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10.04.2018, 15:04

Vorschau: NHL, Play-offs, Western Conference, Central Division

"Smashville" klarer Favorit - Starten die Jets durch?

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag starten die NHL-Play-offs 2018. In der Western Conference gehen die Nashville Predators als großer Favorit ins Rennen und treffen in der ersten Runde auf die Colorado Avalanche. Während die Preds mit viel Tiefe im Sturm und einer Top-Defensive ins Rennen gehen, haben blutjunge Avs mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Die zweite Serie in der Central Division tragen die Winnipeg Jets und Minnesota Wild aus. Die Kanadier wollen mit viel Physis und Offensivpower durchstarten, die angeschlagenen US-Amerikaner halten mit viel Erfahrung dagegen. Eine Vorschau...

Nashville Predators (1.) - Colorado Avalanche (WC 2)

Pekka Rinne
Ausnahme-Torwart: Pekka Rinne von den Nashville Predators.
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Nashville scheiterte im Vorjahr ganz knapp am Gewinn des Stanley Cups und musste sich erst im Finale den Pittsburgh Penguins geschlagen geben (2:4). Seitdem ist das Team trotz des Abgangs von James Neal im Expansion Drafts keineswegs schlechter geworden und schürt nach der besten Hauptrunde der Franchise-Geschichte (117 Punkte, Gewinn der Presidents' Trophy für das beste NHL-Team der regulären Saison) große Erwartungen in Music City.

Im Sturm glänzen die Predators durch "Secondary Scoring" - 13 Spieler trafen zweistellig - vor allem auf der Center-Position sind die Preds dank Ryan Johansen, Kyle Turris, Nick Bonino und Mike Fisher, der spät in der Saison vom Rücktritt zurückgetreten war, tief besetzt. Nicht zuletzt auch durch die Verpflichtung von Ryan Hartman (Chicago Blackhawks) kurz vor der Trade Deadline scheint "Smashville" sogar noch besser besetzt als im Vorjahr. Ein großes Plus: Die Truppe aus Tennessee ist nicht abhängig von nur einer Top-Sturmformation, in diesem Fall der "JoFA"-Reihe mit Filip Forsberg, Johansen und Viktor Arvidsson. Letzterer war zuletzt angeschlagen, scheint aber rechtzeitig fit zu werden.

Das Prunkstück ist und bleibt die Defensive, wo P.K. Subban, Roman Josi, Matthias Ekholm und der lange verletzte Ryan Ellis ein kongeniales Quartett bilden, das sowohl defensiv aufräumen kann als auch offensiv mit Schüssen von der blauen Linie gefährlich wird. Zwischen den Pfosten steht mit Pekka Rinne ein Ausnahme-Torwart (2,31 Gegentore/Spiel, 92,7 Prozent Fangquote). Dass Nashville die zweitbeste Defensive der Liga stellt (nur 204 Gegentore) ist auch dem laufintensiven und aggressiven Spielstil geschuldet: Vorne ziehen die Predators ein brutales Forechecking auf, in der Rückwärtsbewegung wird an der eigenen blauen Linie mit dem Trap abgeriegelt und ein Eindringen in die eigene Zone erschwert.

Nathan MacKinnon
Teil der Top-Sturmreihe der Colorado Avalanche: Nathan MacKinnon.
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Colorado rettete sich erst am letzten Spieltag der regulären Saison gerade noch auf den letzten Wildcard-Rang: Gegen den direkten Konkurrenten St. Louis Blues setzte sich die Avalanche mit 5:2 durch. Damit bewiesen die Avs zwar die nötige Reife in entscheidenden Momenten, gehen aber nicht nur aufgrund der Formschwäche (2-4-1 in den letzten sieben Spielen) mit Sorgen in die Endrunde: Mit Erik Johnson ist ein wichtiger Verteidiger fraglich, zudem wird Stammkeeper Semyon Varlamov zumindest die erste Play-off-Runde aufgrund einer Knieverletzung sicher verpassen. Sein Vertreter heißt Jonathan Bernier (2,85 Gegentore/Spiel, 91,3 Prozent Fangquote).

