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Auch Ehrhoff und Sulzer nicht nach Weißrussland

Cortina gehen die Leistungsträger aus

Auch Ehrhoff und Sulzer nicht nach Weißrussland

Sagten verletzungsbedingt für die WM ab: Die NHL-Profis Alexander Sulzer und Christian Ehrhoff (3.v.re.).

Sagten verletzungsbedingt für die WM ab: Die NHL-Profis Alexander Sulzer und Christian Ehrhoff (3.v.re.). imago

In den Testspielen in Finnland am Donnerstag und Freitag wird Eishockey-Bundestrainer Cortina ganz genau hinschauen. Auf sehr viele der Spieler, mit denen er in den beiden Partien beim zweimaligen Weltmeister (beide 17.30 Uhr) antritt, wird er auch bei der WM im Mai in Weißrussland bauen müssen. Notgedrungen, denn am Mittwoch musste Cortina auch die verletzungsbedingten Absagen von NHL-Star Christian Ehrhoff und dessen Teamkollegen Alexander Sulzer verkraften. Bis zum ersten WM-Spiel am 10. Mai gegen Kasachstan dürften nach aktuellem Stand kaum noch Leistungsträger dazukommen.

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"Der Kader wird sich nicht großartig verändern", sagte Cortina vor der Abreise nach Finnland und bezog sich damit eigentlich auf die Testspiele in der kommenden Woche gegen Russland. Inzwischen könnte der Satz allgemein gelten. Fast täglich erreichen den DEB Absagen von sicher geglaubten WM-Fahrern. In einem "persönlichen Gespräch" teilten ihm Ehrhoff und Sulzer mit, dass sie für die WM passen müssen. "Das ist ein großer Verlust für unser Team", stellte Cortina klar.

Die beiden Verteidiger der Buffalo Sabres hatten grundsätzlich fest zugesagt. Ehrhoff verpasste das letzte Saisonspiel aber wegen einer Gehirnerschütterung. Sulzer hatte zuletzt aufgrund einer nicht näher definierten Verletzung gefehlt.

Seit Mittwoch ist auch das WM-Aus für Hamburgs Torjäger David Wolf nach dessen Prügelattacke in den Play-offs fix. "Er ist von der Liga gesperrt worden, und gesperrte Spieler dürfen nicht eingeladen werden", erläuterte DEB-Generalsekretär Franz Reindl nach Rücksprache mit dem Weltverband IIHF.

Er ist von der Liga gesperrt worden, und gesperrte Spieler dürfen nicht eingeladen werden.

DEB-Generalsekretär Franz Reindl über das WM-Aus für David Wolf

Wolf war von der DEL für sieben Spiele suspendiert worden, nachdem er im Playoff-Halbfinale Ingolstadts Benedikt Schopper sechs Zähne ausgeschlagen hatte. Die Sperre kann der Stürmer nach dem Playoff-Aus seines Teams aber nicht mehr absitzen. Cortina war bis zuletzt unsicher, ob die Sperre auch international gilt. Daran gibt es inzwischen nach dem Regelstudium und dem Dialog mit der IIHF keinen Zweifel mehr. "Da gibt es keinen Ermessungsspielraum", sagte Reindl.

Zuvor hatten bereits DEL-Top-Torjäger Patrick Reimer (Nürnberg), Star-Torhüter Dennis Endras, Routinier Christoph Ullmann (beide Mannheim), Stürmer André Rankel (Berlin), Verteidiger Felix Petermann (München) und Nordamerika-Profi Konrad Abeltshauser (Worcester) aus privaten Gründen oder verletzungsbedingt abgesagt. "Sehr, sehr, sehr, sehr, sehr zweifelhaft" laut Cortina ist außerdem der WM-Einsatz des derzeit verletzten Kapitäns Michael Wolf (Iserlohn), der in Finnland ebenfalls nicht dabei ist. "Das trifft uns wirklich sehr hart", sagte Cortina zu den zahlreichen Ausfällen wichtiger Spieler.

In Finnland stehen außerdem die Spieler der DEL-Finalisten Köln und Ingolstadt noch nicht zur Verfügung. Hier dürfte Cortina auf eine schnelle Entscheidung der am Donnerstag beginnenden Finalserie hoffen.

(dpa)