher gab es nichts zu holen, Position 15 war für den Toyota-Piloten wieder eine bittere Niederlage. Sebastian Vettel (Heppenheim) wurde im Toro Rosso 18., Adrian Sutil (Gräfelfing) landete im Spyker-Ferrari einen Platz dahinter.

Gleich nach dem Start musste Heidfeld seinen im Qualifying eroberten vierten Platz an Räikkönen abgeben. Der Finne schloss zu seinem Ferrari-Teamkollegen Massa auf, der Hamilton im Silberpfeil zunächst unter Druck setzte, aber nicht vorbeikam.

Eine Safety-Car-Phase nach einem Unfall von David Coulthard im Red Bull sorgte danach vorerst für Ruhe im Feld. Der Schotte hatte Renault-Pilot Giancarlo Fisichella berührt, dabei den Flügel seines Autos beschädigt und war über ein Kiesbett in die Reifenstapel gerutscht. Coulthard stieg unverletzt aus dem Cockpit.

Pech hatte zuvor der deutsche Youngster Vettel, der sich im Gedränge ebenfalls den Frontflügel abgefahren hatte und durch seinen unplanmäßigen Boxenstopp zunächst auf den letzten Rang zurückgefallen war.

Schon nach elf Runden mussten die Tifosi einen herben Dämpfer hinnehmen. Massa stellte seinen roten Renner mit Aufhängungsschaden in der Box ab. Zu diesem Zeitpunkt war Massa auf Platz drei fahrend der Hoffnungsträger der Ferrari-Fans. Das Rennende erlebten viele Zuschauer gar nicht mehr mit. Während die Silberpfeile in einer eigenen Liga fuhren, rollten die Tifosi ihre Fahnen enttäuscht ein und machten sich vorzeitig auf den Heimweg.

Abkürzung: Hamilton (re.) musste nach dem Start von der Strecke. Alonso links blieb in Front.
Abkürzung: Hamilton (re.) musste nach dem Start von der Strecke. Alonso links blieb in Front.
© dpaZoomansicht

Das nach Massas Ausfall verbliebene Spitzentrio Alonso, Hamilton und Räikkönen konnte planmäßig seine ersten Stopps absolvieren. Als erster kam Hamilton auch zu seinem zweiten Halt in der 40. Runde in die Box und reihte sich zunächst hinter seinem Teamrivalen Alonso und Räikkönen ein.

In der 42. Runde setzte Hamilton zu einem gewagten Überholmanöver gegen Räikkönen an und zog an dem Finnen vorbei. Alonso fuhr derweil seinen Sieg nach dem zweiten Stopp ungefährdet nach Hause.

Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso (89) verkürzte mit seinem vierten Saison-Sieg den Rückstand in der Fahrer-Wertung auf Spitzenreiter Hamilton (92) vor den letzten vier Rennen am Sonntag (LIVE!-Ticker ab 13.45 Uhr) in Spa und dann in Japan, Shanghai und Brasilien auf drei Punkte. Neuer Dritter ist Räikkönen (74) vor seinem Teamkollegen Felipe Massa (69). Nick Heidfeld (52) bleibt Gesamtfünfter. In der Konstrukteurswertung führt McLaren-Mercedes mit 166 Zählern vor Ferrari (143).

09.09.07
 

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