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02.12.2014, 11:41

Hauptsponsor hält eine weitere verlorene Saison für unzumutbar

Sabo sieht Profi-Eishockey in Nürnberg in Gefahr

Das letzte Wochenende stand wieder einmal symbolhaft für die Saison der Nürnberg Ice Tigers. Beim 5:7 in Schwenningen verspielten die Franken ein 4:1, zwei Tage später fegten sie Hamburg mit 6:1 vom Eis. Hauptsponsor Thomas Sabo findet im Interview mit den "Nürnberger Nachrichten" klare Worte. Der Unternehmer fordert vom Team "absoluten Willen", spricht über "Holiday on Ice", die Trainerfrage, die keine sei - und stellt die Zukunft des Eishockeys in Nürnberg an sich in Frage.

Thomas Sabo mit seiner Ehefrau Luz-Enith Sabo.
Nicht noch eine verlorene Saison! Thomas Sabo (r. mit seiner Frau Luz-Enith Sabo) sprach in einem Interview Klartext.
© picture allianceZoomansicht

Auf der Achterbahnfahrt der Nürnberg Ice Tigers ging es beim 6:1 gegen die Hamburg Freezers mal wieder nach oben. "Nur ein Achtungserfolg", befand Sabo gegenüber den "Nürnberger Nachrichten" (Dienstag-Ausgabe), und kein Anlass für die Mannschaft, sich "wie in den letzten Wochen auf solchen Spielen auszuruhen". Zu leichtfertig sei das Team bislang mit seinen Möglichkeiten umgegangen. Sabo: "Es darf nun der absolute Wille erwartet werden, sich in den kommenden Spielen nach oben zu arbeiten." In der Tabelle liegen die Franken derzeit auf Rang neun, die direkten Play-off-Plätze sind momentan vier Punkte entfernt.

Einige Spieler glauben wohl, dass sie bei Holiday on Ice unterschrieben haben.Thomas Sabo

Nach den durchwachsenen Ergebnissen der vergangenen Wochen ist Chefcoach Tray Tuomie in Nürnberg vor allem bei den Fans verschärft in die Kritik geraten. Für Sabo ist allerdings klar, dass der Fehler nicht beim Trainer zu finden sei. Der Schmuckunternehmer, seit 2009 Hauptsponsor der Ice Tigers, nimmt vielmehr die Spieler in die Pflicht. Die müssten sich fragen, "ob sie ihren Ansprüchen gerecht werden", meint Sabo, der auch Namen nannte: "Wir haben einfach die Situation, dass einige Spieler wie zum Beispiel Kaufmann oder James nach ihrer Vertragsverlängerung im letzten Jahr wohl meinen, dass sie bei Holiday on Ice unterschrieben haben und nicht bei den Ice Tigers."

Keine Trainer-Diskussion, keine Nachverpflichtungen

Auch vom Trainer werde es Verbesserungen geben müssen. Zu lange werde für Sabos Dafürhalten derzeit an arrivierten Spielern festgehalten. "Hier muss das Leistungsprinzip gelten und zwar für alle", fordert der 53-Jährige, der aber gleichzeitig festhielt: "Dennoch ist die Trainerfrage keine Diskussion und wird auch keine werden."

Eine Absage erteilte Sabo auch einer möglichen Nachbesserung des Kaders. Die Ice Tigers könnten noch zwei Lizenzen an Importspieler vergeben - das wird aber nicht geschehen: "Der Kader ist gut genug, es gibt keine Gründe, nochmal nachzuverpflichten."

Eine weitere verlorene Saison ist den Fans, den Sponsoren und dem Hauptsponsor nicht mehr zuzumuten.Hauptsponsor Thomas Sabo

Ohnehin steht für den Hauptsponsor, der sich in den vergangenen Jahren außergewöhnlich für das Nürnberger Eishockey engagiert hat, viel mehr auf dem Spiel als nur ein Saisonziel - nämlich der Profi-Standort Nürnberg. "Eine weitere verlorene Saison ist den Fans, den Sponsoren und dem Hauptsponsor nicht mehr zuzumuten", wird Sabo deutlich: "Dann wäre es wohl besser, wenn die Mannschaft ihren Platz im Amateurbereich findet." Oder eben bei Holiday on Ice.

ski

02.12.14
 
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