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28.01.2016, 09:53

NHL: Vasilevskiy überzeugt seine Eltern

Doppelter Landeskog sorgt für gute Gefühle

Am letzten Spieltag vor der All-Star-Game-Pause stellte Colorado seine Comeback-Qualitäten unter Beweis: Bei den Los Angeles Kings holte die Avalanche zwei Rückstände auf und siegte am Ende mit 4:3. Gut in Form ist derzeit Nashville, das in Calgary den vierten Sieg in Folge feierte. Bei Tampa Bay gegen Toronto glänzte Lightning-Goalie Andrei Vasilevskiy vor den Augen seiner Eltern. Im vierten Spiel der Abends schlug Philadelphias Jakub Voracek zu, als Washingtons Torwart Braden Holtby seinen Schläger suchte.

Avalanche zeigt Comeback-Qualitäten

Gabriel Landeskog & Jonathan Quick
Schuss ins Glück: Colorados Gabriel Landeskog (l.) trifft gegen L.A.-Goalie Jonathan Quick.
© Getty ImagesZoomansicht

Mit einem guten Gefühl verabschiedete sich Colorado in die fünftägige All-Star-Pause (28. Januar bis 1. Februar). "Wenn du in eine Pause gehst, bleibt das letzte Spiel im Gedächtnis. Also wollten wir sichergehen, dass wir so gut wie möglich spielen", erklärte Avalanche-Kapitän Gabriel Landeskog, dessen Mannschaft tags zuvor noch eine 1:6-Klatsche in San Jose kassiert hatte. Die daraus resultierende Verunsicherung wollte Los Angeles auf heimischen Eis gleich für sich nutzen und deckte das gegnerische Gehäuse mit Pucks ein (18:5 Schüsse im ersten Drittel). Drew Doughty per "Shorthander" (Unterzahl-Tor, 10.) und Trevor Lewis (19.) schossen die Kings mit 2:0 in Front. Avs-Goalie Calvin Pickard (35 Saves, 92,1 Prozent Fangquote) verhinderte Schlimmeres.

Mit Beginn des Mittelabschnitts kam "die Lawine" dann ins Rollen. Besonders dominant: Die beiden Top-Sturmreihen Grigorenko/MacKinnon/Duchene und Landeskog/Soderberg/Comeau. Matt Duchene (21.) und Landeskog (28.) sorgten für den zwischenzeitlichen Ausgleich, dann traf Dwight King zum 3:2 für L.A. (36.). Im Schlussdrittel startete Colorado dann das nächste Comeback: Landeskog (48.) und Nathan MacKinnon (51.) drehten die Partie auf 4:3 für die Avalanche. "Es war ein sehr emotionales Spiel", sagte Doppelpacker Landeskog nach der Partie.

Bei den Kings kam der Deutsche Christian Ehrhoff in der dritten Verteidigerreihe neben Luke Schenn zum Einsatz. Der 33-jährige Moerser brachte es auf 11:23 Minuten Eiszeit (1:22 in Über- sowie 0:08 in Unterzahl).

Webers Powerplay-Tor hebt Nashville in die Wildcard-Ränge

Ausgerechnet Nashville, der Austragungsort des diesjährigen All-Star-Games (31. Januar), kann die anstehende Pause so gar nicht gebrauchen. Der Grund: Die Predators haben einen Lauf und feierten in Calgary den vierten Sieg in Folge. "Wir haben hart gekämpft. Es war ein schwieriger Monat für uns, aber wir haben uns einen Weg zurück auf die Play-off-Ränge erarbeitet. Die letzten vier Spiele haben dabei wirklich geholfen", freute sich Preds-Kapitän Shea Weber. In der Nacht zum Mittwoch sorgten Mike Ribeiro (7.) und Weber im Powerplay (38.) für eine 2:0-Führung. Der Anschlusstreffer von Mark Giordano (46.) zum 1:2-Endstand blieb folgenlos. Damit dürften die Flames die Pause herbeisehnen: Sieben von elf Spielen im Monat Januar gingen verloren. "Momentan gibt es nichts schönzureden. Wir wissen, wie weit wir zurückliegen und müssen jetzt eine Siegesserie starten", gestand Giordano.

Vasilevskiy überzeugt seine Eltern

Ein typisches "Low-Scoring-Game", also ein Spiel, in dem mit Toren gegeizt wurde, lieferten sich der Tampa Bay Lightning und die Toronto Maple Leafs. Dank der beiden glänzend aufgelegten Torhüter Andrei Vasilevskiy (30 Saves, 100 Prozent Fangquote) und Jonathan Bernier (28 Saves, 96,6 Prozent) sahen die Zuschauer in der Amalie Arena nur einen Treffer. Dieser gelang Bolts-Kapitän Steven Stamkos: Im Powerplay nahm der Superstar, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, ein Zuspiel am linken Bullypunkt direkt ab und donnerte die Scheibe in die Maschen (5.). Zum "Spieler des Spiels" wurde aber Vasilevskiy gewählt. Vor den Augen seiner Eltern feierte der 21-jährige Russe seinen ersten Saison-Shutout: "Es war ihr erstes NHL-Spiel und ich habe ihnen gezeigt, dass ich in der NHL spielen kann. Ein Shutout ist immer überragend für einen Torwart, aber das Wichtigste ist der Sieg."

Holtby verliert seinen Schläger - Voracek schlägt zu

Deutlich torreicher war das Aufeinandertreffen von Washington und Philadelphia. Nachdem Brayden Schenn (5.), Ryan White (12.) und Jakub Voracek (38.) für die Flyers sowie Andre Burakovsky (28., 44.) und Nicklas Backstrom (29.) für die Capitals getroffen hatten, fiel die Entscheidung in der Overtime: Hier behinderte Evgeny Kuznetsov seinen eigenen Keeper unglücklich, sodass dieser seinen Schläger verlor. Einen Wimpernschlag später nutzte Voracek die kurze Verwirrung, schweißte den Puck in den rechten Winkel und verbuchte damit den Extra-Punkt für Philly (61.). Bei den Caps kam der deutsche Backup-Goalie Philipp Grubauer nicht zum Einsatz - Starter Braden Holtby kam auf 28 Saves, eine Fangquote von 87,5 Prozent sowie vier Strafminuten wegen Beinstellens und Spielverzögerung.


NHL-Ergebnisse vom Mittwoch, den 27. Januar 2016:

Tampa Bay Lightning - Toronto Maple Leafs 1:0
Washington Capitals - Philadelphia Flyers 3:4 n.V.
Calgary Flames - Nashville Predators 1:2
Los Angeles Kings - Colorado Avalanche 3:4

Christian Rupp

 
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