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27.07.2009, 15:11

Ferrari braucht einen Massa-Ersatz

Der Ruf nach Schumacher

Der Schock über den schlimmen Unfall Felipe Massas sitzt tief. Doch der Wunsch nach einem Comeback von Rekordweltmeister Michael Schumacher scheint bei den Ferraristi ebenso groß. Der Ruf nach dem siebenmaligen Champion wird lauter. Ganz Italien fordert ein Comeback Schumachers. "Jetzt braucht Ferrari Schumi als Massas Ersatz, und Michael denkt daran", schrieb die Gazzetta dello Sport.

Als Heilsbringer geprießen: In Italien werden die Rufe nach einem Comeback Michael Schumachers laut.
Als Heilsbringer gepriesen: In Italien werden die Rufe nach einem Comeback Michael Schumachers laut.
© imagoZoomansicht

Die italienische Presse heizt Spekulationen an, an denen sich auch spanische Medien beteiligen. Sie wollen am 23. August in Valencia allerdings nicht Schumacher, sondern den mutmaßlichen künftigen Ferrari-Piloten Fernando Alonso ins Massas Auto sehen, wenn das Renault-Team des Spaniers gesperrt wird.

Eine Rückkehr Schumachers würde auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gefallen, da dann das Interesse an seinem PS-Zirkus schlagartig ansteigen würde. "Aus Schumachers engem Kreis geht hervor, dass Michael ein Comeback überlegen würde, sollte Ferrari ihn darum bitten, das Engagement dürfte aber nicht über das Ende dieser Saison hinausgehen", behauptete die Gazzetta dello Sport.

Die Spekulationen um eine Kurzzeit-Rückkehr des siebenmaligen Weltmeisters, der sein 250. und letztes Formel-1-Rennen am 22. Oktober 2006 bestritten hat, werden bis zur Bekanntgabe des zweiten Ferrari-Piloten für den Großen Preis von Europa in Valencia wohl nicht abreißen. 40 Jahre, sieben Monate und 20 Tage wäre Schumacher bei dem Rennen auf dem Stadtkurs am Hafen alt.

Rekordweltmeister und 91-maliger Grand-Prix-Sieger
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Am 30. August 1992 feierte Michael Schumacher im Benetton in Spa-Franchorchamps den ersten seiner bis dato 91. Grand-Prix-Siege. Auf dem Podium in Belgien gratuliert Ex-Weltmeister Nigel Mansell.
© dpa

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Auch der frühere Ferrari-Pilot Niki Lauda würde sich über Schumachers Rückkehr freuen. Die Entscheidung liege nun allerdings bei Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, sagt der Österreicher: "Wäre ich Montezemolo, hätte ich keine Zweifel, Michael anzurufen. Alles hängt von ihm ab. Von den freien Piloten ist er der stärkste. Und mit Michael würde die Formel 1 um 20 Prozent an Interesse gewinnen."

Kein Vertrauen in Gene und Badoer?

Ähnlich hatte sich der dreimalige Weltmeister Lauda schon am Sonntag geäußert. "Es gibt niemanden, der Michaels Leistung nahe kommen kann. Ich habe darüber nachgedacht, und es gibt niemanden", meinte der Österreicher, der offenbar wenig Vertrauen zu den etatmäßigen Ferrari-Testfahrern Luca Badoer und Marc Gene hat.

Für die römische Zeitung La Repubblica ist ein Comeback des 40-Jährigen eine faszinierende Möglichkeit: "Die Idee, Schumacher wieder auf die Strecke zu schicken, erscheint mehr als logisch. Bei Ferrari denkt man ernsthaft daran, den König zur Unterbrechung seines Urlaubes zu zwingen und ihn in die Arena zu schicken."

Ein Reiz für Schumacher?

Auch nach Meinung des Corriere della Sera ist "die Möglichkeit, dass Schumacher als Massas Ersatz auf die Strecke zurückkehrt, nicht auszuschließen". Das Blatt mutmaßt aber, dass alles sehr kompliziert ist: "Michael scheint nach dem Motorradunfall vor einigen Monaten nicht in bester Form." Allerdings könnte die "Herausforderung, aus dem Ruhestand zurückzukehren und Ferrari Punkte für die Konstrukteurs-WM zu holen, eine sein, die Schumacher reizt".

Michael Schumacher schweigt

Schumacher selbst äußerte sich bislang nicht zu den Spekulationen und schickte stattdessen seinem Freund Felipe Massa beste Genesungswünsche. Schumachers Manager Willi Weber hatte am Sonntag ein Comeback seines Schützlings ausgeschlossen. "Das habe ich schon am Samstagabend gehört. Aber das sind nur Spekulationen. Ich sehe das nicht so", sagte Weber dem Sport-Informationsdienst.

Immer wieder schloss Schumacher bislang ein Comeback in der Formel 1, in der er mit Ferrari von 2000 bis 2004 fünfmal in Serie den Fahrer-WM-Titel gewann, aus. Der Berater der Scuderia frönte stattdessen seiner Motorrad-Leidenschaft - und stürzte im Februar so schwer, dass er seinen Start bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft verschieben musste. Wochenlang konnte der Kerpener nicht richtig trainieren. Die Frage ist, ob Schumacher körperlich für ein Formel-1-Rennen überhaupt gerüstet wäre.

Bilder vom Hungaroring
GP von Ungarn 2009: Massas Horrorcrash
Langsam und extrem vorsichtig wird Massa aus seinem Boliden gehoben.
Bergung

Ferrari-Pilot Felipe Massa wird 2009 auf dem Hungaroring von einer Stahlfeder am Kopf getroffen. Langsam und extrem vorsichtig wird Massa aus seinem Boliden gehoben.
© picture alliance

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Massas Gesundheitszustand hat sich derweil in der Nacht zum Montag weiter verbessert, dennoch dürfte der Brasilianer nach Einschätzung seines persönlichen Arztes Dino Altmann etwa vier bis sechs Wochen ausfallen. Die behandelnden Ärzte in Budapest gehen davon aus, dass der 28-Jährige keine Schäden am Gehirn erlitten hat, auch wenn sie sich noch nicht abschließend festlegen wollen.

 

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