Für das Team aus Denver könnten die besseren Special Teams sprechen (Powerplay: 21,9 Prozent, 8.; Unterzahl: 83,3 Prozent, 4.). Zudem verfügt Colorado mit Gabriel Landeskog, Nathan MacKinnon und Mikko Rantanen eine Top-Sturmreihe, die mit ihrer Schnelligkeit und Torgefahr Schaden anrichten kann. Vor allem MacKinnon, der mit 97 Punkten (39 Tore, 58 Assists) fünfbester NHL-Scorer wurde, ist hervorzuheben. Auch Rookie Alexander Kerfoot (19 Tore, 24 Assists) und Offensivverteidiger Tyson Barrie (14 Tore, 43 Assists) ragten heraus. Besonders in der Tiefe aber kann die Avalanche wohl nicht mit den Preds mithalten. Die Avs stellen mit 25,39 Jahren die jüngste Mannschaft in den Play-offs und hoffen, die fehlende Endrunden-Erfahrung mit Unbekümmertheit wett machen zu können.


kicker-Tipp: Das Duell Nashville gegen Colorado gab in den Playoffs zuvor noch nie. In der regulären Saison konnten die Predators alle vier Spiele für sich entscheiden (4-0-0). Ein solch deutliches Ergebnis könnte es auch jetzt geben: Die Preds werden von der Avalanche nicht zu bremsen sein, "sweepen" die Avs und gewinnen 4:0.


Winnipeg Jets (2.) - Minnesota Wild (3.)

Patrik Laine
Das Wunderkind der Winnipeg Jets: Patrik Laine.
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Winnipeg zählt in der abgelaufenen Hauptrunde zu den Überraschungsteams und landete mit 114 Punkten auf Rang zwei der Western Conference. In der Endrunde könnten die Jets nun voll durchstarteten, denn das durchschnittlich größte (1,88 Meter) und schwerste (93,3 Kilogramm) aller teilnehmenden Teams scheint aufgrund dieser Physis-Vorteile wie für die Play-offs gebaut. Alleine die beiden Abwehr-Schränke Dustin Byfuglien (1,95 Meter, 118 Kilogramm) und Tyler Myers (2,03 Meter, 104 Kilogramm) stehen für viel Reichweite und Hitting-Power. Hinter ihnen steht mit Connor Hellebuyck ein Torwart zwischen den Pfosten, für den eigentlich die Backup-Rolle vorgesehen war. Der 24-Jährige aber überraschte alle (2,36 Gegentore/Spiel, 92,4 Prozent Fangquote), mauserte sich zur Nummer 1 und steht nun vor seinem ersten Play-off-Start überhaupt.

Und auch in der Offensive kann Winnipeg auf einige Waffen zurückgreifen. Die Jets haben mit 273 Saisontoren die zweitbeste Offensive und mit 23,4 Prozent das fünftbeste Powerplay der Liga. Wunderkind Patrik Laine (44 Treffer, 2.; 20 Powerplay-Tore, 1.) und Blake Wheeler (91 Scorerpunkte, 9., 40 Powerplay-Punkte, 2.) ragten heraus. Abhängig sind die Kanadier von diesem Duo aber nicht, sondern können mit Connor/Scheifele/Wheeler, Ehlers/Stastny/Laine und Perreault/Little/Armia gleich drei gut ausbalancierte Offensivreihen aufbieten.

Eric Staal
Formstarker Stürmer bei den Minnesota Wild: Eric Staal.
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Minnesota landete mit 101 Zählern auf Platz drei der Central Division und ließ im Finale der regulären Saison noch einige Punkte liegen (2-2-1). Der größte Vorteil gegenüber den Jets ist die deutlich reichere Play-off Erfahrung der Wild (748:282 Spiele). Das gilt insbesondere auch für die Position des Torwarts, wo Minnesota mit Devan Dubnyk (2,52 Gegentore/Spiel, 91,8 Prozent Fangquote) auf einen erfahrenen Recken zurückgreifen kann. Mit Center Eric Staal hat die Truppe aus St. Paul außerdem einen formstarken Stürmer in ihren Reihen, der mit 42 Toren bester Torschütze und 76 Punkten auch noch bester Scorer der Wild ist.

Sorgen bereitet eher die Defensive, wo mit Ryan Sutter der ultimative Schlüsselspieler und Abwehr-Chef für den Rest der Saison ausfallen wird (gebrochener Knöchel). Zumindest besteht die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr von Jared Spurgeon (Oberschenkelverletzung). Nicht ohne Grund kassierten die Wild elf Gegentore in ihren letzten drei Hauptrunden-Spielen.


kicker-Tipp: Die Wege zwischen Winnipeg und Minnesota sind mit rund 450 Kilometern verhältnismäßig kurz, umso intensiver dürfte diese Serie mit Derby-Charakter werden. Eine Rolle könnte das Heimrecht spielen, denn beide Teams waren stark auf eignem Eis: Die Jets haben die beste Heim-Bilanz aller Klubs (32-7-2), die Wild mussten die wenigsten Heim-Niederlagen nach regulärer Spielzeit einstecken (27-6-8). In der regulären Saison gewann Winnipeg drei von vier Vergleichen (3-1-0) gegen Minnesota und wird die Serie am Ende mit 4:1 gewinnen.


Christian Rupp

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