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25.04.2018, 17:28

Joint-Venture für China - City-SUV Sol E20X

VW-Elektromarke Sol: In China geht die Sonne auf

Eigentlich hat VW ja schon eine elektrische Submarke: Unter dem Label I.D. wird ab 2020 eine ganze Familie von Stromern anrücken. Am Rande der Automesse von Peking (25. April bis 4. Mai) gab man jetzt aber die Gründung eines weiteren E-Ablegers bekannt. Er heißt "Sol" ("Sonne") und ist ein Joint-Venture mit dem chinesischen Hersteller JAC. Als erster Abkömmling präsentiert sich das kleine SUV Sol E20X, das bereits Ende 2018 in den Verkauf geht.

Sol E20X
Sol E20X: Das City-SUV von JAC-Volkswagen - hier vor der Skyline von Shanghai - bietet eine Reichweite von über 300 km.
© Hersteller

Die Sonne strahlt frühlingshaft hell, ein tiefblauer Himmel wölbt sich über Peking. Selten erlebt man in der chinesischen Metropole eine solche Wetterlage, oft genug versinken die Stadt und ihre 15 Millionen Einwohner unter einer ungesund gelblichen Dunstglocke. Zu den Maßnahmen, mit denen die chinesische Regierung eine Verbesserung der buchstäblich betrüblichen Luftqualität anstrebt, gehört auch eine rigide Hinwendung zur Elektromobilität. Wer ein E-Auto zulässt, bekommt sofort eines der begehrten Nummernschilder, die für Benziner in Glücksspiel-Manier verlost oder nur nach langer Wartezeit zugeteilt werden.

Elektro-Quote ab 2019

Auch die Automobilhersteller avancieren gezwungenermaßen zum Teil des Luftreinhalteplans. Ab 2019 greift eine Elektroauto-Quote; zehn Prozent jener Autos, die ein Unternehmen in China verkauft, müssen dann reine Stromer oder zumindest Hybride sein.

Die Quote errechnet sich nach einem Punktesystem, in dem VW - größter Auto-Anbieter im Reich der Mitte - mithilfe einer elektrischen Submarke "scoren" will: Am Rande der "Auto China" von Peking wurde die Gründung von "Sol" bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um ein Joint-Venture der Volkswagen Group China mit dem lokalen Hersteller JAC (Jianghuai Automobile Cars). Der Name "Sol" passt nicht nur zur meteorologischen Großwetterlage dieser späten Apriltage. Das spanische Wort für "Sonne" soll vor allem das Konzept einer sauberen und nachhaltigen Energiegewinnung symbolisieren.

Sol E20X
Günstig zu haben: Abzüglich E-Rabatt kostet der Sol E20X umgerechnet nur 15.000 bis 20.000 Euro.
© HerstellerZoomansicht

Als erster Vertreter der neuen Marke fährt der Sol E20X vor, ein rein batterieelektrisches und adrett anzusehendes City-SUV, das dem Seat Arona ähnlich sieht, mit dem kompakten Crossover der spanischen VW-Tochter aber nichts zu tun hat. Und doch kommt der vertraute Look nicht von ungefähr. Basis für den E20X bildet zwar der mit Benzinmotorisierung ausgestattete S7 aus dem Stall von JAC, den ein Team von Seat - Designer inklusive - aber umgemodelt hat. "Badge Engineering" nennt sich eine solche Vorgehensweise im Fachjargon.

Bequeme Bezahlsysteme

Mit seiner 43-kWh-Batterie bringt es der Sol E20X auf eine NEFZ-Reichweite von über 300 Kilometern. Dem Konnektivitätshunger der chinesischen Kunden wird der elektrische Crossover mit umfassender Vernetzung gerecht, es gibt bequeme und smartphonebasierte Bezahlsysteme fürs Stromladen und Parken, daneben eine topmoderne Sprachsteuerung und nicht zuletzt vielerlei Assistenzsysteme, zu denen auch eine 360-Grad-Rundumkamera gehört. Noch Ende 2018 fährt der Sol-Stromer zum Kunden, über seinen Preis hält sich JAC-Volkswagen noch bedeckt, der Einstieg könnte umgerechnet aber schon bei 15.000 bis 20.000 Euro erfolgen, wobei bereits 40 Prozent Kaufpreis-Rückerstattung für Elektroautos eingerechnet sind. Ungewiss ist auch, ob der E20X seinen Weg nach Europa finden wird oder ausschließlich den Chinesen vorbehalten bleibt.

Sol E20X
Interieur: Den konnektivitätsversessenen Chinesen bietet der Sol etliche Online-Services an.
© HerstellerZoomansicht

China ist längst zum Leitmarkt für Elektromobilität geworden. Das schlägt sich auch in der VW-Zukunftsplanung nieder - 60 Prozent der künftigen Stromer sollen im Reich der Mitte ihre Käufer finden. Bei seinem ersten großen Auslandsauftritt als neuer Volkswagen-Konzernchef kündigte Herbert Diess an, dass bis 2022 in mindestens sechs chinesischen Fabriken Elektroautos gebaut werden sollen. Bis 2025 ist eine Flotte von 40 lokal gebauten Stromern geplant.

Perspektiven, die man sich auch was kosten lässt: Insgesamt wollen der Volkswagen-Konzern und seine Gemeinschaftsunternehmen (zu denen bereits FAW und SAIC zählen) 15 Milliarden Euro in Zukunftsprojekte wie E-Mobilität, autonomes Fahren, Digitalisierung und neue Mobilitätsdienstleistungen investieren. Auf dass die Sonne über Peking noch häufiger strahlt - und über dem Konzern dann gleichermaßen.

ule

 

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