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25.06.2013, 10:15

GP von Großbritannien: Der achte WM-Lauf

Silverstone - Der Inbegriff britischen Rennsports

Das erste Formel-1-Rennen der Geschichte fand 1950 auf der Rennstrecke im britischen Silverstone statt. Am kommenden Sonntag macht die F1-Karawane wieder in England Station. 2012 triumphierte Red-Bull-Pilot Mark Webber. Teamkollege Sebastian Vettel reist als WM-Führender an, auf der Lauer liegt 2011-Sieger Fernando Alonso. Lewis Hamilton kommt bei seinem Heimspiel als Vierter der Fahrerwertung nach Silverstone.

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Vorjahressieger: Red-Bull-Pilot Mark Webber jubelte 2012 in Silverstone.
Vorjahressieger: Red-Bull-Pilot Mark Webber jubelte 2012 in Silverstone.
© Getty Images

Der achte Grand Prix der laufenden Formel-1-Saison wird am kommenden Sonntag, den 30. Juni 2013, um 14 Uhr MESZ (im LIVE!-Ticker) in England auf der Traditions-Rennstrecke in Silverstone gestartet, dem Geburtsort der Formel 1.

Die 24 Formel-1-Piloten müssen in Silverstone auf dem 5,891 km langen, leicht modifizierten Kurs mit ihren Boliden insgesamt 52 Runden drehen, die Renndistanz beträgt 306,227 Kilometer.

Historischer Rückblick

© kicker

Der Kurs in Silverstone hat eine lange Tradition. Silverstone ist der Inbegriff für britischen Rennsport und zugleich der Geburtsort der Formel 1. Am 13. Mai 1950 wurde das erste Formel-1-Rennen auf dieser Strecke veranstaltet. Der Rennkurs, hervorgegangen aus einem ehemaligen Militärflugplatz, war in den vergangenen 62 Jahren aber nicht der einzige Austragungsort des Großen Preises von England. Bis einschließlich 1986 fanden die Rennen auch auf den Kursen in Aintree und Brands Hatch statt.

Erst nach dem schweren Unfall von Jacques Laffite wurde die Berg- und Talbahn in Brands Hatch als zu gefährlich eingestuft und Silverstone bekam den Zuschlag als langfristiger Austragungsort für Formel-1-Rennen. Seit 1987 wurde jedes Jahr ein GP in Silverstone veranstaltet.

© kicker

Für die Teams war diese Entscheidung von Vorteil, denn die meisten englischen Rennställe haben ihre Fabriken in unmittelbarer Nähe. Deshalb ist Silverstone auch eine beliebte Teststrecke. Der in Northamptonshire gelegene Kurs wurde im Lauf der Jahre immer wieder umgebaut, aus dem ehemaligen Flughafengelände wurde eine professionell betriebene Rennstrecke. Der radikalste Einschnitt wurde 1991 durchgeführt, als die engen Kurven Priory und Luffield modifiziert wurden.

2009/10 wurde erneut Hand angelegt. Ab der bisherigen Abbey-Kurve entstand ein 760 Meter langes Stück, eine Art Arena-Komplex mit angeblich drei Überholmöglichkeiten. Force-India-Pilot Adrian Sutil hatte damals im Vorfeld der Premiere noch ein wenig Bedenken bezüglich des neuen Abschnitts geäußert: "Der schnelle Bridge-Rechtsknick wird mir fehlen. Stattdessen fahren wir jetzt nach Abbey auf einen neuen Arena-Teil. Er bietet langsame und schnelle Kurven, soll das Überholen erleichtern. Ob's klappt?"

Die Rekordsieger in Silverstone heißen Jim Clark, der 1962, 1963, 1964, 1965, 1967 siegte, und Alain Prost, dessen Triumphe aus den Jahren 1983, 1985, 1989, 1990, 1993 stammen. Rekord-Weltmeister Michael Schumacher triumphierte 1998, 2002 und 2004.

Die Rennstrecke

Der Kurs in Silverstone
Der Kurs in Silverstone

Die meisten Fahrer mögen Silverstone und kommen gut mit der Strecke zurecht, allerdings schwärmen viele Formel-1-Veteranen noch immer vom Rennkurs in Brands Hatch. Silverstone ist total eben und bietet nicht sehr viele Möglichkeiten zum Überholen. Beliebt ist vor allem die Becketts-Passage, eine schnelle Links-Rechts-Links-Rechts-Kombination, wo die Piloten viel Zeit gutmachen können. Das Kurvengeschlängel lässt dort mehrere verschiedene Linien zu.

Vollgas auf der Hangar Straight

Die besten Überholmöglichkeiten gibt es beim Anbremsen auf die Stowe-Kurve oder vor der Club-Kurve. Vollgas dagegen heißt es auf der Hangar Straight, einer Geraden, die zu den schnellsten Streckenabschnitten im Formel-1-Circuit zählt. Hier sind Geschwindigkeiten von klar über 300 km/h möglich.

Schlechtestens in Erinnerung dürfte allen F1-Fans die Stowe-Kurve sein. Dort rutschte Michael Schumacher 1999 mit hoher Geschwindigkeit durchs Kiesbett und schlug in die Leitplanke ein, wobei er sich das rechte Bein brach und sechs Rennen lang aussetzen musste.


Schon immer war der Faktor Wetter in Silverstone entscheidend. Regengüsse und sonnige Perioden stellen die Fahrer, die Teams und nicht zuletzt die Rennboliden während des Wochenendes in Silverstone vor ungeheuer hohe Belastungsproben. Zumal es sehr schwierig ist, die Autos ideal auf den Rennkurs abzustimmen, da sich extreme schnelle Passagen mit engen Kurven abwechseln. Und wer die Einfahrt in die Kurvenpassagen nicht optimal erwischt, verliert über die Maßen viel Zeit.

Webber gewinnt vor Alonso - bei Sonnenschein
Fliegende Kisten und Stau in Silverstone
Stau in Silverstone
Chaos am Freitag und Samstag

Rennwochenende in Silverstone - natürlich spielte das Wetter wieder einmal eine Rolle. Dauerregen am Freitag und Samstag ließ die Parkwiesen unbenutzbar machen. Die Folge: Ein chaotischer Stau vor der Strecke. Teils steckten auch Fahrer fest, die durch Motorroller-Fahrer "befreit" werden mussten.
© imago

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25.06.13
 
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