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21.08.2017, 16:30

Vor allem Ford, Fiat und Renault patzen beim NOx-Ausstoß

Schlechte Werte für Import-Diesel

In seinem realitätsnahen Eco-Test stellt der ADAC den Euro-6-Dieseln von BMW, Mercedes und Volkswagen ein gutes Zeugnis aus. Beim Stickoxid-Ausstoß bleiben sie im Flottenvergleich unter dem ab September gültigen Grenzwert. Bei Importeuren sieht der Automobilclub dagegen "erhebliches Verbesserungspotenzial".

Grafik Stickoxid-Ausstoß
Die Deutschen fahren voran: Beim Eco-Test des ADAC fielen Diesel von BMW, Mercedes und VW positiv auf.
© ADACZoomansicht

Vor allem die deutschen Automobilhersteller werden gern an den Pranger gestellt, wenn es um die Stickoxid-Emissionen geht. Dabei sind es vor allem die Importfahrzeuge, die in dieser Hinsicht ein "massives Problem" haben. So zumindest formuliert es der ADAC als Resümee aus seinen realitätsnahen Eco-Tests. Der Automobilclub beruft sich dabei auf die Überprüfungen von 188 Euro-6-Dieseln, die er seit dem Jahr 2013 durchgeführt hat.

Die deutschen Hersteller dürfen sich dabei des niedrigsten Schadstoff-Niveaus im Flottenvergleich rühmen. Am wenigsten auffällig in Sachen Stickoxid werden (siehe Grafik) BMW und Mini, die im Schnitt nur 141 mg NOx pro Kilometer in die Luft pusten. Auf den weiteren Plätzen folgen die Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns mit VW, Audi, Skoda und Seat (146) sowie diejenigen von Mercedes (149). Opel dagegen landet mit 236 schon deutlich abgeschlagen auf Platz vier.

BMW, Mercedes und VW liegen vorn

Damit würden die Modelle mit dem Blitz im Signet auch an jener NOx-Hürde scheitern, welche die ab Herbst gültige Norm Euro 6d Temp aufbaut. Demnach sind im RDE-Realbetrieb 80 mg/km erlaubt, unter Einberechnung des vorläufig gültigen Konformitätsfaktors von 2,1 errechnen sich also 168 mg/km. BMW, Volkswagen und Mercedes würden hier darunter bleiben. Allerdings wird Euro 6d Temp nicht für Bestands- oder neu zugelassene Fahrzeuge gelten, sondern erst einmal für jene Modelle, die sich ab September um eine neue Typzulassung bewerben.

Am schlechtesten schneiden im EcoTest die Fahrzeuge des Renault-Konzerns (Renault, Dacia) ab, die im Schnitt 684 mg/km NOx emittieren und damit fast fünf Mal so viel wie die deutsche Konkurrenz von BMW. Besonders unrühmlich fiel der Grand Scénic 160 dCi auf, für den der ADAC ein bestürzendes Rechenexempel aufmacht: Mit 1.674 mg/km stößt der französische Van innerorts genauso viel Stickoxide aus wie gleich 230 Fahrzeuge vom Typ 520 d.

Renault verhagelt die Mercedes-Bilanz

Gleichzeitig verhagelt Renault auch Mercedes eine bessere NOx-Bilanz. Würde die Marke mit dem Stern nicht auch Renault-Motoren nutzen, so stünde sie noch sauberer da. Auch Fiat-Chrysler, Ford und die Hyundai-Kia-Gruppe landeten beim ADAC-Eco-Test unter den Konzernen mit den höchsten Schadstoffwerten. Mazda, Jaguar/Land Rover, PSA Peugeot-Citroen und Volvo positionierten sich im Mittelfeld. Toyota, Nissan, Subaru und Ssangyong tauchen in der Auswertung nicht auf, weil sie in Deutschland zu wenige Dieselfahrzeuge verkaufen. Überhaupt muss angemerkt werden, dass der Diesel eher eine Domäne deutscher Hersteller ist. Importeure sind auf dem D-Markt deutlich weniger präsent.

Grafik NOx-Ausstoß
Testbilanz: Seit 2013 hat der ADAC insgesamt 188 Eco-Test-Messungen an Euro-6-Dieseln durchgeführt.
© ADACZoomansicht

Während die deutschen Hersteller beim Diesel-Gipfel Anfang August zumindest kostenlose Software-Updates für Teile ihrer Euro-5- und Euro-6-Diesel angekündigt haben, wollten die Importeure hier nicht mitziehen. Für diese "vornehme Zurückhaltung" gibt es nach Ansicht von Thomas Burkhardt keinen Grund. Der ADAC-Vizepräsident für Technik fordert sogar, alle Hersteller - also auch die deutschen - zu verbindlichen Hardware-Updates zu verpflichten, das heißt zur Nachrüstung mit SCR-Kat und AdBlue. Allerdings ist eine solche technische Maßnahme nicht bei allen Euro-5- und Euro-6-Modellen möglich, oftmals scheitert sie beispielsweise am Platzbedarf.

So gut die deutschen Hersteller beim EcoTest des Automobilclubs dastehen, so wenig kann ihnen letztlich das Abschneiden der Importeure gefallen. Um innerstädtische Fahrverbote für Diesel zu umgehen, muss die Luft an den Messstationen schließlich sauberer werden - was kaum der Fall sein dürfte, wenn die Import-Diesel weiterhin in Sachen NOx patzen.

ule

 

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